Die Saat geht auf
Klaus Buhl in Nebenwerte Daily zum Thema Nebenwerte
vom 4. Juni 2009, 17:00 Uhr
ENL5462
Sehr ordentliche Zahlen meldete in dieser Woche das SDAX Mitglied KWS Saat.
Die KWS Saat AG gehört nach eigenen Angaben zu den international führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Saatzucht für Nutzpflanzen. Zur Produktpalette gehören unter anderem Zuckerrüben, Mais, Getreide, Futter, Öl- und Eiweißpflanzen und Kartoffeln. Auch gentechnisch veränderte Sorten können angeboten werden. Zudem ist KWS auch in den angrenzenden Geschäftsfeldern landwirtschaftliche Beratung sowie Aufbereitungsanlagen für Saatgut tätig. Zur Unternehmensgruppe gehören 44 Tochter- und Beteiligungsgesellschaften, u.a. auch in der Türkei, Ungarn und Rumänien.
.....und sprießt in allen Segmenten
In allen Segmenten meldete KWS Saat Wachstum und strafte damit die Pessimisten. Diese waren der Meinung, dass wegen der stark gefallenen Getreidepreise größere Probleme auf den Hersteller zukommen würden. Stattdessen wurde der Umsatz in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2008/09 um 18 Prozent auf 573 Millionen Euro gesteigert.
Da der für KWS wichtige Zuckerrübenanbau nach Einschätzung des Managements die Talsohle durchschritten hat, rechnet der SDAX-Konzern im Gesamtjahr mit einem Umsatzanstieg von über 15 Prozent. Die bisherige Prognose von Plus zehn Prozent wurde also angehoben, was der Aktie auch künftig einigen Schub verleiten könnte.
Derzeit wird die Aktie mit einem KGV von knapp 13 bewert. Dies halte ich für vertretbar vor dem Hintergrund, dass in früheren Zeiten ein KGV von 30 üblich war. Langfristig bin ich vom Sektor der Agrarrohstoffe sehr überzeugt und denke, dass dieser bald wieder in den Fokus der Anleger gerät.
Aber auch der Trend hin zur Verarbeitung der Zuckerrübe zu Bioethanol ist intakt. Mittelfristig sollen nach Angaben des Managements mehr als 10% der Zuckerrübenanbaufläche in diesen Bereich fließen.
Auch Mais, der früher eine reine Futterpflanze war, gilt nun als wertvolles Produkt im Bereich der Biomasse zur alternativen Erzeugung von Energie. Insbesondere Genmais bleibt vor allem in den USA gefragt und könnte das Segment Zuckerrüben überflügeln.
Technisch hat der Wert, der sehr solide finanziert ist und über eine hohe Eigenkapitalquote verfügt, bis etwa 140 Euro Luft!
Da Sie morgen wegen der Erkrankung von Frau Knauer wieder mit mir vorlieb nehmen müssen, fasse ich mich heute etwas kürzer und wünsche Ihnen einen angenehmen Abend!
Mit herzlichen Grüßen aus dem Rheinland
Ihr Klaus Buhl
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