Die Presse hat es wieder einmal gewusst

Klaus Buhl in zum Thema Aktien
vom


nun wird es wieder spannend an den Börsen! Die meisten internationalen Indizes verzeichneten sechs Verlusttage in Folge und sind häufig bereits unter ihre kurzfristigen Aufwärtstrends gerutscht. Auch einige wichtige horizontale Unterstützungen, wie z.B. die Zone von 5.550 Punkten im DAX, wurden zumindest zeitweise unterschritten.


Was ist passiert?

Obwohl (oder gerade weil) die Presse heute in Moll berichtet, ist meiner Meinung nach bisher folgendes passiert: NICHTS. Dies schreibe ich nicht, da ich ein notorischer Optimist bin, sondern weil es zu früh ist um festzustellen, ob die Rallye nun endgültig beendet ist oder nicht. Es ist völlig normal, dass Börsen zwischen einem überkauften und einem überverkauften Zustand pendeln. Ebenso alltäglich ist es, dass sich Rückschläge meist ereignen, wenn man nicht mehr damit rechnet. Sollte der DAX zwischen 5.400 und 5.500 Punkte wieder einen Boden finden, würde ich die aktuelle Bewegung als eine gesunde Verschnaufpause bezeichnen. Egal in welche Richtung sich der Markt in den kommenden Tagen auch wenden mag, wird heute wieder einmal die Hilflosigkeit der Presse deutlich. Händeringend wird nach Gründen für die letzten schwachen Tage gesucht und wieder einmal müssen angeblich schwache Wirtschaftsdaten herhalten. Dabei gab es in den letzten Tagen genau so viele positive wie negative Nachrichten. Diese Argumente bringen einen Investor nicht weiter. Meiner Meinung nach liegen die Gründe ganz einfach im inneren" Markt, der seit etwa zwei Wochen konstant unter Mittelabflüssen leidet. Ebenfalls tauchen immer mehr Aktien unter ihre von Vermögensverwaltern beachtete 50-Tage-Linie! Die Qualität der marktbreite" nimmt also ab, was kein gutes Zeichen ist. Aber dennoch kann dieser Prozess auch schnell wieder drehen, da nicht absehbar ist, wieviel Liquidität noch an der Seitenlinie auf Anlage wartet. Ein Signal dafür könnte das überraschend positive US-BIP des dritten Quartals sein, welches um 3,5 % wuchs. Genau so gut könnte sich die erste positive Reaktion der Marktteilnehmer auch als Bullenfalle herausstellen. Da die Lage noch viel zu unsicher ist, empfehle ich ganz simpel, sich zunächst etwas zurückzuhalten! Die Bären brüllen momentan sehr laut, ich bin mir aber nicht sicher, ob sie nicht voreilig brüllen!

Rhön-Klinikum AG strebt Wachstum an

Die Rhön-Klinikum AG aus Bad Neustadt zählt zu den am schnellsten wachsenden Klinikbetreibern in Deutschland. Schwerpunkt der Aktivitäten sind dortige Herz- und Gefäßkliniken, aber auch weitere Kliniken die im Laufe der Zeit erworben wurden. Mittlerweile werden 50 Kliniken und 15 medizinische Versorgungszentren betrieben. Heute teilte der Klinikbetreiber mit, sein Ergebnis für das dritte Quartal um 15 % gesteigert zu haben. Für das dritte Quartal wies die Rhön-Klinikum AG einen Konzerngewinn von 31,4 Mio EUR aus. Der Umsatz stieg um knapp 9 % auf 583 Mio EUR. Die Zahl der im Klinikverbund behandelten Patienten kletterte um 11%. Den Ausblick für 2009 präzisierte das Unternehmen, der unverändert bei 2,3 Mrd EUR liegen soll.

Einige Analysten kritisierten die bisher erzielte EBIT-Marge von 7,5 % als zu gering und forderten hier weitere Anstrengungen. Ich persönlich hingegen finde die Aktie sehr interessant, da der Trend im deutschen Gesundheitswesen zu weiteren Privatisierungen geht. Rhönklinikum strebt Akquisitionen an und steht in konkreten Verhandlungen. Da aber nicht jede weitere Klinik mit den bisherigen exakt zu vergleichen ist, könnte sich die eben angesprochene EBIT-Marge leicht verbessern - oder natürlich auch verschlechtern. Übrigens erwartet der Konzern eine Privatisierungswelle im Krankenhausbereich in naher Zukunft und hat daher vorsorglich" im August eine Kapitalerhöhung durchgeführt, die brutto 460 Mio EUR in die Kasse spülte. Analysten gehen aber davon aus, dass dem Dienstleister mindestens 900 Mio EUR für Akquisitionen zur Verfügung stehen.


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