Die Gefahren der so genannten “Value Falle”
Daniel Wilhelmi in Profit Radar
vom 8. März 2010, 19:00 Uhr
ENL5462
Heute möchte ich Sie auf ein Börsenkonzept aufmerksam machen, über die ich in Deutschland noch nie etwas gelesen habe. Ich habe es dementsprechend auch in den USA gelernt. Es ist das Konzept der „Value-Trap", also der Value-Falle. Dieses Konzept ist sozusagen das Gegenstück zum „Value-Wert".
Der Grund, warum Sie über „Value-Fallen" in den vergangenen Jahren nichts gehört haben, ist einfach: Es gab sie nicht häufig. Denn die Nebenwerte, bei denen Value-Fallen vor allem auftreten, profitierten von der Globalisierung und dem Boom der Schwellenländer.
Doch eines nach dem anderen. Was sind „Value-Fallen"? So genannte „Value-Fallen" sind Aktien, die günstig bewertet sind, aber im Kurs nicht steigen. Sie sind günstig - aber sie bleiben einfach immer weiter günstig, ohne dass sich der Aktienkurs bewegt.
Denn - und das ist das besondere an den Value-Fallen - sie besitzen mittelfristig kein oder nur minimales Umsatzwachstum (unter 5 Prozent pro Jahr).
Bei diesen Unternehmen passiert also nichts. Sie wachsen nicht mehr oder nur noch unterdurchschnittlich. Dementsprechend wenig Phantasie haben die Aktien und folglich bewegen sich diese Aktien nicht - auch wenn sie konstant günstig bewertet sind.
Das weitere Problem: Aufgrund des fehlenden Wachstums gibt es auch keine Übernahmephantasie. Warum sollte ein anderer Konzern ein Unternehmen kaufen, dass kein Wachstum besitzt?
Artikel weiterempfehlen