Die deutsche Telekom greift tief in die Stellentrickkiste
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 02. Oktober 2002 18:00 Uhr
ENL5454
Um Geld einzusparen, bietet sich immer an Stellen zu streichen. Der Deutschen Telekom (WKN 555750) sitzen die hohen Schulden im Nacken. Nun wartet die Telekom mit einer neuen Schreckensnachricht für die Telekomangestellten auf. Bisher war ein Stellenabbau von 22.000 Stellen angekündigt. Nun sollen sogar 29.500 Stellen in der Festnetzsparte gestrichen werden. In 2002 sollen 7.200 Stellen weggefallen, 2003 ist nun eine Reduzierung von 14.000 Stellen geplant und bis 2005 sollen dann die verbleibenden 8500 Stellen wegfallen. Betriebsbedingte Kündigungen soll es dabei nicht geben. Die werden mit verschiedenen Maßnahmen umgangen. So sollen offen Stellen gestrichen werden, die Fluktuation soll konsequent genutzt werden, eine Anpassung der Fremdvergabe wird vorgenommen und der Transfer des Personals in die neue telekominterne Vermittlungs- und Qualifizierungseinheit wird eingeleitet.
Stellenabbau wird von den Börsen meistens honoriert. Gestern hatte ich schon die Deutsche Telekom zum Kauf empfohlen.