Die Kosten der Beseitigung der Krise
Andreas Lambrou (Gastbeitrag) in Rohstoff Daily
vom 25. Februar 2010, 20:00 Uhr
Hurra, die Krise ist vorbei
Durch die schnelle Beseitigung der Rezession, befindet sich die Welt jetzt schon wieder in einer relativ guten Verfassung. Auch wenn es einigen Pessimisten gar nicht passt, aber ich kann Ihnen heute sagen, in Asien boomt es schon wieder gewaltig. China lief ja bereits seit Herbst 2007 in eine zyklische Abschwächung und kam deshalb bereits Anfang 2009 als erstes Land wieder aus der Krise heraus. Dennoch sehe ich trotz aller Unkenrufe der Pessimisten hinsichtlich des Wirtschaftswachstums von China, aktuell keinerlei Überhitzungsanzeichen.
Die Immobilienmärkte wachsen hier stetig mit 10% pro Jahr, die Preise für Wohneigentum liegen in China trotzdem meist deutlich unter 1.000 Euro pro Quadratmeter, Privatverschuldung ist fast nicht vorhanden, die Unternehmen investieren und dennoch sind Überkapazitäten nur temporär und in einzelnen Sektoren feststellbar, da der stark wachsende Konsum jegliche Überkapazitäten innerhalb von wenigen Jahren aufzehrt.
Die Kosten der Beseitigung der Krise
Soweit so gut, dennoch gibt es natürlich keine Suppen-Party auf der Welt, ohne eine Rechnung. Denn bislang scheint es ganz so zu sein, dass zwar jeder vom neuen vollen Suppenkessel bzw. dem Wachstum der Wirtschaft zehrt, aber die Rechnung bislang ohne den Wirt gemacht wurde.
Denn die Billionen an Liquidität, Garantien und Stützungsmaßnahmen, haben zu einer offensichtlichen Blase der Staatsanleihenmärkte geführt. Nicht nur in Griechenland oder einem anderen PIIGS-Land, sondern vor allem in den USA und ganz Westeuropa.
Steigende Gold- und Rohstoffpreise sind damit in den nächsten Jahren bereits vorprogrammiert - die nächste Krise allerdings auch. Und zwar dann nämlich, wenn der Wirt plötzlich hinter seiner Theke hervor kommt und verkündet: "die Suppe ist alle, ich mache die Rechnung fertig". Aber dieser Punkt ist noch einige Jahre entfernt. Weshalb ich mir dessen so sicher bin, dass schreibe ich Ihnen in meinem nächsten Gastbeitrag.
Herzliche Grüsse und ein nachträgliches Helau
Andreas Lambrou