Die richtige Diversifikation führt zum Erfolg
Andreas Lambrou in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 28. Januar 2011, 20:00 Uhr
ENL5454
Vor einigen Tagen hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem wohlhabenden Anleger, der mich in Singapur besuchte. Es war sein erster Besuch in Singapur und er war, wie jeder der schon einmal hier war, natürlich vollkommen begeistert von dieser Stadt und von der Schaffenskraft der Asiaten.
Obwohl er in Bezug auf China Anlagen immer sehr skeptisch und zurückhaltend war, erkannte er, dass China mehr als nur ein billiger Warenproduzent ist. Anhand der Entwicklungen in Singapur verstand er nun, warum die Städte in China so unnachgiebig wachsen.
Obwohl China noch gute 30 Jahre hinter der Entwicklung von Singapur herläuft, muss man festhalten, dass China insgesamt sogar noch größere Wachstumsmöglichkeiten besitzt. China besitzt
eigene Rohstoffe, ein riesiges Hinterland zur Nahrungsmittelproduktion, günstiges Land und natürlich 1 Milliarde Menschen. Hätte Singapur die gleichen Voraussetzungen, so wäre es wohl das
mit Abstand reichste Land der Welt.
Kurzum, ich konnte wieder einen Anleger mehr davon überzeugen, in Asien zu investieren. Er
fragte mich auch, wie ich hier anlege.
Meine Antwort:
Die vernünftigste, sicherste und langfristig gewinnträchtigste Art zu investieren ist es, sich zunächst
ein paar Kernpositionen heraus zu suchen. Dies kann ein Fonds, ein Gesamtmarktzertifikat oder ein
ETF sein. Dabei ist es gar nicht mal so wichtig wie hoch die Einzelpositionen gewichtet sind. Wichtig ist dabei nur, dass man auf eine ausgewogene Mischung achtet.
Also viel China, deutlich Russland evtl. Indien, ein paar Rohstoffe, Dividendentitel und ein paar konservative Empfehlungen, mit denen Sie sich identifizieren können.
Ein konservativer Anleger freut sich über 10% bis 15% Kursgewinn und 4% Dividende, während der zumeist jüngere spekulativer eingestellte Anleger, lieber 50% oder 100% Gewinn machen will und dabei gerne auf Dividenden verzichten kann. Dafür nimmt er aber auch größere Schwankungen seiner Position in Kauf.
Am besten ist es, entweder einen Kernbetrag anzulegen, den Sie für die nächsten 2 bis 3 Jahre keinesfalls benötigen, oder Sie kaufen langsam - am besten in Korrekturphasen wenn diese Werte einmal 10% oder 20% nachgeben - immer wieder stückchenweise hinzu. Wenn die Aktien neue Höchstkurse erreichen und Sie zum Beispiel zwischen 20% und 50% verdient haben, können Sie auch jederzeit wieder ein wenig verkaufen, um Liquidität aufzubauen. Wobei die Gewinnmitnahmen langfristig gar nicht entscheidend sind für den Anlageerfolg. Viel wichtiger ist es kontinuierlich Positionen aufzubauen und daran festzuhalten.
Die Kernpositionen
-
Die Kernpositionen sollten von Aktien mindestens 30% Ihres Wertpapierdepots ausmachen.
-
Zudem sollten Sie weitere 20% in Edelmetallen, vor allem Gold, halten!
-
Darüber hinaus sollten Sie eine dynamische Komponente in Ihrem Depot haben. Dies sind die chancenreichen Aktien, mit denen Sie schlussendlich nicht nur 50% oder 100% pro Einzelinvestment verdienen wollen, sondern sogar 150%, 200% und mehr... Auch hier sollten Sie um so mehr auf eine breite Streuung achten. Dies heißt, dass Sie in dieser Kategorie das Ziel verfolgen sollten mindestens 5 bis 10 Werte zu halten.
Wenn Sie Ihr Portfolio nach diesen Kriterien zusammengestellt haben, kann eigentlich gar nichts mehr schief gehen.
Natürlich weiß ich aus eigener Erfahrung, dass die Versuchung groß ist, weniger auf ein ausgewogenes Portfolio zu achten, sondern maximal 3 bis 4 Aktien zu kaufen, um den großen
Gewinn zu machen. Obwohl ich tatsächlich einige Anleger kenne, die sich auf diese Art ein hohes Vermögen erspekuliert haben und in wenigen Jahren bspw. aus 100.000 über 1 Mio. gemacht haben, ist der Mehrheit der Investoren jedoch nicht damit gedient, es gleich so spekulativ werden zu lassen.
Eine Garantie dafür, dass Sie mit nur 3 bis 4 Aktien vollkommen und absolut richtig liegen, wird Ihnen niemand geben können.
Außerdem sind auch solide 20% Kursgewinn doch schon erheblich. Es müssen ja nicht immer 100% oder 200% sein. Im Tiger&Dragon, wo wir unter anderem natürlich auch auf eine derartige Diversifikation nach Kernpositionen setzen, erreichen wir derzeit eine positive Trefferquote von 71%. Wenn wir die abgeschlossenen Empfehlungen bei der Betrachtung hinzuziehen, also jene, welche bereits in den letzten Jahren mit Gewinn verkauft wurden, so liegt die Trefferquote sogar bei über 80%.
Wofür auch immer Sie sich entscheiden, es kommt vor allem auf die richtige Diversifikation an!
Herzliche Grüße
Ihr Andreas Lambrou
P.S.: Testen Sie doch einmal die Diversifikationsstrategie des Tiger&Dragon und lesen Sie 4 Ausgaben zum Preis von einer Ausgabe. Gratis gibt's die aktuellen Sonderreports zu den Trendthemen LED und Goldinvestments dazu. Hier geht es zum Test: Tiger&Dragon
ähnliche Beiträge:
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von L Breuss (31.01. 2011 10:17 Uhr):
Ich habe gelesen, dass aktuell wieder ziemlich viel heisses Geld in die Schwellenländer fliesst. Die zentralbanken sind ja auch fleissig am drucken. Wie schätzen Sie die Gefahr ein, dass dieses Geld in naher Zukunft plötzlich wieder abgezogen wird, mit den üblichen Folgen?
Antworten