Die kleine Chart-Parade: EUR/USD, GBP/USD und Gold
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 27. Oktober 2009, 08:30 Uhr
EUR/USD
Seit gestern Nachmittag bin ich short im Euro. Der Fall unter die 200er-Durchschnittslinie (lila Linie), den ich für meinen Short-Einstieg ausgesucht hatte, war gut gewählt. Einen Teil der Position strich ich sehr früh ein, damit ich risikolos die andere Hälfte laufen lassen konnte. Gestern wurde der Abverkauf des Euros weitergeführt, aber mittlerweile hat sich der Kurs wieder der 1,49er-Marke angenähert. Ich ziehe nun meinen Stopp stramm nach. Sobald der Euro die 38er-Durchschnittslinie (blaue Linie) überwindet - genauer gesagt bei 1,4911 - werde ich ausgestoppt und ich wechsel mit diesem Ereignis die Positionsrichtung.
An der 200er-Durchschnittslinie (lila Linie) gibt es dann die nächste Trigger-Marke für Trade-Aktivitäten. Da diese - bis auf gestern - an den letzten Tagen immer dem Euro als Auffangbecken bei Kurs-Rückgängen diente, wird die Durchschnittslinie nun auf dem Weg nach oben vermutlich auch nicht einfach zu überwinden sein. Scheitert der Euro-Kurs an der 200er-Linie, dann verkaufe ich den Euro (und beende eine etwaige Long-Position). Überwindet die europäische Gemeinschaftswährung jedoch den Widerstand, bleibe ich investiert bzw. gehe long. Dann wäre nicht nur die gestrige Schwächephase beendet, sondern das Erreichen des Jahreshochs ist plötzlich wieder ein realistisches Thema.
EUR/USD - 30-Minuten-Chart
EUR/USD: Nur noch wenige Pips, und meine Short-Position wird ausgestoppt.
GBP/USD
Gestern hatte ich mit meinem Ausstieg etwas Glück, da ich fast das Tageshoch erwischte. Aber auch nur fast, da die Gründe für den Ausstieg vielfältig waren und ich diese Signale nicht übersah.
Das Britische Pfund ist nun in eine Seitwärtsbewegung übergegangen, die nach oben von der 200er-Durchschnittslinie (lila Linie) und nach unten bei etwa 1,6239 - das letzte signifikante Tief; im Chart die schwarze horizontale Linie - begrenzt wird. Diese beiden Linien stellen meine Trigger-Marken dar: Wird die 200er-Linie nach oben verlassen, gehe ich long. Ein Abtauchen unter das letzte Tief lässt mich das Britische Pfund verkaufen. Dann wird die steile Abwärtsbewegung, die am Freitag durch miserable Daten zum Brutto-Inlands-Produkt eingeläutet wurde, wohl weiter fortgesetzt.
GBP/USD - 30-Minuten-Chart
GBP/USD: Die Marktteilnehmer sind sich noch uneins. Daher folgte dem steilen Absturz eine unentschlossene Phase, die den Kurs seitwärts tendieren lässt.
Gold (XAUUSD)
Auch Gold musste am gestrigen Nachmittag kräftig Federn lassen. Aufgrund der starken Korrelation - die Wechselbeziehung zwischen den verschiedenen Handelsinstrumenten - der von mir beobachteten Werte konnte ich aber natürlich nicht alles mitgehen bzw. shorten. Für alle, die gestern Gold auf der Rechnung hatten, war der Bruch der jüngsten Aufwärtstrendlinie ein idealer Einstiegspunkt. Der anschließende Fall wurde erst bei 1.035 Dollar aufgehalten. Der RSI-Index - untere Teil des Charts - wurde weit in seinen unteren Extrembereich, der für einen überverkauften Markt steht, gedrückt. In den letzten Stunden konnte sich dann Gold wieder etwas berappeln und hat nun aber, knapp oberhalb der 1.040er-Marke seine Schwierigkeiten weiter voran zu kommen.
Für mich kommen in der aktuellen Situation zwei Trigger-Marken in Frage. Einmal das frühere Allzeithoch von Mitte September bei 1.024 Dollar, welches lange Bestand hatte. Hier gehe ich long, wenn sich wieder die Bullen blicken lassen. Findet der Gold-Kurs hier jedoch keine Unterstützung, dann gehe ich short. Die 1.000er-Marke könnte dann doch noch einmal - grundsätzlich bullische Einstellung hin oder her - angelaufen werden. Die andere Variante: Wird die Aufwärtstrendlinie wieder angegangen, und kann diese überwunden werden, gehe ich long. Gelingt dies nicht und macht der Gold-Kurs an dieser Linie wieder kehrt, verkaufe ich das beliebte Edelmetall.
Gold (XAUUSD) - Stundenchart
Gold (XAUUSD): Auch Gold musste gestern kräftig Federn lassen.
Bei diesem möglichen Trade nutze ich den Spot auf Gold als Handelsinstrument. Diesen können Sie beim CFX Broker bzw. dem CFX Trader mit dem Kürzel XAUUSD ordern. Dabei fallen keine Transaktionsgebühren an und Sie müssen auch nicht erst auf die Börseneröffnung warten, um Optionsscheine oder Zertifikate auf Gold handeln zu können. Testen Sie die preisgekrönte Handelssoftware völlig kostenlos und ohne Risiko! Es lohnt sich!
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