Die Minen sind zurück - und sinnen auf Vergeltung (Teil 2)
Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 18. Mai 2006 07:30 Uhr
ENL5462
(Teil 2, Teil 1 erschien im gestrigen Daily Observer)
Aber es kann auch sein, dass sie den Falschen gefragt haben, als sie wissen wollten, was gerade am Goldmarkt los ist. Sie hätten z.B. vielleicht Toni Straka bei PrudentInvestor.blogstop.com fragen sollen, der schreibt, dass der letzte Preisrückgang vielleicht eine Reaktion auf die Verkäufe der Zentralbanken sei. „In der Woche, die am 3. März endete, haben drei Zentralbanken mit Sitz in der Eurozone Gold für 133 Millionen Euro verkauft, nachdem sie in der Woche zuvor Gold im Wert von 75 Millionen Euro losgeworden waren.“
Aber sie sind verdammt dazu, zu versagen. Dan Denning schreibt, dass die höheren Goldpreise einfach nur ein Teil dieses Bildes sind. „In den Himmel steigende Gold- und Ölpreise werden von in den Himmel steigenden Inflations- und Zinssätzen begleitet werden. Die bequeme Phantasiewelt, wo die Verbraucherpreise nicht steigen und der Dollar seine Kaufkraft nicht verliert, wird zusammenbrechen. Wenn Öl in Dollar ausgezeichnet steigt – entweder aufgrund von geopolitischen Spannungen oder wegen des zunehmenden Erkennens, dass das Erreichen des Produktionsgipfels Realität ist – wird der Ansturm aufs Gold wachsen. Denn harte Vermögenswerte wie Gold werden dann nicht nur schick sein: Sie werden unverzichtbar sein, um den Wohlstand zu halten. In der Welt, die uns erwartet, werden Dollarscheine immer suspekter erscheinen, während Gold immer zuverlässiger und notwendiger werden wird.“
Und es geht nicht nur um Gold! Hören Sie, was Greg Silverman zu sagen hat: „Silber hatte bei 1,50 Dollar 1973 einen Tiefstwert erreicht, und 1980 mit 40 Dollar einen Spitzenwert. Projeziert man das auf heute, dann hat Silber ein Ziel von 675 Dollar. Das ist ein Anstieg von 6.600% von den gegenwärtigen Preisen. Gold hatte mit 35 Dollar 1971 einen Tiefstwert erreicht und einen Spitzenwert von 850 Dollar 1980. Projeziert man das auf heute, dann hat Gold ein Ziel von 13.000 Dollar vor sich. Das ist ein Anstieg von 1.400 Prozent von den gegenwärtigen Preisen.“
Und wo wir gerade von Silber reden, ich erhielt einen Brief, in dem es hieß, dass es zwar Uneinigkeit über die Menge von Silber auf der Welt gibt, dass aber der entscheidende Punkt nicht sei, ob es 500 oder 600 Millionen Unzen sind. Selbst wenn wie durch Zauberhand die Gesamtmenge an Silber an den Märkten verdoppelt würde, dann ist das immer noch zusammen nur Silber im Gegenwert von 10 Milliarden Dollar, ein Betrag, der geringer ist als der, den die Amerikaner jedes Jahr für das Futter ihrer Haustiere ausgeben.
Der Brief stellt weiterhin fest: „die informierte Minderheit hat bereits angefangen, Silber aufzukaufen und zunehmend beginnt auch die Allgemeinheit damit. In einem Laden für Edelmetalle, den ich kenne, werden große Mengen an Gold gekauft. Aber Silber geht wie verrückt. Ein einziger Kunde hat zuletzt eine Bestellung über 300.000 Dollar von dem Zeug aufgegeben.“
Und was den lang erwarteten ETF für Silber angeht (in den USA ist der Handel nun gestartet), schreibt er: „Auch die Briten haben einem solchen ETF bereits zugestimmt. Er soll in einem Monat den Betrieb an der Londoner Börse aufnehmen. Und, nicht zu vergessen, die Börsen für Gold und Rohstoffe in China und Dubai fangen auch an, Silber zu traden.“
Und ganz plötzlich bin ich so bullish wie nie zuvor.
ähnliche Beiträge:
- Die Minen sind zurück - und sinnen auf Vergeltung!
- Junior-Minen in 2010
- Dieser Gold-Wert überzeugt auf der ganzen Linie
- Fallender Tantalpreis bringt Minen zum Aufgeben
- Die Wolframproduzenten
- Silber: ewiges Primärmarktdefizit!
- Ein außergewöhnlicher Minen-Trend
- Ausblick 2009, Teil 2
- Nichts strahlt heller als Gold – Teil 2
Artikel weiterempfehlen