Die Kosten eines Euro-Austritts

in Rohstoff Daily
vom


 

Liebe Leser, wenn Sie schon länger Rohstoff Daily lesen, dann wissen Sie, dass ich immer davon ausgegangen bin, dass es nicht Griechenland, aber Spanien sein kann, dass der Euro-Zone das Genick bricht. Denn ein Spanien unter dem „Rettungsschirm" dürfte bald auch ein Italien nach sich ziehen und wenn dann noch Zweifel an Frankreich laut werden, ist die Zone Geschichte. Und wenn das passiert, dann werden hohe Summen in Gefahr geraten.


 

Zum Beispiel diese hier:

 

  • Deutschland haftet mit 400 Milliarden Euro für den Rettungsblödsinn namens EFSF und ESM (obwohl die Haftung eigentlich auf 211 Milliarden begrenzt sein sollte)...

  • Deutsche Investoren halten rund 550 Milliarden Euro in Euro denominierten (und nicht-deutschen) Bonds

  • Die Target-Forderungen der Bundesbank liegen bei über 650 Milliarden Euro (extrem grob erklärt: dieses Geld wurde über die EZB an andere europäische Notenbanken verliehen. In was wollen Sie es zurück haben? In Neu-Drachme oder lieber Neu-Lira?)

  • Die EZB hat rund 1 Billion Euro über ihre langfristigen Refi-Ops an, sagen wir's wie es ist, notleidende Banken verliehen. Rund die Hälfte floss an spanische und italienische Banken. Und nun raten Sie mal, wer die höchste Beteiligung an der EZB hat. Klar, wir!

  • Und nicht zuletzt ist die EZB auch noch der stolze Eigentümer von mindestens 250 Milliarden Euro an im Grunde doch bald wertlosen Staatsanleihen von Euro-Ländern in übelster Bedrängnis.

 

Um das ganze zusammen zu fassen: alles was die Zone killt, killt auch die EZB und alles was die EZB killt, wirkt sich vor allem auf die Länder aus, die den größten Anteil an der EZB haben. Mit anderen Worten: Deutschland!

 

Und das sind jetzt nur mal die ganz direkten Auswirkungen und ersten Kosten.

 

Wenn dann noch ein Banken-Run dazu kommt, der sich über weitere Teile Europas ausbreitet, dann kommen wir wieder in die alte Banken-fallen-immer-wie-Dominosteine-Problematik, wie wir sie schon bei der von den Amis ausgelösten Bankenkrise anno 2008 sahen - und, ich weiß, die wenigsten von Ihnen mögen Banken (wer mag die schon?), aber leider funktioniert unser System eben auch nur so lange, wie auch die Banken funktionieren. Und weil das so ist, rettet die Politik immer wieder ein paar Banken (obwohl sie die eine oder andere auch gehen lassen könnte..aber eben nicht alle) - und zwar, natürlich, mit Steuergeldern. Womit auch sonst?

 

Aber nehmen wir an, wir überstehen das alles und kehren dann zur D-Mark zurück. Ich sage es Ihnen gleich: Verabschieden Sie sich vom Aufschwung (der ja aktuell sowieso schon in Frage steht), denn unser Export-Markt (und wir sind nun einmal sehr vom Export abhängig) wird auch im besten Falle einen Knacks erfahren (vielleicht lässt sich das ein wenig abfedern, wenn uns die lieben Chinesen weiterhin unsere Produkte abkaufen...den Knacks gibt's trotzdem, denn ein Zerfall der Zone bringt die Weltwirtschaft in die Rezession, kassiert die Ami-Erholung und schwächt auch das Wachstum der Emerging Markets ab, die sich aber, davon bin ich überzeugt, schneller erholen werden..).

 

Trotzdem, den Knacks wird's geben (schließlich machen unsere größten Exportmärkte in Europa dann die schwerste Krise durch) und der bedeutet, Wachstum in Deutschland runter, steigende Arbeitslosigkeit, geringerer Konsum. Zugleich wertet wahrscheinlich die D-Mark erstmal auf.

 

Daraufhin folgt dann die politische Konsequenz des Keynesianismus, mit Zinssenkungen der Bundesbank und Konjunkturmaßnahmen.

 

Wenn die D-Mark aufwertet, dann verteuern sich unsere Exporte weiter, während die Importe günstiger werden und unsere Handelsbilanz aus dem Gleichgewicht gerät. Weiterhin wird man versuchen die D-Mark zu schwächen.

 

Und was ich für sehr realistisch halte, ist, dass aus diesem Szenario, dann (bei jetzt schon steigenden Sachwertpreisen) auch die Gefahr einer Blase (evtl. Immobilien?) wächst. Und was dann passiert, wissen Sie ja alle, jede Blase platzt und hinterlässt Trümmer.

 

Und diese Trümmer könnten schließlich noch mehr Sprengkraft haben, denn in der Zwischenzeit werden die Staatsschulden deutlich weiter ansteigen und wenn dann die Refinanzierungskosten unseres Staates ebenfalls weiter ansteigen...ach ja...na ja, mehr muss ich ja nicht dazu sagen, schauen Sie sich die Spanier und Italiener an.

 

Ach ja, hätte ich fast vergessen: ein unkontrolliertes Auseinanderbrechen der Euro-Zone könnte natürlich auch noch ganz andere Konsequenzen nach sich ziehen. Politisch verliert Europa für sehr lange Zeit deutlich an Gewicht auf internationaler Bühne und was im Inneren Europas passieren könnte...na ja wer weiß?! Ich will jetzt nicht die üblichen Bürgerkriegsszenarien in den Südländern an die Wand malen, aber ganz ehrlich, ich würde mich nicht wundern, wenn Europa-Anlagen schließlich mal als risikoreicher als China- oder Brasilien-Anlagen eingestuft werden.

 

So long liebe Leser....klar zu all dem muss es nicht kommen....ich kann schließlich auch nicht in die Zukunft schauen, aber es handelt sich um denkbare Szenarien...die zugegeben von wenig Vertrauen in die Politik zeugen....aber ich wäre nicht Ihre Daily-Autorin, wenn ich Sie nicht wenigstens von denkbaren Szenarien in Kenntnis setzen würde...liebe Grüße und denken Sie noch einmal drüber nach....

 

Ihre Miriam Kraus

 

Zum ersten Teil von: Warum ein Euro-Austritt teuer wird
von
Miriam Kraus
Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine gesuchte freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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Kommentar von Nikolaus

als würden wir die verliehenen und verbürgten gelder je wiedersehen (vielleicht nominell und fast wertlos). Ein Ende mit Schrecken ist immer billiger als .... echter kapitalismus muss die ganzen subventionierten pleite-banken-länder-firmen etc. pleite gehen lassen! vorher geht auch nichts vernünftig und ehrlich wieder aufwärts.

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Kommentar von Erhard Langegger Österreich

Guten abend Frau Kraus! Es ist alles eine Frage der Zeit , es wird ein neues Geld geben. Das alte Geld der westlichen Welt wird eines Tages auf Null gestellt. Es wird auch die E U zerfallen. Wir werden bei Null anfangen. Seit bestehen unserer Zeitrechnung war die Welt noch nie so hoch verschuldet. Jeder der denkt es wird schon wieder alles ins Lot kommen der irrt sich gewaltig. Es werden als einziges die Sachwerte überstehen. Eine gewaltige Währungsreform werden wir erleben.

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Kommentar von CRL

Liebe Frau Kraus, beeindruckend gemacht, habe ich recht, wie schon 2009 geschrieben, daß Angie Schuld ist, daß sie §125 'neu umgekehrt gefaßt und EZB Schrottkäufe propagiert hat' - und die Kosten eines Rauswurfs damals nur ca 150Mrd € kollateralschaden (Abschreibungen) für die Verbleibenden gewesen wären? Ex-aktiver PRO-DMker.

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Kommentar von Gerhard Wolbert

Sehr gute überlegte Zusammenfassung des zu erwartenden Disasters. Mfg. Gerhard Wolbert

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Kommentar von Gerhard

Hallo Miriam, wie immer, ein sehr sachlicher und interessanter Bericht, der die nicht so bekannten Gesamtzusammenhänge verständlich erklärt. Ich bin kein Fachmann, aber ich glaube ein totaler schmerzlicher Neuanfang, eine Währungsreform, könnte die Probleme lösen. Die verrückten Haftungen für Alles und für Jedes ist doch nur ein gefundenes Fressen für Euro Anwälte etc. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Jedes Land sollte wieder für sich selber sorgen. Wenn wir so weiter "retten", wie sieht Europa und die Welt in 5 Jahren aus? Ziehen wir mit einer Währungsreform und einer Gesamtentschuldung endlich einen Strich unter dieses künstlich beatmete Kartenhaus --- wie steht Deutschland, wie steht Europa dann in 5 Jahren da? Ist sicherlich eine Überlegung wert. Beide Lösungen sind schmerzhaft, aber man muß doch mal diese von den Politikern gesteuerte, blödsinnige Flickschusterei aufhören. Mich würde sehr interessieren was andere Bürger darüber denken. Mit freundlichen Grüßen Gerhard

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Kommentar von Bernd

Hallo Frau Kraus, ich gebe Ihnen in allen Punkten Recht und weil das so dramatisch ist, werden die Politiker alles versuchen diesen Prozeß aufzuhalten. Aber weil sich Europa nicht einig wird und eine politische Union, ein "Vereinigtes Europa" von den Völkern nicht akzeptiert wird, werden wir Deutschen in einer Transferunion solange bezahlen, bis auch der letzte Investor erkennt, dass Deutschland auch nicht alles bezahlen kann. Dann wird die aktuelle Kapitalflucht in deutsche Staatsanleihen enden und dann endet die Refinanzierung Europas. Dann wird ganz Europa zahlungsunfähig mit oder ohne Euro. Dieser Tag wird kommen, da bin ich mir ziemlich sicher weil jeder Politiker nur an die nächste Wahl denkt und immer weiter neue Geschenke dem Wahlvolk verspricht. Vielleicht können Sie darüber nachdenken (und schreiben), wie man sich für diesen Tag anlagentechnisch am besten aufstellt. Damit meine ich nicht die Aldis und Quiants, die ihr Kapital in der ganzen Welt verteilen und auswandern, sondern den kleinen Mittelständler, dr in Deutschland bleiben will oder muß und vielleicht 200.000 oder 400.000 Euro für seinen Lebensabend gespart hatte. Viele Grüße Bernd Hagemeister

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Kommentar von Prof Michael von Dahlern

Es wäre hilfreich, wenn Sie in Ihrem Kommentar, anstatt der pauschalen Allgemeinplätze, konkrete Zahlen nennen würden. z.B. Auflistung von Berechnungen mit konkreten Zahlen für für ganz bestimmte einschätzbare Ereignisse. Diese Zahlen müssen Sie im übrigen nur abschreiben, da sie natürlich längst auf dem Tisch liegen (aber bitte nur unterlegte Zahlen mit Verfasserangabe, keinesfalls Zahlen von "sog. Politikern".Dann wäre zu beantworten, ob Deutschland schon diese Summen stemmen könnte. Gegenübergestellt werden müßten dann die Summen für den Verbleib im Euro und eine fundierte Abschätzung über eine mögliche Verteidigung des Euro (In diesem Zusammenhang empfehle ich einmal die Auseinandersetzung mit den diesbezüglichen Aussagen von Milton Friedmann Anfang des Jahrhunderts kurz vor seinem Tode. Das Thema Euro ist viel zu ernst, als das man damit so oberflächlich umgehen darf, wie das in besonderer Weise in Deutschland und hier in besonderer Weise von deren "sog. Politikern" erfolgt. Die Deutschen haben schon immer die Neigung gehabt, Realitäten auszublenden und an unrealistische Ziele zu glauben. Ich erinnere i.d. Zusammenhang an die Ausrufung des "Totalen Krieges" in 09/44, oder "den ewigen Bestand" der Berliner Mauer 100 Tage vor deren Fall. Die normative Kraft des Faktischen hat sich bekanntlich dann mit ganz anderen Ergebnissen durchgesetzt. Ich unterstelle einmal, daß dies auch in der Euroentwicklung so laufen wird. Insofern wäre es hilfreich für Ihre Leser, wenn Sie diesen verwertbare Informationen für deren zukünftge Handlungsweise an die Hand geben würden. mfg / MvD

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Kommentar von Walter Zehendner

Liebe Frau Kraus, Ihre Überlegungen sind nur dann richtig, wenn es gelingen würde, die EU Schuldensünder, die Griechen, Spanier Italiener usw. dank Fiskalpakt in wenigen Jahre zu guten "Süd" Deutschen umzupolen. Das wird aber nicht gelingen, denn über Jahrhunderte gewachsene Nationaleigenschaften kann man nicht in wenigen Jahren ändern. Weil das aber so ist, ist ein Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende (Dauersubvention von nord nach Süd). Also, das Ende des Euro mag teuer werden, Die künstliche Aufrechterhaltung des Euro aber noch teurer, jedenfalls für die Deutschen !

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Kommentar von Klose

Liebe Frau Kraus! Raus aus dem Euro und das so schnell wie möglich. Kein Land der Eurozone hält sich an die Maastricher Verträge. Warum sollten wir uns dann an unsere Zahlungsverpflich- tun gen halten. Das es auch ohne Euro gut geht beweisen Länder wie Norwegen, Schweden, Dänemark, England oder auch die Schweiz. Das wird immer verschwiegen. Für mich ist der Euro so sicher wie die Titanic auf der Jungfernfahrt. Ich rechne noch in diesem Jahr mit einem Rausschmiss der Griechen. Die waren ja bereits vor Eintritt in die EU bankrott. Und in den nächsten Jahren werden andere Länder folgen. Also, raus aus dem Euro. Man kann nicht Schulden mit Schulden bekämpfen. Mfg. B.Klose

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Kommentar von Richard Martin

Sehr geehrte Frau Kraus, zunächst möchte ich feststellen, dass Ihre Beiträge sehr kompetent und verständlich sind – auch für Menschen, die keine Finanzexperten sind. Gibt es die in der Politik überhaupt? Aber an einem zweifele ich. Sie schreiben über die Targetforderungen, Refi-Ops und Staatsanleihen. Ihre Überlegung: In was wollen Sie es zurück haben? In Neu-Drachmen oder lieber Neu-Lira? Sie glauben doch nicht allen Ernstes, dass wir, egal, ob wir Euro oder DM haben, das Geld jemals wiedersehen? Wenn wir aber beim Euro bleiben, ist das erst der Anfang vom Geldverpumpen. Andere Länder ziehen nach, bis uns dann irgendwann die Luft selbst endgültig ausgeht. Noch eine andere Überlegung: Wenn die Länder, die in Schieflage geraten sind, genau wissen, dass ihnen immer wieder geholfen wird, wo ist denn dann der Anreiz und der Wille, ihr Land in Ordnung zu bringen? Deutschland pumpt doch weiter Geld. Dafür müssen wir uns dann von den Griechen als Nazis beschimpfen lassen. (Wie geschehen, unsere Kanzlerin in der griechischen Presse in SA-Uniform abgebildet). Außerdem bedeutet das Ende des Euro keinesfalls das Ende der Eurozone. England und Dänemark z.B. haben auch eigene Währungen und gehören zur Europäischen Union. Sie schreiben, dass wir im Falle der DM-Rückkehr uns vom Aufschwung verabschieden könnten. Ich glaube vielmehr, dass wir mit dem Euroklotz am Bein uns viel eher verabschieden müssen. Es heißt, Deutschland sei der Wirtschaftsmotor in Europa. Aber, wie lange läuft denn noch ein Motor, wenn er immer höher belastet wird und der Treibstoff ausgeht? Und zu den Banken: Die wirtschaften doch genauso planlos wie Griechenland. Der Staat hilft schließlich. Sie haben Schulden über Schulden, aber zahlen bereits wieder Boni und satte Gehälter in Millionenhöhe. Nur ein Beispiel: Commerzbankchef Martin Blessing und seine Vorstandskollegen bei dem teilverstaatlichten Institut (mit 16 Milliarden Steuergeldern gerettet – also 16 000 mal 1 Million) können sich in diesem Jahr über deutlich mehr Gehalt freuen. Martin Blessing erhält ein Gehaltsplus von 160%. Wie anständig ist denn das? Was hat der Mann eigentlich geleistet? Vor 10 Jahren z.B. stand die Aktie bei über 45 EU – jetzt steht sie bei 1,35 EU. Die armen Kleinanleger, die auf das Geschwätz der Finanzbosse gehört haben. Finanzieller Fast-Totalverlust. Dann beklagen Sie, dass unser Exportmarkt Schaden nimmt. Wenn weltweit andere Länder finanziell in die Kniee gehen, was glauben Sie, wer uns dann noch Waren abkaufen kann. Ob Euro oder DM – es kommt auf das Gleiche hinaus. Und wo ist die Logik, dass ich anderen Ländern Geld geben muss, damit sie mir mit meinem Geld etwas abkaufen können. Da wäre es besser, man würde die Lohnpolitik gegenüber den eigenen Leuten verändern – denn wer mehr verdient, kann auch mehr kaufen – ergo: die Inlandsnachfrage und die Steuereinnahmen steigen (was ja auch nicht gerade schlecht ist). Jedenfalls bin ich fest davon überzeugt, dass wir ohne Euro nicht mehr die Melkkuh in Europa wären und im fairen Wettbewerb weit besser dastünden. Sicher wird der Euro-Ausstieg teuer – aber der Verbleib wahrscheinlich noch wesentlich teurer. Mit freundlichen Grüßen Ihr Richard Martin

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Antwort von Joe Dorm:

Sehr vereehrte Frau Kraus, ich lese Ihre Kommentare immer mit großem Interesse, weil sie nicht Mainstreamkonform sind, aber doch mehr Wahrheit aufzeigen, als manche vertragen können. Persönlich glaube ich nicht an ein Überleben des Euro. Strategisch wurde damals Kohl instruiert mit der Umsetzung zu beginnen, und Merkel führ das fort, was die FInanz- und Wirtschaftsbosse bestimmt haben. Das Experiment EU war, meiner Meinung nach, von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Ich glaube, es ging damals wie heute darum lediglich ganz Europa zum Kollaps zu treiben, damit die Finanzwelt sich die lecker Bröckchen billig einverleiben kann. Wer die ganze Entwicklung seit dem 2. Weltkrieg nach Fakten betrachtet, und das tut jeder vernunftbegabte Mensch, genauso wie ein Schachspieler, weiß, das im System etwas ganz gewaltig stinkt. Niemals wird man so unterschiedliche Kulturen und Denkweisen, sowie Lebensstile nicht vereinheitlichen und unter einen Hut bringen können. Sicher, die Deutschen hat man im Laufe der Zeit entsprechend konditioniert, als Kunsumsklaven ohne Hirn durchs Leben zu traben, aber bereits an den Griechen sieht man das es ganz unmöglich ist so große kulturelle Unterschiede unter einen Hut zubekommen. Es gibt nur eines, genausoviel Fiatgeld in die Welt zu pumpen wie die Fed und dabei ein grinsendes Gesicht auflegen, oder endlich, und das sollte man meiner Meinung nach tun, ein schnelles Ende mit Schrecken vorziehen, anstatt weiterhin die Zukunft unserer Kinder und Enkel vor die Wand zu fahren. Dabei könnte man dann zeitgleich die fiesesten Politwanzen aus dem Verkehr ziehen und möglicherweise auch zur Rechenschaft ziehen. Letztendlich geht es ja um den Fortbestand der deutschen Kultur und des deutschen Volkes, welches seit Adenauer auf der Abschussliste steht. Es zählen nur Fakten, und die scheinen mir eindeutig. Gruß Joe D.

Antwort von Hartmut Schwab:

Hallo Frau Kraus, Sie haben eine beeindruckende Liste von Kosten aufgestellt, die Deutschland bei einem Euro-Austritt tragen müßte. Nur - es muß sie auch bei einem Verbleiben im Euro tragen, nur vielleicht etwas später, nämlich dann, wenn die Schuldenblase endgültig platzt. Bis dahin sind die von uns zu tragenden Schulden anderer aber noch weiter gestiegen, und deshalb ist ein Euro-Austritt Deutschlands auf jeden Fall billiger als ein Verbleib. Je früher, desto besser. Herzliche Grüße Hartmut Schwab


Kommentar von Knuth

Sehr geehrte Frau Kraus, Ihre Ausführungen sind interessant und im Rahmen des mainstreams. Wie fast ale vergleichbare Äußerungen berücksichtigen sie ein wesentliches Faktumnicht: Als wir in Deutschland in den 50er Jahren das Wirtschaftswunder hatten, gab es nicht nur keine Währungsunion, sondern nicht einmal eine EWG oder auch nur Euratom. Trotzdem boomte der deutsche Export dank hervorragender deutscher technischer und wirtschaftlicher Leistung. Ich stimme Ihnen daher nur in einem Punkt zu: Natürlich würde es durch den Zerfall von Euroland zunächst eine Friktion geben. Export und Finanzen müssten sich neu orientieren. Ein Schrecken ? Wenn dem so, wie Sie meinen, wirklich sein würde, dann wäre nach dem bekannten Wort ein Ende in Schrecken immer noch besser als Schrecken ohne Ende. Bei Fortbestand von Euroland werden sich die Krisen in vergleichbarer Form immer wiederholen, deutsches, hart erarbeitetes Geld wird massiv abfließen zu den Ländern, bei denen die siesta wichtiger ist, als die Arbeit. Leider kann ich Sie aber beruhigen: Frankreich ist froh über Euroland und wird una nicht daraus entlassen. Mit freundlichen Grüßen

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Kommentar von Dr Gunther Kümel

Stimmt schon, der Ausstieg wird teuer. Selbst wenn wir ausscheiden aus €, aus EU, aus NATO (denn das gehört dazu!), die Verpflichtungen nähmen wir in den neuen Staat mit. Das heißt, das Kind ist schon im Brunnen, seit Kohl und Schröder, vielleicht schon seit 1945. Aber abgesehen davon, daß Sie der Meinung sind, in den USA gäbe es eine "Erholung": Überlegen Sie einmal die Zahlen! Schon, was das merkel bis jetzt versprochen hat, kann heute niemand bezahlen, unsere Kinder (wenn wir welche hätten) auch nicht. Und sehen Sie sonst irgend jemand, der Lust hätte, sich diesen absoluten und grenzenlosen Wohlstandstransfer aufzuladen? Wenn das ESM-Gremium pfeift, muß Merkel binnen zehn Tagen ohne Diskussion jede beliebige weitere Summe auf den Tisch blättern. Und hoffen Sie vielleicht "Die werden schon nicht pfeifen"? Die brd-Politik wird GEZWUNGEN sein, das Vermögen der Sparer zu konfiszieren, Zwangshypotheken auf alle Grundstücke einzutragen (im GG steht es schon!), die Steuern noch höher zu schrauben, die Versicherungsansprüche (etwa Renten) zu beschlagnahmen. Die einzige Lösung: schleunigst Insolvenz erklären! Wir können nicht mehr zahlen. Wo nichts ist, hat der Kaiser das Recht verloren. Und dann neu anfangen. Sonst wird alles noch viel unerquicklicher! Und zum Neuanfang gehört eine gründliche Analyse, was denn schief gelaufen ist, daß die Deutschen für den Rest Europas (und so manchen anderen Teil der Welt) zahlen muß. Und eine Analyse des Geld-und Finanzsystems, in dem Geld nur als Kredit geschöpft wird, und der Arbeitende zahlt die Zinsen mit jeder Ware, die er einkauft. Und die Zinsen gehen an die Banken. Ob man sie liebt, das ist nicht die Frage: sie müssen neu strukturiert werden. Heute sind die Banken (nicht die Notenbank) die Institution, die Geld aus dünner Luft schöpfen.Und für einen Knopfdruck ewig Zinsen kassieren. Nach dem Zusammenbruch muß es die Gemeinschaft sein!

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Kommentar von Helmut B

Hallo, Frau Kraus. Alles super beschrieben. So könnte es kommen und es wäre nicht schön. Bitte beschreiben Sie doch einmal ein Szenario, wenn man ewig so weiter macht wie bisher. Dann vergleichen wir die Ergebnisse und fragen uns welcher Weg der bessere ist.

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Antwort von Joe Dorm:

Hallo Herr B. Ich bin zwar nicht Frau Kraus, aber wenn ich mal logisch weiterspinnen darf, könnte folgendes passieren: Omas Häuschen wird gerade verfrühstückt, und ist eigentlich schon weg. Was bleibt sind derzeitige Vermögen, Versicherungen, Ersparnisse. Die wird man sich unter den Nagel reissen, wärend auch vor größeren Vermögen nicht haltgemacht wird. Nur die ganz Grossen wird man nicht antasten. Wärend 99% der Leute stöhnen und jammern, und nur die Allerwenigsten eine halbwegs brauchbare Lösung haben, werden alle Anderen weiterhin entrechtet und geschröpft, solange bis der Pöbel aufsteht und die Geoutine hervorholt. Wärenddessen werden wir vermehrt in Kriege verwickelt, weil man sich erhofft, vom Gut der Verlierer zu partizipieren. Aber daraus wird eher nichts, da der große Ami-Bruder und die Chinesen sich die meisten Rohstoffe längst zugesichert haben. Also kann es nur noch gewaltsamer werden, um auf die Umverteilung Einfluß nehmen zu können. Ganz am Rande wird man bemerken, das die Rohstoffe mehr oder weniger sinnlos in nutzlose Konsumgüter und Kriegswaffen umgewandelt wurden. Betriebsstoffe für Heizung und Autos werden unerschwinglich für die Meisten werden. Diejenigen, die schon jetzt dagegen aktiv vorgehen, und oder Sympatisanten derer sind, sind schnell ausgemacht, dank fortgeschrittener Überwachung von Schäuble & Co.. Denen wirden im besten Fall Sicherheitsverwahrung zuteil. So kann man ungestörter das Werk der Bosse verrichten und sich der Massen leichter entledigen, indem man schneller zum Gau kommt. Der Euro ist dann mittlerweile genauso wertlos geworden wie der US$, aber man kann noch dafür was kaufen, denn wer den Euro nicht akzeptiert ist ein direkter Gegenspieler und gehört bearbeitet. Möglicherweise wird man den Euro und den zwischenzeitlich ins Leben gerufenen Amero zusammenlegen und versuchen gegen Asien und Russland vorzugehen. Unseren Kindern können wir dann ungeniert sagen, wie die Welt wirklich funktioniert, und das auch schon Papa als Sklave auf die Welt gekommen war, nur das er es damals noch nicht verstand. Aber das ist ja nicht so schlimm, solange man noch ein Bier und Wurst für den Tag und den danach im Kühlschrank hat, und Abends Arenasport im TV kommt. Ausserdem weiß der Spross ja nun wie das Hase hoppelt und hat ja nun einen Wissensvorsprung gegenüber Anderen. Dieser weiß aber noch nicht, das dies ihm sowieso nichts nutzen wird, wenn er als Kanonenfutter nach Asien versendet oder zum Schutz Israels Grenzen eingeplant wird. Das was dem Heute folgt, und wenn sich nichts gravierend ändert, ist grausam für die Menschen, Kultur und die Natur. Dieserart fortgesetzte Lebensweise macht geisteskrank, entartet den Menschen(vielleicht, weil er es ja eigentlich schon ist) und tötet weiterhin andere schwächere Menschen, Nationen und die Natur. Geld und andere echte Werte werden fortgesetzt von unten nach oben verbracht. Sozialität wird ein historisches Wort werden, sowie Humanität andere Werte beinhalten wird. Ich glaube nicht, das die Menschen von heute normal sind. Derzeit wäre es, von aussen betrachtet, nicht schade um die Rasse. Das Hauptproblem ist die Fed und deren Eigentümer und ähnliche Konsorten, womit ich Großindustrielle mit hinzuzähle, sowie das Heer der "es sich gutgehenlassenden" Mitläufer und Zuträger. Diejenigen, die aktiv daran beteiligt sind, Werte, Kultur und Sozialität an die Wand zufahren, zugunsten eigener Vorteile. Wärenddessen läßt sich prima mit Währungen und Rohstoffen spekulieren, wobei sich die Anzahl der Verlierer eher erhöhen wird. Aber das können ja nur noch diejenigen, die noch was haben. Wenn man für sich oder Andere was Schlechtes erkennt, muß man es bekämpfen, oder mit daran zugrunde gehen. Ich bin sicher kein Träumer, denn eine Forgesetzung dessen, was bisher gelaufen ist, ist doch unschwer zu erkennen, auch wenn es noch 20 oder 50 Jahre dauert, oder? Die Menschen lernen immer nur dann gut, wenns richtig schmerzt, und so stellt sich die Frage: Wieviel Schmerz bedarf es noch, um etwas zugunsten Aller zu verändern? Gruß Joe D.

Kommentar von Peter Paul

Tut mir leid Frau Kraus aber ich habe selten so einen Quatsch gelesen. Was wollen Sie denn mit dem Artikel bezwecken? Wenn Sie fair sind beziffern Sie doch auch mal in Ihremnächsten Artikel was uns eine Transferunion plus dem weiteren ungebremsten Kapitalabfluss Richtung Süden kosten würde. In eine weiteren Artikel könnten Sie der Frage nachgehen welche Wohlfahrtsgewinne nach Wiedereinführung der DM wir hätten durch die dann fällige stärkere Fokussierung auf die schnell wachsenden Schwellenländer in Asien und Südamerika und die durch die höheren Exportpreise notwendig gewordenen Produktivitätssteigerungen und langfristig verbesserten Wettbewerbsfähigkeit. Die Ausrichtung durch die Retterei auf die überalterten Südländer gleicht uns denen doch nur an. Auch diese Kosten könnten Sie ja mal berechnen. Von den Gesellschaflichen Losten des Verlusts an wirtschaftlicher Dynamik ganz zu schweigen.

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