in Profit Radar zum Thema Aktien
vom
Gestern vollzog Facebook dann ein starkes Intraday-Reversal. Nachdem der Wert schon wieder über 3% im Minus lag, drehte die Aktie und schloss sogar 5% im Plus. Ist das nun das Signal für die Wende? Nein. Dabei handelt es sich nur um einen Short-Squeeze.
In dem Wert sind inzwischen sehr viele Leerverkäufer engagiert, von denen ein Teil offensichtlich gestern die Positionen geschlossen hat. Zudem ist klar, dass die Investmentbanken, die aufgrund des missglückten Börsengangs ohnehin schon im Kreuzfeuer stehen, einen völligen Kollaps der Aktie verhindern werden.
Trotzdem ist die Aktie aus fundamentaler Sicht kein Kauf. Der Wert ist immer noch zu teuer - selbst wenn innerhalb von einer Woche sage und schreibe 25 Mrd. USD an Marktkapitalisierung vernichtet wurde. Zum Vergleich: Das ist mehr als die Marktkapitalisierung von 17 der 30 DAX-Werte!
Das KGV für da laufende Geschäftsjahr 2012 liegt auch nach den starken Kursverlusten immer noch bei rund 52. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) beläuft sich auf knapp 16. Das ist zu teuer - vor allem für ein Unternehmen, bei dem die Wachstumsaussichten so unsicher sind wie bei Facebook.
Denn es ist offensichtlich, dass Facebook die größte Wachstumsphase bei den Usern schon lange hinter sich hat. Der einzige Markt, der bei einem gigantischen Kundenstamm von über 900 Mio. registrierten Usern noch wirklich signifikantes Potential an neuen Usern verspricht ist Indien.
Davon könnte ich mich selbst auf meiner jüngsten Indien-Reise überzeugen. Gespräche mit zahlreichen Indern haben gezeigt: Facebook besitzt in dem BRIC-Land mit 1,2 Mrd. Menschen eine gute Ausgangssituation. Aber es ist klar, dass das Umsatzwachstum in Zukunft über eine stärkere Monetarisierung der bestehenden User kommen muss. Mehr dazu in der nächsten Ausgabe.
Have a successful day,
Ihr
Daniel Wilhelmi
Das Ende der Mittelschicht
Schock und Wut bei den Normalverdienern: Die „Zins-Walze“ macht die Sparzinsen platt. Millionen Anleger leiden unter der stillen Enteignung. Was können Sie noch tun?
J. Schmitt hat die Lage eingehend analysiert und gibt Ihnen 3 Empfehlungen, was Sie jetzt tun können. Sie lesen hier seinen Sonderbericht zur Situation der Geldanleger und erfahren alles über seine derzeitige Top-Empfehlung – ein Unternehmen, das überall im Internet „Mautstellen“ besitzt, durch die bereits pro Sekunde 4.500 $ durchlaufen! Doch handeln Sie, bevor alle in die große Panik verfallen.