Die Januar-Regel ist kein gutes Omen
Klaus Buhl in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 5. Februar 2009, 17:00 Uhr
ENL5454
Chart SDAX: Sechs Monate
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Wieder unterhalb wichtiger Marktdurchschnitte
Leider erkennt man hier sehr gut die psychologische Misere des Marktes, der den wichtigen gleitenden 50-Tage-Durchschnitt nicht halten konnte und nun wieder unterhalb dessen notiert.
Die extrem wichtige Unterstützung zwischen 2.400 und 2.500 Punkten ist gefährlich nahe.
Dies ist deshalb bedeutend, da nun die Gefahr besteht, dass sich die Aktienmärkte konform einer zyklischen Regel verhalten die besagt, dass das Neue Jahr ähnlich wie der Januar verläuft. Ich bin wirklich kein Anhänger der Strategie, stur nach dem Börsenalmanach zu handeln, obwohl die statistische Signifikanz dieser Regel überwältigend ist. Das vergangene Jahr war so extrem, dass die meisten saisonalen Regeln in diesem Jahr auf den Kopf gestellt werden könnten. Aber dennoch bleibt ein fader Beigeschmack, denn die Januar-Regel hat klare monetäre Ursachen.
Saisonale Trends
Wer sich erfolgreich in den Märkten bewegen will, muss einige essentielle saisonaler Regeln beherrschen, da diese nicht auf Hokuspokus" beruhen, sondern auf ganz realen monetären Gestzmässigkeiten. Z.B. sollten Sie verstehen, dass institutionelle Anleger und Kapitalsammelstellen auf Jahres-, Halbjahres und Quartalsbasis große Summen in die Märkte pumpen. Alle Versionen leisten Beitrag dazu, dass gerade im Januar jedes Menge Cash" in die Märkte strömt. Da dies natürlich kein Geheimnis ist, sind November und Dezember traditionell starke Börsenmonate, da viele Investoren vorkaufen.
Was aber ist diesen Januar passiert? Trotz des frischen Geldes sind die Märkte nicht gestiegen, sondern um fast 10 Prozent eingeknickt. Das kann nur bedeuteten, dass andere Adressen, die verkaufen wollten oder mussten (Stichwort Fremdfinanzierung) einfach bis Januar gewartet haben. Doch leider war trotz des frischen Geldes das Angebot noch viel größer als die Nachfrage und die Märkte brachen förmlich ein. Das Angebot dominiert also nach wie vor die Indizes und nicht die Nachfrage, obwohl uns das allen viel lieber wäre.
Bitte verstehen sie mich nicht falsch. Dies ist keine Crash-Warnung oder die Ansage neuer Tiefs in den Indizes. Auch sind jederzeit, also auch ab heute, scharfe Bärenmarkt-Rallies möglich und sogar wahrscheinlich! Aber wer die typische Saisonalität der Märkte kennt muss gewappnet sein, dass es nach wie vor noch einige Adressen im Markt gibt, die auf Aktien sitzen, die sie lieber gar nicht hätten.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag und verbleibe mit herzlichen Grüßen
Ihr Klaus Buhl
Wieder unterhalb wichtiger Marktdurchschnitte
Leider erkennt man hier sehr gut die psychologische Misere des Marktes, der den wichtigen gleitenden 50-Tage-Durchschnitt nicht halten konnte und nun wieder unterhalb dessen notiert. Die extrem wichtige Unterstützung zwischen 2.400 und 2.500 Punkten ist gefährlich nahe. Dies ist deshalb bedeutend, da nun die Gefahr besteht, dass sich die Aktienmärkte konform einer zyklischen Regel verhalten die besagt, dass das Neue Jahr ähnlich wie der Januar verläuft. Ich bin wirklich kein Anhänger der Strategie, stur nach dem Börsenalmanach zu handeln, obwohl die statistische Signifikanz dieser Regel überwältigend ist. Das vergangene Jahr war so extrem, dass die meisten saisonalen Regeln in diesem Jahr auf den Kopf gestellt werden könnten. Aber dennoch bleibt ein fader Beigeschmack, denn die Januar-Regel hat klare monetäre Ursachen.
Saisonale Trends
Wer sich erfolgreich in den Märkten bewegen will, muss einige essentielle saisonaler Regeln beherrschen, da diese nicht auf Hokuspokus" beruhen, sondern auf ganz realen monetären Gestzmässigkeiten. Z.B. sollten Sie verstehen, dass institutionelle Anleger und Kapitalsammelstellen auf Jahres-, Halbjahres und Quartalsbasis große Summen in die Märkte pumpen. Alle Versionen leisten Beitrag dazu, dass gerade im Januar jedes Menge Cash" in die Märkte strömt. Da dies natürlich kein Geheimnis ist, sind November und Dezember traditionell starke Börsenmonate, da viele Investoren vorkaufen.
Was aber ist diesen Januar passiert? Trotz des frischen Geldes sind die Märkte nicht gestiegen, sondern um fast 10 Prozent eingeknickt. Das kann nur bedeuteten, dass andere Adressen, die verkaufen wollten oder mussten (Stichwort Fremdfinanzierung) einfach bis Januar gewartet haben. Doch leider war trotz des frischen Geldes das Angebot noch viel größer als die Nachfrage und die Märkte brachen förmlich ein. Das Angebot dominiert also nach wie vor die Indizes und nicht die Nachfrage, obwohl uns das allen viel lieber wäre.
Bitte verstehen sie mich nicht falsch. Dies ist keine Crash-Warnung oder die Ansage neuer Tiefs in den Indizes. Auch sind jederzeit, also auch ab heute, scharfe Bärenmarkt-Rallies möglich und sogar wahrscheinlich! Aber wer die typische Saisonalität der Märkte kennt muss gewappnet sein, dass es nach wie vor noch einige Adressen im Markt gibt, die auf Aktien sitzen, die sie lieber gar nicht hätten.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag und verbleibe mit herzlichen Grüßen
Ihr Klaus Buhl
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