Die Rufe werden lauter
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 16. August 2011, 08:30 Uhr
der geplante Kauf von Motorola Mobility durch Google hat die Anleger an der Wall Street wieder ermuntert Aktien zu kaufen. Die Risikoaversion nimmt weiter ab, auch wenn US-Konjunkturdaten erneut enttäuschten. Der Empire State Index, der für das verarbeitende Gewerbe im Bundesstaat New York erhoben wird, fiel unerwartet stark zurück.
Ansonsten sind das deutsch-französische Spitzentreffen, welches heute stattfindet, und die mögliche Einführung von Eurobonds, die beherrschenden Themen. Die Rufe nach Eurobonds werden immer lauter, doch würde die gemeinsame Ausgabe von Staatsanleihen nicht allen Ländern Vorteile bringen. Nur Staaten mit schlechter Bonität müssten dann plötzlich weniger Zinsen auf ihre Schulden zahlen. Deswegen hat auch die Bundesregierung hier bislang auch eine eindeutige Sprachregelung gefunden: Nein zu Eurobonds! Vielleicht ist dies aber der einzige Weg aus dem Schuldenschlamassel? Zumindest für den Fall, dass man weiter auch weiter am Euro festhalten möchte.
Der Kurzüberblick:
| Dax: | +0,41% |
| Dow Jones: | +1,90% |
| EuroStoxx50 | +0,74% |
| EUR/USD: | -0,23% |
| Gold: | +1,02% |
| Silber: | +0,49% |
| Öl (Sorte Brent): | +2,04% |
Übrigens: Am Freitag kam es zu einem neuen Allzeithoch beim Instinkt Trader-Musterdepot.
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen setze ich mich auch heute mit dem Dax und dem Währungspaar EUR/USD auseinander. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades, welche kurzfristig ausgerichtet sind. Hier gibt es die Trade-Aktivitäten in Echtzeit: Instinkt Trader.
Dax (DAX.I): Katzenjammer!
Heute morgen herrscht wieder trübe Stimmung. Die gestrige Chance, sich länger an grünen Vorzeichen zu gewöhnen, wird nun möglicherweise nicht genutzt. Der Widerstand bei 6.115/20 hat gehalten. Nun liegt es an der 6.000er-Marke und der 50er-Durchschnittslinie (blaue Linie), ein weiteres Abrutschen zu verhindern - was eben aber schon passiert ist. Die schönen Aufschläge seit dem Tief am vergangenen Donnerstag haben den bullisch eingestellten Marktteilnehmern doch nicht genügend Selbstbewusstsein gegeben. Auf die Hochstimmung folgt nun wieder Katzenjammer.
Die Trigger-Marken für Trade-Aktivitäten liegen nun bei 6.000 und 6.120 Punkten auf der Oberseite und 5.950 und 5.900 Punkten auf der Unterseite. Geht es also wieder zurück über die runde Kursmarke, so gehe ich long. Ebenso, wenn das Kurshindernis bei 6.120 Punkten aus dem Weg geräumt wird. Short-Einstiege nehme ich vor, sobald die Unterstützung bei 5.950 Punkten unterschritten wird, und im Falle eines Abrutschens unter die 5.900er-Marke. Kommt der Dax nach zuvor deutlich tieferen Notierungen wieder über die Kurszone um 5.950 Punkte hinaus, werde ich eine Long-Position eröffnen.
Gestriges Ergebnis: nicht gehandelt
Dax - 30-Minuten-Chart - CFX Trader
Dax (DAX.I): Vorbörslich stürzt der Dax ab.
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden. Bei Trades mit überschaubarem Kursziel ziehe ich den Stopp aber auch enger an.
