Die Entscheidung naht
Jürgen Schmitt (Gastbeitrag) in Investors Daily
vom 9. März 2010, 18:00 Uhr
ENL5462
bereits in dieser Woche werden alle wichtigen US-Indizes ihre bisherigen Jahreshochs in Angriff nehmen. Der DAX hinkt dieser Entwicklung noch hinterher, dürfte aber im Fall technischer Ausbrüche nachziehen.
Die Bären setzen natürlich auf mögliche „Doppel-Topps", nachdem alle anderen bisherigen Crashprognosen versagten. Klar ist aber auch, dass es nach dem kräftigen Zwischenspurt nicht einfach sein wird, die Hürden im Hurra-Stil zu durchbrechen. Wahrscheinlicher ist ein erstes Herantasten, gefolgt von einer kleinen Pause mit einem entsprechenden Rücksetzer, dem dann schließlich der endgültige Ausbruch folgt. Das wird ein Tauziehen zwischen Bullen und Bären, was die nächsten beiden Börsenwochen bestimmen dürfte. Die Begleitmusik liefern natürlich neue Konjunkturdaten.
Strenger Winter verzerrt die Arbeitsmarktdaten
Am Freitag sorgten etwas besser als erwartete Arbeitsmarktdaten für einen erfreulichen Wochenschluss. Um wie viel besser wären die Daten aber ausgefallen, wenn nicht große Teile der USA unter dem ungewöhnlich strengen Winter leiden müssten? Und auch hierzulande sind die jüngsten Zahlen fast schon eine Sensation, wenn man bedenkt, dass am Bau so gut wie gar nichts läuft. Hier liegt also in den kommenden Wochen viel Potenzial für positive Überraschungen.
Ohnehin scheinen die Unternehmenslenker die nahe Zukunft weitaus positiver zu sehen als das Gros der Analysten. Das belegen nicht nur optimistische Ausblicke im Rahmen der abgelaufenen Quartalssaison, sondern auch auffällige Insiderkäufe, eine Zunahme der Übernahmeaktivitäten etc. Der Cocktail für weiter steigende Kurse ist also bereits angerührt. 11.300 Punkte im Dow Jones und 6.500 Punkte im DAX sind aus meiner Sicht jedenfalls bis in den Mai hinein absolut erreichbare Ziele.
Chart der Woche: DAX
Während alle wichtigen US-Indizes bereits an ihre bisherigen Jahreshochs heran gelaufen sind, fehlen dem DAX hierzu noch rund 200 Punkte. Doch der Blick auf den Chart zeigt zumindest, dass die Korrektur abgeschlossen ist. Inzwischen haben wir allerdings auch wieder eine etwas überkaufte Marktlage erreicht, was kurzfristig das Potenzial nach oben begrenzt. Allerdings dürfte die grundsätzliche Marschroute ohnehin in erster Linie von den Vorgaben der Wall Street abhängen. Und hier sieht es derzeit wieder sehr gut aus.
Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Schmitt
Chefredakteur Aktien-Monitor
Mehr von Jürgen Schmitt lesen Sie in seinem Börsendienst, den Sie JETZT 30 Tage GRATIS testen können. Klicken Sie hier: Aktien-Monitor
ähnliche Beiträge:
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Werner Obermueller (10.03. 2010 09:33 Uhr):
Sehr geehrter Herr Schmidt Wo nehmen sie ihren Optimismus her? Fakt ist, dass es noch nie so viele Sozialhilfeempfänger gibt in den USA wie derzeit, Fakt ist, dass die positive Stimmung lediglich von den Politikern getragen wird, und dies ist Zwangsoptimismus...sie wollen ja wieder gewählt werden. Die Armut greift permanet um sich, und dies wird sich auf die Umsatzentwicklung durchschlagen. Andereseits werden die Lohnkosten jedes Monat höher und die Kluft zu Asien dadurch immer größer, wo sollen also neue Arbeitsplätze geschaffen werden? Meine Meinung, die ganze Aktienrally ist eine Blase die demnächst platzen wird. Hochchatungsvoll Mag. Werner Obermüller
Antworten - Kommentar von Kellershohn (10.03. 2010 19:43 Uhr):
endlich eine Analyse, die kein Zenario nach Süden darstellt. Ich habe auf die Gurus mit blick nach Süden gehört und Geld verloren, weil es immer nur "der Dax kommt an seinen Deckel" Nach den verbrannten Fingern glaube ich auch wir sehen in den nächsten Tagen die 6000 der Markt stört sich nicht an den Krediten und eingebrochenen Unternehmensgewinnen es ist eine Menge billiges Geld am Markt. MfG Kellershohn
Antworten

Artikel weiterempfehlen