Die EZB ist ein nichtssagender Verwaltungsapparat
Andreas Lambrou (Gastbeitrag) in Rohstoff Daily
vom 29. August 2011, 20:30 Uhr
ENL5454
Wer die Europroblematik versteht, weiß, dass die EZB bislang nur ein nichtssagender Verwaltungsapparat, bzw. die Spiegelung der nationalen Notenbankbilanzen aller EU-Länder ist. Die EZB verfügt bislang nicht einmal über eine eigene Handelsabteilung. Trotzdem bedeutet jeder Euro, dass dieser überall in Europa gleichwertig akzeptiert wird. In letzter Konsequenz kann der Euro nur durch den letzten Schritt einer Transferunion funktionieren.
Man könnte dies auch spöttischer sagen: Der Euro wird so lange halten, wie Deutschland bereit ist dafür zu zahlen!
Da ich derzeit keinen politischen Willen sehe, den Euro aufzulösen, wird man sich also um eine Verlängerung der "Gnadenfrist“ bemühen. Koste es was es wolle. Glücklicherweise stehen die USA und Japan nicht besser da, sondern in Bezug auf ihre Schuldenquoten sogar wesentlich schlechter, als die EU. Deshalb erklärt sich auch der relativ hohe Aussenwert des Euros im Vergleich zum US-Dollar. Demzufolge erwarte ich, dass nach der Herstellung der mehr oder weniger vollständigen Währungsunion, weiterhin keine Anstrengungen unternommen werden, um die Schuldenquote zu senken. Ansonsten würde der Euro zum US-Dollar zu stark aufwerten. Also wird das muntere "Gelddrucken“ weitergehen und dies wird sich in den kommenden mindestens 2 Jahren noch extrem positiv auf Rohstoffanlagen auswirken.
Herzliche Grüße
Ihr Andreas Lambrou
Hinweis: Andreas Lambrou ist Chefredakteur des Börsenbriefs Rohstoff Investor, dem Investment-Dienst für hohe Gewinne mit Rohstoffen, sowie Chefredakteur des Börsendienstes Tiger&Dragon, wo er im Team mit Miriam Kraus die wertvollsten Anlageempfehlungen aus den asiatischen Märkten, in Kombination mit den weltweiten Rohstoffmärkten sondiert. Hier erhalten Sie weiterführende Informationen: Rohstoff Investor und Tiger&Dragon