Die Probleme sind weltweit nicht zu unterschätzen
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 25. Mai 2010, 17:00 Uhr
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Die Crashgefahr ist hoch angesichts der schwelenden Schuldenkrise, wieder neuen Bankenopfern und weiter zunehmenden Konflikten: Von Griechenland über Thailand bis jetzt auch noch zum Konflikt zwischen Nord- und Südkorea (was die asiatischen Börsen heute Nacht stark belastete) - wenn es noch weiter kracht auf der Welt, bleibt auch der charttechnisch ohnehin zunehmend angeschlagenen Börse der "Krach" nicht mehr lange erspart! Das zuletzt recht positive Sentiment kombiniert mit Charts, deren Aussehen sich weltweit rasant eintrübt, sind eine höchst brisante Mischung! Heute sah es bereits äußerst brenzlig aus. Viel darf nicht mehr zusammenkommen, dann werden äußerst wichtige Unterstützungen gebrochen, viele Stopps damit ausgelöst. Der Mini-Crash neulich würde schnell überboten.
Die Industrie in der Eurozone kann sich vor Aufträgen kaum retten
Gleichzeitig zu diesen Problemen erhalten wir aber auch immer wieder positive Zahlen aus der Wirtschaft: So wurde heute ein Anstieg der Auftragseingänge der Industrie in der Eurozone im März um 5,2% vermeldet. Aufs Jahr hochgerechnet sind das stolze 19,8%. Das sagt uns: Die europäische Industrie wächst wieder, und das nicht zu gering. Doch das zeigen uns die Indizes schon länger, wie üblich hat die Börse es vorweggenommen.
Aber in den USA und Asien sind erste Bremsspuren zu erkennen
Bleibt die Frage: Ist diese Zahl ein kurzlebiges Phänomen durch den schwachen Euro, der europäische Waren im Ausland besonders günstig macht? Denn gleichzeitig zeigen die Frühindikatoren aus den USA einen scharfen Rücksetzer, Asiens exportlastige Wachstumslokomotiven ächzen unter dem Kampf gegen die Inflation ebenso wie unter der währungsgestützten Konkurrenz aus Europa. Und hierzulande sehen sich die Südländer durch die Sparbemühungen neuerdings wieder einer voraussichtlich heftigen Rezession gegenüber. Fangen die Börsen also gerade an, das Szenario einer zweiten, möglicherweise noch schlimmeren weltweiten Rezession einzupreisen? Die Gefahr wächst mit jedem neuen Problem, das jetzt noch zusätzlich auf die Tagesordnung gesetzt wird.
Aber natürlich sollten Sie jetzt nicht sofort die Flinte ins Korn werfen. Fangen sich die Indizes auf aktuellem Niveau, bieten gerade ausgewählte kleine Aktien, die vom Export profitieren, nach der Korrektur sehr interessante Chancen. Detaillierte Informationen zu Anlagemöglichkeiten erhalten Sie wie immer in den Premium-Diensten des Investor-Verlags wie z.B. Oxford-Club, Value-Investor, Wahrer Wohlstand oder dem Rohstoff Investor.
Ich wünsche Ihnen noch eine erfolgreiche Woche. Mit herzlichen Grüßen
Ihre Daniela Knauer
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