Die dynamische Komponente in der CPPI-Strategie
Jürgen Nowacki in Investoren Wissen
vom 16. Juni 2011, 16:00 Uhr
ENL5454
Eine weitere Betrachtungsvariante in der Dynamik ist die Verwendung des Kapitals aus dem nicht benötigten Zinsblock. Angenommen Sie rechnen mit einem unwahrscheinlichen Kursrückgang im Tradingblock (DAX-Crash zum Beispiel) um 20 Prozent, dann bleiben Ihnen vom Tradingblock nach Stop-Loss immer noch die restlichen 80 Prozent als Sicherheit. Also könnte Ihr Sicherheitspolster im Zinsblock doch um (4.750 EUR minus 20 Prozent = 3,800 ) reduziert werden. Würden Sie diesen Anteil ebenfalls für ein Investment heranziehen, würde sich das im schlimmsten Fall eines 20-prozentigen Crashs so darstellen:
2. Alternative: Sie verringern ihren Zinsblock, wie eben erklärt, um 3.800 und erhöhen ihren Tradingblock entsprechend. Sie handeln beispielweise einen DAX-ETF mit Partizipation 1:1 (ohne Hebel), das Crashereignis soll nach 6 Monaten eintreten.
| Hebel für den Tradingblock | 1:1 |
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| Portfoliowert EUR | 100.000 |
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| Floor/Zinsblock | 95.250 | Abz.3.800 | 91.450 |
| Cushion/ Tradingblock | 4,750 | Zzgl. 3.800 | 8,550 in DAX-ETF |
| Bei einem 20 %-Crash nach 6 Monaten |
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| 8.550 - 20% =6.840 EUR Rest |
| Zinsblock plus Rest |
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| 91.450 EUR + 6.840 = 98.290 EUR plus 5% Zins f.6 Monate = 100.747 EUR |
Wie Sie sehen, können Sie über eine Markteinschätzung (Worst Case Szenario) und Stop-Loss den Rentenanteil variieren und dynamisch gestalten. Sie nutzen so Ihre Chancen besser aus, ohne den Risikoanteil zu erhöhen.
Viel Erfolg am Markt wünscht Ihnen
Jürgen Nowacki
Coach Sales and Trading
Zum ersten Teil von: Warum Garantiezertifikate nicht einfach selber machen?