Die größte aller Regierungslügen
Thomas DiLorenzo in Traders Daily
vom 9. Juli 2009, 12:00 Uhr
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Jedes Mal wenn die Benzinpreise wieder signifikant steigen, dann versammelt sich der Kongress zu einer Inquisition der Geschäftsführer der Ölunternehmen im Stile der Nürnberger Prozesse. Mit diese Praxis hat man in den Siebzigern begonnen, als die dummen Preiskontrollen der Regierung selbst dazu geführt haben, dass es zu gewaltigen Versorgungsengpässen kam und sie jemanden brauchten, dem man die Schuld in die Schuhe schieben kann.
Die Führungskräfte der Ölunternehmen werden nie gelobt, wenn die Benzinpreise fallen, so wie im vergangenen Jahr, als der Preise in vielen Teilen der Vereinigten Staaten von über vier Dollar pro Gallone auf unter zwei Dollar pro Gallone eingebrochen sind.
In jüngster Zeit hieß es, dass die aktuelle Wirtschaftskrise durch einen „Exzess" wirtschaftlicher Freiheit und „zu geringe Regulierung" der Wirtschaft, ganz besonders an den Finanzmärkten, hervorgerufen worden wäre.
Das wurde vom Präsidenten und von zahlreichen anderen Politikern gesagt, die dabei keine Miene verzogen, trotz der Tatsache, dass es ein Dutzend Kabinett-Abteilungen ausführender Organe, mehr als 100 Bundesbehörden, mehr als 85.000 Seiten im Bundesregister und Dutzende von Staats- und Lokalbehörden gibt, die jeden Aspekt eines jeden Unternehmens in Amerika regulieren, leiten, besteuern und kontrollieren und die das schon seit Jahrzehnten tun.
Es heißt, ein Laissez-faire Amoklauf an den Finanzmärkten sei der Grund für die aktuelle Krise. Aber die Zentralbank allein - eine verschwiegene Regierungsorganisation, die niemandem Rechenschaft schuldig ist und die noch nie geprüft wurde - führt hunderte regulierender Funktionen aus, zusätzlich zur leichtsinnigen Manipulation der Geldmenge.
Und die Zentralbank ist nur eine der zahlreichen regulierenden Behörden (hinzu kommen die Börsenaufsicht, das Bankenaufsichtsamt, die Sparkassenaufsichtsbehörde, der EinlagensicherungsfondsFDIC und außerdem gibt es zahlreiche Regulierer der Bundesstaaten).
In einer Veröffentlichung der Zentralbank mit dem Titel: „Das Bundeszentralbanksystem: Aufgaben und Funktionen" wird erklärt, dass „Die Bundeszentralbank aufsichtsführende und regulierende Autorität über ein breites Spektrum von Finanzinstitutionen und -aktivitäten hat. Das ist die Untertreibung des Jahrhunderts. Zu den Aufgaben der Zentralbank zählt unter anderem die Regulierung
· der Bankholdinggesellschaften
· der vom Staat privilegierte Banken
· der ausländischen Zweigstellen von Mitgliedsbanken
· der Edge-and-agreement Corporations
· der Zweigstellen, Behörden und Vertretungen ausländischer Banken mit amerikanischer Lizenz
· der bankfremden Aktivitäten ausländischer Banken
· der Nationalbanken (mit dem Bankenaufsichtsamt)
· der Sparkassen (mit der Sparkassenaufsichtsbehörde)
· der bankenfremden Filialen von Bankholdinggesellschaften
· der Finanzberichterstattungen
· der Buchführungsmaßnahmen der Banken
· des Weiterbestehens der Geschäfte im Falle eines wirtschaftlichen Notfalls
· der Verbaucherschutzgesetze
· der Sicherheitsmaßnahmen der Banken
· der Informationstechnologie, die von den Banken verwendet wird.
· der ausländischen Investmentbanken
· der ausländischen Kreditbanken
· des Filialbanksystems
· der Bankenfusionen und -aufkäufe
· der Frage, wer eine Bank besitzen darf
· der „Angemessenheitsstandards" von Kapital
· der Kreditextensionen zum Kauf von Wertpapieren
· der Kreditvergabe mit gleichen Möglichkeiten
· der Informationen zu Hypothekenauskünften
· der Anforderungen an die Rücklagenbildung
· der Elektronische Finanzüberweisungen
· der Interbank Verpflichtungen
· der Kreditbedingungen des Community Reinvestment Act für subprime Kredite
· aller internationalen Bankengeschäfte
· des Verbraucher-Leasings
· der Privatheit der Finanzinformationen der Verbraucher
· der Zahlungen für Sichteinlagen
· der „Fair credit" Auskünfte
· der Transaktionen zwischen den Mitgliedsbanken und weiteren angeschlossenen Banken. Das ist eine ziemlich umfassende Liste und das Ergebnis von 96 Jahren Aufbau eines bürokratischen Imperiums durch die Bürokraten der Zentralbank. Es straft die Feststellung Lügen, dass es „zu wenig Regulierung" an den Finanzmärkten gegeben habe. Jeder, der das behauptet, kennt entweder die Wahrheit nicht oder lügt.