Die Philosophie des Geldes
Alexander Green (US-Korrespondent) in Investoren Wissen
vom 25. Juni 2009, 16:00 Uhr
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Die Philosophie des Geldes: Was es bedeutet, wirklich wohlhabend zu sein
Liebe Leser, als junger Mann in meinen Zwanziger-Jahren arbeitete ich als Aktienbroker in einem örtlichen Unternehmen. In Kürze verdiente ich ein sechsstelliges Einkommen. Dann kamen das funkelnagelneue Haus am Seeufer, das Wasserski-Boot, der Jaguar XJ-6 und all die anderen Spielsachen.
Ich sparte praktisch nichts. Wenn meine Freunde auf Parties - die häufig stattfanden - kamen, nahmen die meisten von ihnen an, dass ich reich war.
Ich war nichts dergleichen; ich hatte über die wahre Philosophie des Geldes nichts gelernt.
Reichtum ist nicht dasselbe wie Einkommen. Wenn Sie viel Geld verdienen und es jedes Jahr "hinauspusten", sind Sie nicht reich. Sie leben nur auf hohem Niveau.
Reichtum ist, was Sie ansammeln, nicht, was Sie verdienen. Und er kann sicherlich nicht daran gemessen werden, was Sie ausgeben.
Wie wird der Durchschnittsmensch reich? Nicht durch die Gründung einer Software-Firma oder indem er die "Third Base" (Begriff aus dem Baseball) für die Yankees spielt, kann ich Ihnen versichern ...
Das Studium der Millionäre nebenan
Thomas Stanley und William Danko verbrachten Jahre damit, das Leben "alltäglicher Millionäre" zu studieren. (Jeder achte Haushalt in den USA hat ein Nettovermögen von mehr als einer Million Dollar.)
Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse vor mehr als einem Jahrzehnt in ihrem Bestseller Der Millionär nebenan:
Wohlhabende Leute verfolgen normalerweise einen dem Ansammeln von Geld förderlichen Lebensstil. Im Laufe unserer Untersuchungen entdeckten wir sieben gemeinsame Nenner zwischen denjenigen, die Reichtum erfolgreich aufbauen:
Kurz gesagt, Stanley und Danko entdeckten, dass Ihr Nettovermögen größtenteils ein Ergebnis der Entscheidungen ist, die Sie getroffen haben.
Aber trifft das nicht auf die meisten Dinge zu?
Wo Sie sich heute befinden, ist teilweise eine Sache der Umstände. Aber es hängt auch von der Art ab, wie Sie Ihre erhaltenen Karten ausspielen. Und das Spiel ist nicht zu Ende ...
Das Problem besteht darin, dass wir lernen, rückwärts zu schauen. Und dabei kann das Leben nur gelebt werden, indem man vorwärts geht.
Für zu viele gilt, dass wir nur im Laufe der Zeit - und durch Versuche und Fehler - entdecken, was es mit Geld wirklich auf sich hat. Was es für uns tun kann. Was es uns kostet.
Und das Lernen auf dem harten Weg kann schrecklich teuer sein ...
Die Philosophie des Geldes: Reichtum in seiner wahrsten Bedeutung
Unlängst habe ich viel über die Philosophie des Geldes nachgedacht und darüber, was es bedeutet, wohlhabend in der wahrsten Bedeutung des Wortes zu werden.
In der Tat habe ich gerade ein Buch darüber geschrieben. Kürzlich veröffentlicht, es heißt "Das Geheimnis von Shelter Island: Geld und worauf es ankommt" (engl. 'shelter' = Schutz, Zuflucht).
Ich habe den Witz und Verstand von großen Geld-Meistern wie Warren Buffett, John Templeton und J. Paul Getty einbezogen. Aber ich habe mich auch auf große Denker wie Cicero und Aristoteles bis zu Epiktet und Marcus Aurelius gestützt.
Was können die alten Griechen und Römer uns über Reichtum heute sagen? Sehr vieles. Wie Seneca vor mehr als zweitausend Jahren sagte, "Geld hat noch keinen reich gemacht".
Wahrer Reichtum hängt nicht nur von der Höhe Ihres Bankguthabens ab. Ja, es geht zum Teil um die finanzielle Freiheit. Aber es geht auch um eine besondere Herangehensweise an das Leben, eine bestimmte Einstellung.
Das Geheimnis von Shelter Island
Um das zu erfassen, habe ich "Das Geheimnis von Shelter Island" in vier grundlegende Abschnitte unterteilt:
- In "Ein reicher Verstand" beschreibe ich die Denkweise, die für eigentlich alle Schöpfer von Reichtum üblich ist. Und ich zeige, wie es immer noch möglich ist, wohlhabend zu werden, sogar in den Klauen des großen Konjunkturrückgangs.
- Im zweiten Abschnitt "Was am meisten von Bedeutung ist" beschreibe ich Grundsätze, die jeder Kapitalanleger wissen und verwenden sollte. Und ich demonstriere, wie man sein "echtes Nettovermögen" berechnet. (Sie werden dazu keine Rechenmaschine oder Bilanz brauchen.)
- Im dritten Abschnitt "Einstellungen und Dankbarkeit" teile ich einige der stärksten Einblicke, die ich in mehr als 25 Jahren als Geldmanager und Finanzanalyst erhalten habe. Viele von ihnen haben mehr mit Ihrer Gemütsverfassung zu tun, als mit dem Stand Ihres Wertpapier-Portfolios. Und Sie sollten sicherlich wissen, wie das eine das andere beeinflusst.
- Im letzten Abschnitt "Die Suche nach Sinn" richte ich meinen strengen Blick auf die vielen Sachen, die Geld für Sie tun kann, und ebenso auf die, die es nicht kann. Bevor jemand Jahre seines Lebens der Verfolgung eines besonderen Zieles widmet - finanziell oder nicht - sollte er um diese Dinge wissen und sie verstehen.
Dieses Buch ist bei weitem die beste Arbeit, die ich jemals vollbracht habe, die wichtigste Sache, die ich jemals geschrieben habe.
Niemand sollte all diese Lektionen auf die harte Weise lernen müssen.
Erfolgreiches Anlegen
Alexander Green
KOMMENTAR ZUM ARTIKEL VON HERR GREEN:
Ich denke, Herr Green spricht ein paar sehr gute Punkte an. Besonders der Unterschied zwischen hohem Einkommen und Reichtum erscheint mir sehr wichtig. Sein Buch habe ich jedoch nicht gelesen und kann mich somit hierzu nicht äußern.
Beste Grüße
Alexander Hahn