Die Perspektive von Fab Touree
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 6. Mai 2010, 07:30 Uhr
ENL5454
Aus der Perspektive von Fabolous Fab gilt (genauso wie aus meiner Perspektive):
Wenn man Banker und Hedgefonds finden kann, die dumm genug sind, solche selbst gestrickten riskanten Derivate zu übernehmen - ohne sich zu fragen, was diese enthalten - dann erfüllt man eine öffentliche Dienstleistung. Man trennt Banken und Hedgefonds von ihrem Geld. Es ist besser, wenn das Geld in den Händen von jemandem ist, der weiß, was er damit tut - wie Fabulous Fab selbst.
Aber lassen Sie uns einmal vorstellen, dass Fabulous Fab an richtig Zaster geraten ist. Und lassen Sie uns vorstellen, dass er nicht in der Stimmung ist, das auf die eigenen Jackass-Derivate zu setzen.
Was wird er dann mit dem Geld machen?
Ah...hier an dieser Stelle müsste ich den Beitrag abbrechen und den Fernseher ausschalten und genau darüber nachdenken, was eigentlich in der Welt vor sich geht. Ich müsste den Zirkus rund um Goldman Sachs vergessen. Die Nachrichten vergessen. Ich müsste selbst die Information" über die Märkte vergessen.
Jetzt ist es Zeit zu denken. Es geht hier um reales Geld, von dem wir sprechen. Nicht nur um Kasino-Chips.
Fabulous Fab ist kein Idiot. Er würde sich - wenn er vernünftig Geld anlegen will - anschauen, was mit den griechischen Anleihen passiert. Und er wäre skeptisch gegenüber allen staatlichen Anleihen. Schließlich sind die Probleme Griechenlands nicht so anders als die von einem halben Dutzend anderer Länder - inklusive der USA. Ok, die Schuldenprobleme Griechenlands haben die Investoren in die relative Sicherheit der USA fliehen lassen - was die Zinskosten für die USA senkt und es für die Regierung leichter macht, ihre Schulden zu finanzieren.
Aber das Problem ist das: Das Problem von zu viel Schulden kann auch durch niedrige Zinsen und noch mehr Schulden nicht gelöst werden. Die USA laufen in dasselbe Problem, das Griechenland nun hat. Nur mit dem Unterschied, dass das Problem der USA noch größer ist...und dass es um eine erheblich größere und reichere Nation geht, die dann gerettet werden müsste.
Fabulous Fab würde das alles erkennen...er würde erkennen, dass die Zinsen in den USA kurzfristig noch sinken können, aber langfristig steigen - denn die Regierung muss sich immer mehr Geld leihen, nur um so weitermachen zu können. Und letztlich werden die Gläubiger höhere Zinsen haben wollen. Und das wird lange vor einer möglichen Abstufung durch Moodys und Standard and Poors sein.
Diese Rating-Agenturen haben zuletzt Spanien, Portugal und Irland weiter herabgestuft. Und Reuters meldete, dass Griechenland im Falle einer Staatspleite über 265 Milliarden Dollar Staatsanleihen neu verhandeln müsste.
Griechenland jetzt. Dann Spanien. Dann Irland. Dann Großbritannien. Dann die USA.