Die Dubai-Krise wirkt nach
Katja Kram in Insider Daily
vom 30. November 2009, 14:30 Uhr
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eine aufregende Woche liegt hinter uns. Die Zahlungskrise in Dubai hatte am Donnerstag die Börsenwelt ordentlich durcheinander gebracht. Doch bereits am Freitag schien der erste Schock wieder überwunden. Denn der Leitindex konnte sich mit 1,3% im Plus bei 5.686 Punkten ins Wochenende verabschieden. Auf Wochensicht blieb, trotz des schwachen Donnerstages ein kleines Plus von 0,3% übrig. Von den Finanzproblemen des Emirats Dubai blieb auch nicht die Wall-Street verschont. So ging der Dow-Jones mit einem Defizit von Minus 1,5% bei 10.310 Zählern ins Wochenende. Der S&P 500 rutschte um 1,7% auf 1.091 Punkte nach unten ebenso wie die Nasdaq die mit 2.138 Zählern ins Wochenende ging. .
Aufträge aus Dubai könnten ausbleiben
Was heute verheißungsvoll mit einem positiven Auftakt begann - dem DAX gelang vorbörslich der Aufbau eines kleinen Polsters von 0,5% Plus bei 5.713 Punkten - löste sich unmittelbar nach Handelsstart in Luft auf. Binnen kürzester Zeit drehte der Wind im DAX in Richtung Süden. Minus. Zur Stunde bewegt sich der deutsche Leitindex bei 5.630 Punkten rund 1% im Minus.
So rechnet die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) wegen der Geldnöte Emirats mit einem Auftragseinbruch, da das Emirat ein wichtiger Markt ist. Vor allem der psychologische Effekt dürfte der Wirtschaft Sorgen bereiten. Immerhin standen die Vereinigten Arabischen Emirate, zu denen Dubai gehört, auf der Liste der deutschen Außenhandelspartner 2008 auf Rang 26. Wie der Hauptgeschäftsführer der DIHK, Martin Wansleben der "Neuen Osnabrücker Zeitung" mitteilte, gehe man aber davon aus, dass Deutschland mit einem blauen Auge davon kommen wird, da keine nachhaltigen Schäden für die Konjunktur zu befürchten seien.
Hochtief: Börsengang könnte verschoben werden
Am vergangen Freitag hatte Hochtief bereits vermeldet, dass die Tochter Leighton wegen der Zahlungsschwierigkeiten in Dubai mit Zahlungsausfällen rechnen muss. Nun hat dieser Umstand eventuell auch Auswirkungen auf den geplanten Börsengang von Hochtief Consessions. In einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" deutete Konzernchef Herbert Lütkestratkötter an, dass die für Freitag geplante Erstnotiz von Hochtief Concessions auf Eis gelegt könnte, sollten die Kapitalmärkte infolge der Geldnöte des Emirats abstürzen. Das Thema Dubai dürfte Anleger in dieser Woche noch ein wenig in Atem halten.
Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Börsenstart.
Ihre
Katja Kram