Die Minen sind zurück - und sinnen auf Vergeltung!
Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 17. Mai 2006 07:30 Uhr
ENL5454
(Teil 1)
Eine große, dennoch eher wenig beachtete Neuigkeit ist (und selbst wenn Sie momentan noch nicht denken, dass es eine große Neuigkeit ist, dann werden sie es bald tun) die Bekanntgabe, dass Japan seine seit langem bestehende Politik der Null-Zinsen beenden wird!! Aufgemerkt! Da stehen zwei Ausrufezeichen, die ich geschickt zur stärkeren Betonung eingesetzt habe. Bei Bill Fleckenstein erfahren wir: „Die Bank of Japan hat offiziell die Politik der quantitativen Erleichterung beendet, mit einer Ankündigung, dass man die Mindestreservesätze für das Bankensystem um 80% erhöhen wolle.“
Die Mindestreservesätze der Banken um 80% erhöhen! Ich bin erstaunt! Ich bin besorgt! Wo zur Hölle sollen die Banken jetzt das Geld hernehmen, das sie verleihen?
Die japanische Politik der Null-Zinsen ist die Grundlage des gesamten „Carry Trade“: Leih dir Geld von den japanischen Banken, ohne Zinsen dafür zu zahlen, und kauf dir amerikanische Schatzanleihen, die vier Prozent bringen. Jim Willie CB von der GoldenJackass.com Website schreibt: „Die Auflösung des Yen Carry Trade ist womöglich der größte Veränderungsfaktor der Finanzwelt in diesem Jahr, deren Abwicklung zwei Jahre andauern und ein stetiges Auf und Ab mit sich bringen wird. Wenn es sich so entwickelt, dann wird der Schaden für Investitionen, die mit dem geliehenen Geld gekauft wurden, alles durchdringen.“ Dann zitiert er einen anderen Typen. Einen Analysten von HSBC, der sagt: „Der Yen Carry Trade wird später im Jahr zu einem Ende kommen, und dann wird es ganz hässlich werden, selbst wenn es noch nicht ganz zur Gesundschrumpfung gekommen sein wird.“ Und der Ökonom von Monument ist der Meinung, dass „die Welt so etwas noch nie erlebt hat, deshalb gibt es ein hohes Risiko für Fehler.“ Natürlich hat die Welt so etwas noch nie erlebt. Niemand ist je zuvor so dumm gewesen!
Aber meine Frau ist auch hier im Zimmer, und deswegen will ich nicht über die Dummheit in Bezug auf Jim Willie reden, weil es dann immer unvermeidlich auf ihren ständigen Vergleich hinaus läuft, und darauf, dass er so schlau ist und ich so dumm und dass sie ganz schön verrückt sein muss, weil sie nicht einfach ihre Taschen packt und geht. Also sage ich „Na los, geh doch!“ Und sie sagt: „Vielleicht mache ich das auch!“ Aber sie tut es nie, und dann habe ich noch einen Grund, schlecht gelaunt zu sein. Stattdessen sagt er: „Am Ende des Weges ist ein bösartiger zweiter Zyklus sicher, der sich durch steigende Zinssätze, Immobilienschwierigkeiten, wirtschaftliche Einschränkungen, Druck durch die Preisinflation, Gewinne bei Gold und einen leidenden amerikanischen Dollar auszeichnen wird.“
Aber die Flucht zu Gold hat bereits begonnen, wie Roger Wiegand von TraderTracks.com berichtet. „Der GFMS Bericht des World Gold Council sagt, dass die Goldnachfrage in Tonnen im letzten Jahr um 26% gestiegen ist. Die Nachfrage nach Schmuck lag trotz dieser höheren Preise alles in allem um 14% höher, was bedeutet, dass die großen Jungs und das dicke Geld so langsam aber sicher den Weg zum Spiel mit Gold gefunden haben.“
„Nachdem der gegenwärtige Zyklus, sagen wir, 2000 begonnen hat“, fahren sie fort, „kann man davon ausgehen, dass noch 10 Jahre vor uns liegen, in denen man bullish auf Gold und andere Rohstoffe sein wird, in einer inflationären und flüchtigen Phase. Mit jedem weiteren Jahr können die Goldpreise nur noch schneller steigen.“
Marc Faber, vom Gloom, Boom and Doom Report hört das und sagt: „Mein Ziel für den Goldpreis ist ein Anstieg auf zwischen 5.000 und 10.000 Dollar in den nächsten 10 Jahren.“
Nichts davon ist den Minenbesitzern entgangen, wie David Bond von SilverMiners.com schreibt. Er berichtet, dass die 74. Jahresversammlung der Prospectors and Developers Association of Canada im Metro Centre in Toronto „14.000 Menschen anzog! Siebenhundert Aussteller. Die Minen sind wirklich zurück! Und sie sinnen auf Vergeltung.“
Und dann haben die Leute angefangen mich zu fragen: „Was zur Hölle ist los mit Gold?“ Ich muss natürlich sehr lachen, weil sie denken, dass ich überhaupt von irgendetwas irgendeine Ahnung haben könnte. So fragt z.B. ein Leser namens Hunter R.: „Warum kam es zur der letzten Korrektur, wenn die Idioten, die in unserer Regierung sitzen, doch immer weiter Öl in die Flammen gießen, die irgendwann unsere Währung verzehren werden?“ Eine gute Frage!
Meine Antwort lautete: „Stell dir Ratten vor, die in eine Ecke gedrängt sind. Zu denken, dass sie nicht auch zu den allerletzten Mitteln greifen würden, macht für eine betroffene Ratte keinen Sinn.“ Um es kurz zu machen, sie haben Gold in all diesen Jahren manipuliert, indem sie Gold „geshortet“ haben, und jetzt hängen sie am Haken von mehr Gold, als tatsächlich auf der Welt existiert. Und sie denken, das sie jetzt aufhören würden und ihre Sachen zusammenpacken? Hahaha!
Wenn Sie nicht glauben, dass sie die Märkte manipuliert haben, dann haben Sie wohl nicht den interessanten Aufsatz des Gold Anti-Trust Action Committees, auch bekannt unter dem Namen GATA, gelesen. Dieser Essay trägt den Titel: „Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich bekennt sich zu einem Programm zur Unterdrückung des Goldpreises.“
Alan Greenspan gab zu, dass es ein Programm zur Unterdrückung des Goldpreises gegeben hat. Die europäischen Zentralbanken gestanden das gleiche. Barrick Gold gestand ein solches Programm im amerikanischen Amtsgericht in New Orleans am 28. Februar 2003. Die Notenbank Australiens bekannte sich zu einem solchen Programm im Jahresbericht 2003. Und jetzt auch noch die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, die Zentralbank der Zentralbanken, indem sie sagt „die Bereitstellung von internationalen Krediten und gemeinsamen Bemühungen um die Preise von Vermögenswerten zu beeinflussen (besonders Gold und Devisen) unter Bedingungen, bei denen man das für sinnvoll halten könnte.“
Ich soll es dieser Bank, einer seltsamen Ansammlung von nicht zurechnungsfähigen internationalen Bankern und andern Idioten, überlassen einzuschätzen, ob die Manipulation von Preisen und die Verzerrung von Märkten „sinnvoll“ ist? Hahaha! Und das auch noch auf unsere Kosten. Was für ein Haufen von Kriechern! Kein Wunder, dass ich sie auf den Tod nicht ausstehen kann.
(Teil 2 folgt im morgigen Daily Observer)