Die Geschichte des Goldmarkts
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 6. Januar 2009, 20:00 Uhr
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Liebe Leser,
da heute eigentlich zumindest in einigen Bundesländern ein Feiertag ist und dies zumindest für mich der Fall ist, da ich heute meinen Geburtstag feiere, gibt es heute einen allgemeinen, von mir bereits einmal veröffentlichten, aber nichts desto trotz immer wieder aufgrund der Thematik interessanten Beitrag zum Thema Goldmarkt. Viel Spaß!
Das wohl bedeutsamste und beliebteste aller Edelmetalle ist mit Sicherheit das Gold. Dem gelben Metall kommt eine enorme Bedeutung im Laufe der Menschheitsgeschichte zu. Seit Jahrtausenden stellt es das meistgenutzte Wertaufbewahrungsmittel der Menschen dar. Noch bis vor wenigen Jahrzehnten waren die wichtigsten Währungen goldgedeckt und leiteten ihren Wert aus dem Wert dieses besonderen Metalls ab.
Auch heute noch ist der in den Medien am häufigsten genannte Rohstoffpreis der des Goldpreises, neben den Ölpreisen.
Die Geschichte des Goldmarkts
Gold ist im historischen Kontext für den Menschen schon immer ein Mittel zur Währungsdeckung gewesen. Zeitweise wurde es sogar als Währung selbst eingesetzt.
Die Geschichte des für den Menschen so wertvollen Metalls, setzt bereits sehr früh ein.
Schon 5.000 vor Christus wurde Gold als Tauschmittel eingesetzt.
Alte Schriften wie die der Griechen oder das Alte Testament, berichten vom Wert der Gegenstände aus Gold, wie dem Goldenen Vlies oder dem Goldenen Kalb.
Die ältesten mitteleuropäischen Funde an Gegenständen aus Gold datieren aus dem Jahr 2.000 vor Christus.
Etwa im Jahre 500 vor Christus wurde die erste Münze aus reinem Gold geprägt. Der spätere Untergang des Römischen Reichs ist wesentlich auf eine Inflation, hervorgerufen durch die Anreicherung der Münzen mit wertloseren Metallen zurückzuführen.
Im Mittelalter kam, etwa um das Jahr 1350 neben den Edelmetallmünzen, das Papiergeld auf.
Im Jahre 1871 wurde im Deutschen Reich die Goldmark zum gesetzlichen Zahlungsmittel erklärt. Dieses System hielt sich bis zum Jahr 1918, konnte aber aufgrund der hohen Reparationen nach dem Ersten Weltkrieg, die die Goldreserven des Deutschen Reiches empfindlich schwächten nicht weiter aufrecht erhalten werden. Durch die zwangsweise Umstellung auf die nicht-goldgedeckte Fiat-Währung kam es schließlich zur Hyperinflation der 20er Jahre.
In den USA war der Besitz von Gold, aufgrund seiner Bedeutung als Währungsreserve sogar zeitweilig verboten. Ab 1940 tauschte die FED US-Dollar gegen Gold nur noch für Zentralbanken ein. Von 1933 bis ins Jahr 1973 hinein war in den USA der Besitz von Gold nur in Form von Schmuck oder Münzen erlaubt.
Ab 1973 wurden dann die Wechselkurse aufgehoben und die Zentralbanken ermächtigt Gold auf dem freien Markt verkaufen zu dürfen. Die noch heute gültige Fiat-Währung, ohne Golddeckung war geboren. Seitdem ist in den USA der Besitz von Gold wieder erlaubt. In China dürfen Privatpersonen seit 2003 wieder Gold besitzen.
Gold ist eine erhebliche, langfristige Wertanlage, die natürlich vor allem in Krisenzeiten massiv an Bedeutung gewinnt. Seine historische Bedeutung, in Verbindung mit seiner geringen Angebotsmenge, macht den Kauf von Gold zur beliebtesten Absicherungsstrategie vor steigenden Inflationsraten, wenn Zinsen den Kaufkraftverlust einer Währung nicht mehr ausgleichen können. Dies ist in meinen Augen aber nur ein Aspekt der für Gold spricht, denn Gold ist eine weltweit anerkannte Tauschwährung" die immer und überall Wert hat und damit vor allem ein Mittel der Werterhaltung ist.
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