Die Leute sind die Politik
Byron W. King in Traders Daily
vom 13. Oktober 2008, 12:00 Uhr
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Wir müssen nicht nur damit rechnen, dass die Kosten für fossile Brennstoffe in den nächsten Jahren steigen. Wirklich, wer denkt denn heute noch, dass Kohle oder Öl günstiger werden? Steigende Brennstoffkosten werden die Wirtschaft für die fossil-befeuerte Energieerzeugung zusammen mit steigenden Kapitalkosten weiteren Schaden zufügen.
Und trotz des relativen Kostenvorteils für den Strom aus Kohle, betrifft die Debatte um den Klimawandel die Energiemärkte. Unsicherheit über die Zukunft des „CO2-Regimes" sind hier ein Schlüsselfaktor.
Es gibt dazu viele Fragen. Was ist, wenn es ein System von „Deckelung und Tausch" auf nationaler oder weltweiter Basis geben wird? Die Präsidentschaftskandidaten beider Parteien diskutieren darüber. Und ein solches System würde sich in unterschiedlicher Weise manifestieren. Es könnte sein, dass wir landesweite Beschränkungen der CO2 Emissionen erleben. Oder es könnte Steuern auf CO2 geben. (British Columbia hat bereits eine kleine Steuer auf CO2. Und was passiert mit kleinen Steuern? Ja, natürlich!)
Hinzu kommt, dass die Vereinigten Staaten bei unterschiedlichsten Abkommen einsteigen könnten, die die allgemeinen CO2-Emissionen regeln.
Was wird das für die amerikanische Industrie, sowohl im Inland als auch international bedeuten? Es geht hier nicht um müßige Überlegungen, Große Unternehmen wie General Electrics bereiten sich in ausgiebiger Weise auf eine Zukunft mit Einschränkungen für das Verbrennen von Kohlendioxid vor.
Selbst heute leben wir mit den Auswirkungen der Debatte über den Klimawandel. Die Aussicht auf eine dramatische Regulierung des Kohlenstoffausstoßes hat bereits die Wirtschaft für die Kohleindustrie verändert. In den vergangenen beiden Jahren haben wir zahlreiche Streichungen geplanter amerikanischer Kohlekraftwerke zwischen Texas und Montana, Pennsylvania und North-Carolina erlebt.
Gleichzeitig sind aber die erneuerbaren Energiesysteme ein schnell wachsender Industriezweig. Aber die erneuerbaren Energiesysteme können in keiner Weise dem Maß der zukünftigen Nachfrage kurz- oder mittelfristig nachkommen. Die industrielle Infrastruktur ist ganz einfach nicht vorhanden, um große Mengen von Wind-, Solar-, oder Geothermikanlagen zu bauen.
Jeder, der sagt, dass wir innerhalb der nächsten vier Jahre gewaltige Mengen von erneuerbaren Dingen hier oder da haben werden, der weiß ganz einfach nicht, wovon er spricht.
Sie dürfen sich also sicher sein, dass Energieeffizienz und die Kontrolle der Nachfrage (durch höhere Preise und kluge Dosierung) die kurzfristigen Reaktionen sein werden. D.h. in Orten, an denen die Verbraucher von täglich fluktuierenden Energiepreisen betroffen sind, dürfen wir heute erwarten, dass die verpflichtenden Effizienzmaßnahmen an Boden unter den Füßen gewinnen.
Und wenn es der nächste amerikanische Präsident nicht schafft, die Sache mit der Energie in Ordnung zu bringen, dann wird es auch nicht mehr darauf ankommen was er sonst tut.