Die Dynamische Markttheorie
J. Christoph Amberger in Baltimore in Traders Daily
vom 24. Mai 2004 12:00 Uhr
ENL5454
Ich sehe meine Kolumne hier ... und meinen täglichen US E-letter ... als eine Art praktisches Labor für unsere Dynamische Markt-Theorie an. Letztendlich sollte ja jede Theorie eine schlüssige Erklärung für ein Bündel Fakten darstellen, welche wiederholt test- und nachprüfbar und als Grundlage für Vorhersagen natürlicher Phänomene anwendbar ist. (Wir hier in der Taipan Group sehen den Mark nicht als kulturelles Artefakt an, sondern als Aggregat menschlicher – d.h., natürlicher! – Verhaltens- und Reaktionsmuster.)
Jeder meiner Redakteure hat sich auf einen differenzierte Konstellation von Fakten und Katalysatoren spezialisiert, auf denen er seine Empfehlungen basiert.
Diese können recht komplex sein ... wie etwa das WaveStrength-System meines Kollegen Adam Lass. Andere gleichen manchmal Bauernregeln in ihrer Einfachheit ... was jedoch nicht über ihre Aussagekraft hinwegtäuschen sollte.
In den 16 Jahren, die ich inzwischen in der Taipan-Redaktion verbracht habe, haben wir unseren Anteil an globalen Marktkrisen mitbekommen. Und jedesmal konnten wir feststellen, dass sich das Mott des seligen Baron Rothschild – zu kaufen, wenn das Blut rot in den Strassen fließt – mit schöner Regelmäßigkeit bewahrheitet.
Taipan-Veteran und RedZone Profits-Gründer Christian DeHaemer ha seine eigene Variante dieser Maxime geschaffen. Er nennt sie die Nummer Vier der 55 RedZone Trade-Regeln:
Wenn in einem Emerging Market ein Desaster stattfindet, gehe zu www.ADR.com, finde die Aktie, die am härtesten davon betroffen ist und kaufe sie."
Gerade am letzten Montag testete das RedZone-Team diese Regel wieder aus: Nachdem Indien um 17,5 % gefallen war, empfahl Ian Cooper seinen Red Zone VIP Tradern, HDFC Bank und Satyam Computers Services zu kaufen. Einen Tag später nahmen sie Gewinne von 29 % und 10 % vom Tisch.
*** Auf der komplexeren Seite der Dynamischen Markt-Theorie – verkörpert durch das WaveStrength-Frühwarnungssystem – erhielt ich gerade ein Update von Adam Lass in Bezug auf seine recht schockierende Vorhersage zum XAU Index und zu Gold vom letzten Wochenende:
"Die Rückschlüsse, die meine neue Chart zulässt sind in der Tat bemerkenswert. Zum ersten: Erwarten Sie, dass die angehende milde Erholungsphase in 'senior gold' noch mindestens einen Punkt in sich hat. Der XAU-Index ist derzeit bei 85,9. Dies stellt jedoch das Maximum Hoch für die nächsten zwei Monate dar.
"Das heißt nicht, dass Gold bzw. der XAU Index gute Kandidaten für 'shorting' sind. Ich sehe einen Zeitraum von 30–90 Tagen, in denen der Index zwischen 76.79 und 86,65 wie eine Flipperkugel hin- und her schießen wird. Zu diesem Zeitpunkt würde eine Short-Position für etwa 30 Tage ratsam, mit Zielniveaus von 73,41 und 58,73. Mehr dazu später."
*** Eigentlich hätte sich Adam heute damit vergnügen sollen, eine Vorschau auf den S&P500 für die Juni-Ausgabe des US Taipan zu schreiben.
Er runzelte die Stirn, als ich ihn darauf ansprach: "Ich muss dir sagen, die Aussichten für den S&P sind scheußlich ... mindesten bis November."
Er versprach mir, Anfang nächster Woche mehr Details für mich zu haben.
Bis dann,
Ihr
J. Christoph Amberger, Executive Publisher, The Taipan Group