in Profit Radar
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Hoch interessant ist dabei die Käuferstruktur. Es gibt im US-Immobiliensektor drei Arten von Käufern: Selbstnutzer (die kleinste Gruppe), Investoren und „Flipper". Flipper sind sozusagen das Gegenstück zu kurzfristigen Tradern an der Börse. Der Name kommt von dem englischen Verb „to flip", was in Deutsch „etwas umdrehen" bedeutet.
„To flip something" ist in den US-Wirtschaft ein feststehender Ausdruck und bezeichnet die Strategie der Flipper, etwas billig zu kaufen oder aufzubauen - mit dem alleinigen Ziel es schnell teuerer wieder zu verkaufen. Ein typisches Beispiel sind Internetunternehmen.
Das Ziel dieser Flipper ist es nicht, eine langfristig erfolgreiche Internetfirma aufzubauen, sondern so schnell wie möglich so viele User wie möglich zu bekommen, um die Internetseite dann an einen großen Internetkonzern zu verkaufen.
Die Strategie des „flipping" war der Hauptgrund, warum die Spekulationsblase am US-Immobilienmarkt völlig außer Kontrolle geriet. Denn wenn man etwas kauft, nur um es schnell noch teuerer zu verkaufen, spielt es keine Rolle, ob der Kaufpreis zu hoch ist. So lange man nur noch einen Doofen findet, wird das Geschäft funktionieren.
Doch zurück zur aktuellen Situation in Phoenix. Die jetzigen Käufer sind jedoch Investoren und keine „Flipper". Was ich aus Phoenix höre, kaufen die Leute Immobilien auf, um diese mittel- bis langfristig zu halten. Bei diesen Käufen ist also wirklich was dahinter. Die sind nicht nur im Markt für den schnellen Profit.
Dadurch ist die Angebotsseite in Phoenix inzwischen so stark zurück gegangen, dass die ersten Flipper die Stadt verlassen. Ein guter Freund von mir ist Spezialist für das Flippen von Wohnimmobilien. Er hat mir erzählt, dass er im Sommer aus Phoenix wegziehen wird, weil der Markt für Flipper ausgetrocknet ist. Es tut sich was im US-Immobilienmarkt! Mehr dazu in der nächsten Ausgabe.
Have a successful day,
Ihr
Daniel Wilhelmi
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