Die deutsche "Zuckerfamilie“ legt die Bilanzen offen
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Rohstoffe
vom 28. Mai 2010, 17:00 Uhr
ENL5462
Aber natürlich will ich Ihnen neben unserer interessanten Diskussion im Nebenwerte Daily auch wieder nützliche Hinweise liefern. So hatte ich Ihnen ja zuletzt schon erzählt, dass einige deutsche Nebenwerte derzeit wieder auf interessanten Niveaus zu haben sind. Gerade in der jüngsten Zahlensaison konnte sich zeigen, wer gestärkt aus der Krise hervorgeht. CropEnergies ist eines der Unternehmen, die ihre Hausaufgaben gemacht haben und dank der starken Mutter Südzucker im Hintergrund sogar das Wachstum vorantreiben konnten.
Südzucker: Der Turnaround ist geschafft
Beide Angehörigen dieser interessanten Rohstoff-Familie, über die ich Ihnen hier bereits des öfteren berichtet hatte, lieferten in den vergangenen Tagen Zahlen ab. Sie fielen solide aus, sorgten aber nicht gerade für überraschte Beifallsstürme der Analysten. Südzucker scheint den Umbruch nach der Zuckermarktreform nachhaltig geschafft zu haben. Während der Umsatz eher stagniert, legt der Gewinn wieder zu (von 0,86 auf 1,06 EUR je Aktie). Diese Tendenz soll sich 2011 fortsetzen. Zur Freude der Aktionäre soll die sowieso schon solide Dividende von 0,40 EUR auf 0,45 EUR erhöht werden.
Für Sie als Anleger ist zusätzlich interessant, dass Südzucker nach der stürmischen Rallye seit Herbst 2008 deutlich konsolidiert hat. Damals war die Aktie eine der ersten in Deutschland, die durchstarten konnte. 2010 leitete sie früh eine Korrektur ein, die nun auf der schon öfters getesteten Unterstützung zwischen 13,40 und 14 EUR Halt findet.
CropEnergies: Europäischer Technologieführer der Ethanolproduktion
Tochter CropEnergies hielt sich charttechnisch in der jüngsten Korrektur sogar etwas besser als die Mutter Südzucker, die noch mit 71% von deren Entwicklung profitiert. Laut Vorstandssprecher Wolfgang Heer will das Unternehmen als Hersteller von Ethanol die "Kosten- und Technologieführerschaft in Europa" weiter ausbauen.
Nachdem im gerade abgeschlossenen Geschäftsjahr das operative Ergebnis aufgrund von Anlaufkosten mit 11,9 Mio. EUR um 35% unter dem Vorjahr lag, soll es sich in der neuen Periode sogar verdoppeln. Für Überraschung sorgte die Ankündigung, dass Anleger schon in diesem Jahr mit einer ersten Dividende von 0,05 EUR je Aktie verwöhnt werden sollen. Das ist mit 1,5% keine berauschende Rendite, wurde aber bei dieser jungen Aktie noch gar nicht erwartet.
Auch der Chart von CropEnergies zeigt nach einem kleinen Fehlausbruch Anfang Mai unter die Unterstützung eine interessante Konstellation. Der Aufwärtstrend seit 2009 hat erneut die Korrektur aufgehalten. Wenn der kurzfristige Abwärtstrend der vergangenen Wochen gebrochen ist, können Sie hier schnell einen Angriff auf das Jahreshoch erwarten. Wie die jüngste Entwicklung der Aktie einzuschätzen ist, teilte Kollege Michael Vaupel Anfang der Woche den Lesern seiner "Rohstoff Signale" mit. Nachlesen können Sie seine Meinung, indem Sie sich diesen interessanten Premium-Dienst mit diesem Link zur Probe ansehen. Derzeit können Sie den spannenden Brief inklusive weiterer Geschenke in einer Gratis-Aktion testen.
Ich fahre jetzt zur Tankstelle und gönne meinem blechernen Säufer etwas "Bio-Schnaps" von CropEnergies. Hierzulande ist die äußerst günstige Alternative zum Benzin an immer mehr Tankstellen zu haben. Anschließend vielleicht noch eine kleine Spritztour ins Grüne?
Nun bleibt mir nur noch, Ihnen ein wunderschönes Frühlingswochenende zu wünschen. Vielleicht präsentieren sich Wetter wie Börse in der kommenden Woche ja etwas freundlicher. Mit herzlichen Grüßen
Ihre Daniela Knauer
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