Die Sache mit dem Komma...
Axel Retz in DAX Daily
vom 28. März 2007 08:30 Uhr
ENL5454
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!
Wie Sie wissen, geht es im ersten Teil des Dax Daily nicht immer um Börse. Und wie ich auf der Stuttgarter „Invest" wieder einmal bestätigt bekam, gibt es viele Leser, die gerade den ersten Teil des Daily deswegen für kulinarisch wertvoller halten, da er den Blick auch einmal über den Tellerrand des nahe liegenden, bisweilen schwer verdaulichen Börsengeschehens richtet.
Ja, gewiss: Es hätte mir Spaß bereitet, heute einmal näher auf die im vergangenen Jahr um knapp 18 Prozent gestiegenen Vergütungen der Vorstände der Dax-Unternehmen einzugehen. Aber, wie gestern bekannt wurde, hat sich die Vergütung des Deutsche Bank-Chefs Josef Ackermann im letzten Jahr nur um 11,01 Prozent bzw. 1,31 Mio. Euro erhöht. Womit er prozantual weit weniger zulegen konnte als seine Dax-Kollegen, die es auf immerhin knapp 18 Prozent brachten. Die deutschen Arbeitnehmer profitierten vom Aufschwung übrigens in etwa in gleicher Höhe. Wenn man mal vom Komma absieht, nämlich um 1,7 Prozent.
Allein um die 2006er Erhöhung der Vergütung des Deutsche Bank-Chefs zu verdienen, müsste ein „statistischer Durchschnittsarbeitnehmer" 41 Jahre lang arbeiten. Um Herrn Ackermanns Jahressalär für 2006 zu vereinnahmen, 415 Jahre. Aber so alt werden viele von uns ja gar nicht mal erst.
Aus diesem Grunde erschien mir das Thema auch zu platt. Und ich lade Sie ein zu einem kleinen „Dreiteiler": Einer kleinen Kurzgeschichte mit dem ermutigenden Titel „Der Aufstieg", die ich bemerkenswert fand und Ihnen nicht vorenthalten möchte.
Wenn Sie daran keinen Spaß haben, überspringen Sie diesen Dreiteiler bitte einfach. Die Geschichte befindet sich bis zum Wochenende jeweils in der Mitte des Daily. Let’s start, wie man heute sagt.