Die Hochtief-Aktie
Katja Kram in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 14. August 2009, 17:00 Uhr
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Liebe Leserin, lieber Leser,
den wirtschaftlichen Abschwung bekommt die Baubranche mit am deutlichsten zu spüren. Umso überraschender präsentiert sich heute das Zahlenwerk des größten deutschen Baukonzerns Hochtief. Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres konnte der Bauriese aus Essen einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 160,7 Mio. Euro erwirtschaften. Das ist zwar 11,3% weniger als im Vergleichszeitraum des vor Jahres mit 188,9 Mio. Euro, aber der Konzern übertraf damit aber die Prognosen des Marktes deutlich. Analysten hatten lediglich mit einem Vorsteuergewinn in Höhe von 145 Mio. Euro gerechnet.
Trotz Krise , die Auftragsbücher sind voll
Damit ist man aber noch nicht über den Berg. Denn auch beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen musste Hochtief Abstriche machen. Dass EBITA sank von 224,3 Mio. Euro im Zeitraum April bis Juni 2008 auf 206,7 Mio. Euro im gleichen Zeitraum dieses Jahres. Keine Frage, auch Hochtief bekommt die Krise zu spüren. Der Auftragseingang ging im zweiten Quartal 2008 von 7,063 Mrd. Euro auf 5,725 Mrd. Euro zurück. Aber mit einem Auftragsbestand in den Büchern von 33,109 Mrd. Euro übertrafen die Essener sogar den Vorjahreswert von 31,906 Mrd. Euro. Damit ist Hochtief bestens gegen die Krise gewappnet.
Hochtief erwägt Börsengang für Sparte Concessions
Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, überprüft der Baudienstleister derzeit die strategische Option für den Unternehmensbereich Hochtief Concessions, eine Flughafenbeteiligung, den Gang aufs Börsenparkett. Diese wäre eine Möglichkeit mehr Geld in die Kasse des MDAX-Konzerns zu spülen. Wann, und ob es dazu kommt, wurde nicht mitgeteilt. Das der Baukonzern Hochtief einen Blick wert ist meinen auch die Experten.
Die Euro am Sonntag schreibt: "Hochtief, der in Essen ansässige, größte deutsche Baukonzern, hat weitere Aufträge im Gesamtwert von schätzungsweise rund einer dreiviertel Milliarde Euro erhalten. Dafür betreut die australische Tochterfirma Leighton beziehungsweise deren Tochter- oder Beteiligungsgesellschaften weiterhin ein Minenprojekt, bauen an einem milliardenschweren Straßenprojekt mit und an einem Hotelkomplex. Auch die Hochtief-Töchter in den USA und Polen werden für Infrastrukturprojekte tätig. Vorstandsvorsitzender Herbert Lütkestratkötter sagte über diese staatlichen Programme: 'Wir sind so aufgestellt, dass wir daran teilhaben und profitieren werden.' Auftragseingang und -bestand sowie Umsatz dürften im Gesamtjahr zwar sinken, die Gewinne aber auf dem Vorjahresniveau bleiben."
Ich wünsche Ihnen ein sonniges und erholsames Wochenende.
Ihre
Katja Kram
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