Die Märkte zum Wochenbeginn
Alexander Hahn, Investoren Wissen vom 08.02.2010 16:00
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Alexander Hahn
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eine weitere schlechte Woche für die Bullen ging letzten Freitag zu Ende. Der Dax fiel um über 3% auf nur noch 5434 Punkte, während der amerikanische S&P 500 (dank einer Rallye in den letzten Börsenstunden) weniger als 1% verlor und mit 1066 aus dem Handel ging.
Der Bullisch Pronzent Index des NYSE fiel ebenfalls weiter und bildete ein neues Verkaufsignal. Der aktuelle Stand beträgt ca. 60 Punkte und der Status ist nun "bear confirmed". Bisher zeigt der interne Markt bei keinem Marktdatenanbieter ein Anzeichen von Stärke. Mit erhöhtem Risiko in dieser Handelswoche ist also aus dieser Perspektive betrachtet weiter zu rechnen.
Abb.: P&F Chart des NYSE BP Index
Der VIX konnte trotz des kurzfristigen Ausverkaufs am letzten Donnerstag und Freitag seine bärische Widerstandslinie (BRL) in der 2-Punkte-Skalierung nicht brechen. Um dies zu erreichen, müsste er im Verlauf der neuen Handelswoche auf über 32 Punkte steigen. Aus Sicht des VIX haben wir es noch immer mit einem kleinen Korrekturszenario zu tun. Sollte der Index jedoch über 32 Punkte steigen und damit seine BRL brechen, müsste diese Lage neu beurteilt werden.
Abb.: P&F Chart des Volatilitätsindex VIX
Der US-ETF "SPY", welcher die Kursbewegung des S&P 500 nachbildet, hat indes in der 1-Punkte-Skalierung das erste Verkaufsignal seit Juli 2009 erzeugt. Allerdings verläuft eine weitere Trendlinie bei 104 Punkten (im Chart unten), welche dem Index vorerst Unterstützung bieten sollte.
Abb.: P&F Chart des US ETF "SPY" (S&P 500 Tracker)
Wer hätte gedacht, dass die US-Märkte am Freitag nach dem Ausverkauf zu Handelsbeginn noch eine positive Tagesperformance abliefern würden. Wie Sie dem Chart des S&P 500 entnehmen können, fiel der Index nach Eröffnung auf 1043 Punkte, um im weiteren Tagesverlauf eine kleine Rallye hinzulegen und bei 1066 Punkten zu schließen (vgl. grün umrandeter Candlestick, = sog. „Bullish Hammer“). Wenn es am heutigen Handelstag zu einer Eröffnung des S&P 500 von über 1066 Punkten kommt, so ist die Candlestick-Formation „Bullish Hammer“ bestätigt.
Abb.: Tageschart des S&P 500 Index
Ob der S&P 500 es jedoch wirklich schaffen wird, über seine vom Hoch aus dem November 2007 schräg fallende Trendlinie zu steigen, bleibt abzuwarten. Auf Höhe von 1150 Punkten liegt zudem das 50% Fibonacci Retracement (gemessen vom Top 2007 bis in hin zum Tief im März 2009). Historische Bärenmarktrallyes endeten sehr oft, wenn 50% der vorangegangenen Abwärtsbewegung korrigiert wurden.
Abb.: Wochenchart des S&P 500 Index
Großer Gewinner der letzten zwei Wochen war zweifelsohne der US-Dollar. Dieser konnte gegenüber allen anderen großen Währungen deutlich zulegen. Aus technischer Sicht ist der US-Dollar kurzfristig überkauft, mittelfristig hat er jedoch noch sehr viel Potential nach oben.
Abb.: Tageschart des US-Dollar-Index
Wenn der US-Dollar steigt, ist es nicht unüblich, dass Rohstoffe sich entgegengesetzt entwickeln. Getreu dieser Devise floss letzte Woche viel Geld aus dem Rohstoffmarkt. Der Reuters/Jefferies Rohstoff Index hat am vergangenen Freitag seinen Aufwärtstrend vorerst gebrochen. Wie es mit den Rohstoffen weitergeht, wird maßgeblich von den weiteren Entwicklung der Aktienmärkte und des US-Dollars abhängen. Eine Rückkehr des Bärenmarktes würde sicherlich viele zuvor heiß gelaufene Rohstoffe (Platin, Palladium, Zucker, Kupfer) belasten und wieder in „Richtung Süden“ schicken.
Abb.: Wochenchart des Reuters/Jefferies Rohstoff Index
Getrieben durch viel Spekulation, dass Spanien bald ein ähnliches Staatsbankrott-Szenario wie Griechenland droht, fielen die spanischen Aktienindizes (abgebildet ist ein US-ETF, welcher den MSCI Spain Index nachbildet) in den letzten beiden Wochen deutlich zurück. Seit seinen jüngsten Hochs im Oktober 2009 ist der Spanien Index um über 37% gefallen. „Der Bär“ hat die Spanier aufgrund von Sorgen um die Zahlungsfähigkeit des Staates wieder heimgesucht. Ein Szenario, was mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bald anderen Staaten wie z.B. den USA oder Großbritannien drohen dürfte.
Abb.: Wochenchart des US ETF EWP (MSCI Spain Index)
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