Die Lagerstätte stellt ein komplexes geologisches Gebilde dar
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 18. Juli 2008, 17:00 Uhr
ENL5454
Liebe Leserin, lieber Leser,
nachdem es uns in der letzten Ausgabe um Schwierigkeiten für die Ressourcenschätzung durch die Mineralisierung ging, fokussieren wir als nächstes auf ein etwas größeres Bild. Wir sehen uns die geologische Struktur des Vorkommens an. So eine Lagerstätte ist meist nicht ein genau abgegrenzter trichterförmiger oder senkrechter Bereich, wie es später beim Abbau oft erscheint. Sondern es kommen in den geologischen Schichten Faltungen, Brüche, Verschiebungen u.ä. vor. Diese werden häufig noch nicht bei ersten oberflächlichen und weiter voneinander entfernt liegenden Bohrungen entdeckt.
Mit jeder neuen Ressourcenschätzung kann sich das Bild der Lagerstätte verändern
Bei einer ersten Schätzung geht man möglicherweise von einer durchgehenden Mineralisierung aus, die sich später nicht bestätigen lässt. So kann es sein, dass dann ein Teil der dazwischen liegenden Ressource wieder verschwindet, wenn die Informationen genauer werden. Ebenso kann aber natürlich auch der positive Fall eintreten, dass die Ressource ursprünglich unterschätzt wurde. Dann kristallisiert sich im Lauf der nächsten Ressourcenschätzungen heraus, dass es sich um einen viel größeren Komplex handelt.