Die Panik von 1837
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 02. Oktober 2006 07:30 Uhr
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„Es ist an der Zeit, sich mit der Panik von 1837 zu befassen“, sagte mein Mann aus Pittsburgh, Byron King. „Einer der überzeugenderen Beobachter der damaligen Zeit war Ralph Waldo Emerson, der versuchte die alten Standards aufrecht zu halten und gegen die leichte Moral des neuen Zeitalters anzugehen.“
„‚Diese Invasion der Natur durch den Handel mit seinem Geld, seinen Krediten, seinem Dampf, und seinen Eisenbahnen’, klagte er, ‚droht das gesamte Gleichgewicht der Menschheit durcheinander zu bringen und eine neue universelle Monarchie zu etablieren, die noch tyrannischer ist als die von Babylon oder Rom.’“
„Es ist interessant, dass Emerson auch die ‚Eisenbahnen’ kommentiert. Sein Kumpel Henry Thoreau sagte einst: ‚Nicht die Menschen fahren auf den Eisenbahnen, die Eisenbahnen fahren auf uns.’“
„Emerson hat die Panik von 1837 sogar als eine lehrreiche Lektion für die neuen Monarchen der Produktion begrüßt. ‚Ich sehe auch Gutes in einem so stark empfundenen und universellen Unglück...’
„Er sah die Panik von 1837 als einen Rückschritt für die Laster der Finanzen, als die Zerstörung der Geldwechsler im Tempel, als Rache an denen, die Nichts gegen Etwas handelten und die das ehrliche Streben der arbeitenden Leute dieser Welt aufsaugten. Emerson war ein Meister der altmodischen harten Arbeit, der mechanischen Künste, der rohen Schöpfung, der Erzeugung sinnvoller Sachen aus dem Lehm und den Steinen der Erde...“
„‚Der amerikanische Arbeiter schlägt zehnmal mit seinem Hammer zu, während der Arbeiter im Ausland nur einmal zuschlägt. Er besiegt diesen Ausländer, als wären die Schläge gegen ihn gerichtet.’“
„‚Ich sehe diesen Menschen als einen Glücklichen, der, wenn es um die Frage nach dem Erfolg geht, seine Arbeit als Antwort vorweist, und nicht den Markt, nicht die Meinung, nicht die Kundschaft. In jeder Kunstfertigkeit der menschlichen Beschäftigung, ob mechanisch oder künstlerisch, ob in der Seefahrt, der Landwirtschaft, der Gesetzgebung, gibt es unter denen, die die Arbeit verrichten jene, die ihre Arbeit oberflächlich erledigen oder einfach nur damit sie gemacht ist, und so schlecht wie sie nur wagen. Und es gibt die Arbeiter, denen die Last des Geschäftes zufällt: Diejenigen, die die Arbeit lieben, und die es lieben, wenn sie richtig gemacht wird, die ihre Aufgaben um ihrer selbst Willen beenden. Und der Staat ist der glücklichste, der die meisten dieser Fertiger hat. Die Welt wird zumindest gegenüber diesen Fertigern immer gerecht sein: sie kann nicht anders.’“
„‚Derjenige, der in der Lage ist, mag in Sicherheit auf die Gelegenheit warten, dass es gespürt und geschätzt wird, und er wird wissen, dass sie sich nicht herumdrücken werden. Die Menschen reden so, als sei der Sieg etwas Schicksalhaftes. Arbeit ist Sieg. Wo immer die Arbeit getan wird, wird der Sieg errungen.’“
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Ein vereintes Europa?
Ich liebe Europa. Es ist ein Gebiet so groß wie die USA, aber es wurde nicht in der gleichen Weise vereinheitlicht wie die 50 Staaten. Die Leute sprechen unterschiedliche Sprachen. Sie haben unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie die Dinge laufen sollen. Sie wachen eifersüchtig über ihre Käsesorten, ihre Biere, ihre Sitten. Man kann um 8 Uhr morgens ein Flugzeug in Paris besteigen und um 11 Uhr in einem Dutzend unterschiedlicher Länder sein – jedes mit seinen eigenen Besonderheiten. Heute habe ich z.B. den Tag in Irland begonnen, bin dann zur Arbeit nach London gereist und bin jetzt auf meinem Weg zum Abendessen in Paris.
Europa soll angeblich vereinigt sein, aber da habe ich meine Zweifel. Die Staatschefs Europas mögen in Brüssel zusammentreffen, aber jeder Staat fühlt sich von den Eurokraten bedroht. Und sie greifen ihre eigenen Politiker an, weil sie es nicht schaffen herauszufinden, wie man gemeinsam vorwärts kommt mit den Kollegen aus den anderen Ländern, um ein besseres Europa auf die Beine zu stellen ... sondern nur die eigenen Nation gegen die Fremden schützen. Selbst in Brüssel verkehren die unterschiedlichen Clans nicht wirklich miteinander, wenn sie nicht unbedingt müssen. Die Franzosen halten sich an die Franzosen ... die Deutschen an die Deutschen ... und die Engländer? Davon wollen wir gar nicht erst anfangen. „Die Hinterwäldler fangen in Calais an“, sagten die Briten einst. Wenn sie es auch heute nicht mehr sagen, sie glauben es immer noch.
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Wasser Marsch!
„Jede städtische Metropole im Westen braucht Wasser“; sagte John Carpenter, ein Rancher im Ruhestand und ehemaliger Abgeordneter des Staates Nevada.
„Las Vegas in Nevada ist ein klassischer Fall“, berichtet Chris Mayer. „Jeden Monat kommen 5.000 neue Bewohner hinzu. Der Colorado River liefert 90% des Wassers für Las Vegas. Aber die Washington Post stellte kürzlich fest, dass Las Vegas ‚Diät hält, mit einer Wasserverteilung, die vor Jahrzehnten zugeteilt wurde, als Las Vegas noch eine Kleinstadt war.“
„Die Stadt braucht mehr Wasser. Diejenigen, die für die Bereitstellung von Wasser zuständig sind, suchen nach neuen Wasserquellen. Ihr Plan ist es, Wasser führende Schichten überall im Land anzuzapfen. Manche dieser Wasserquellen sind hundert Meilen weit entfernt. Es besteht schon ein Plan für ein 250 Meilen langes Netzwerk von Leitungen das frisches Wasser aus den Nevada Valleys bringen soll. Es ist ein Projekt von 2 Milliarden Dollar.“
„Ein Problem stellt das dar, was oberhalb dieser Wasser führenden Schichten ist. Kleine Städte und Farmen, die nicht dulden wollen, dass ihr Wasser abgezapft wird und die nicht riskieren wollen, dass ihr Land zu einem Staubbecken verkommt. ‚Die Täler in Nevada sind majestätisch und wasserarm’, berichtet die Post, ‚abschüssiger Boden bedeckt von Greasewood-Büschen und Alfalfa-Feldern, die über Quellen oder Brunnen, die die Rancher selbst gegraben haben, bewässert werden.’ Tiere – Hasen, Kojoten und Antilopen – versammeln sich an den Wasserlöchern.“
„All das wäre in Gefahr, wenn man die Täler trocken legte. Die Leute wissen, was im Owens Tal in Kalifornien passiert ist, als man es vor hundert Jahre trocken legte, um Wasser für LA zu haben. Das einst üppige Tal ist heute Ödland.“
“Das führt zu Spannungen zwischen den wachsenden Städten, die Wasser brauchen und den ländlichen Gegenden, die es haben. Bislang gewinnen die Städte. Kalifornien, Phoenix und Salt Lake City beziehen Wasser aus weit entfernten Quellen.“
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