Die deutsche Fondsbranche boomt – was Sie beim Kauf beachten sollten - Teil 2
Georg Pröbstl in Nebenwerte Daily zum Thema Rohstoffe
vom 30. Januar 2007 17:00 Uhr
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Rund 46,1 Milliarden Euro stecken übrigens noch in Dachfonds. Dieser Fondstyp investiert die Gelder in andere Fonds.
Wenn Sie sich für eine bestimmte Fondskategorie entschieden haben, sollten Sie bei der Auswahl Ihres konkreten Fonds 2 Dinge beachten:
Zuerst einmal das Rating des Fonds. Ratingagenturen wie Morningstar, Standard & Poor's oder Feri bewerten die einzelnen Fonds anhand von Kriterien wie Performance oder Volatilität, also den Kursausschlägen, und vergleichen die verschiedenen Fondsgruppen untereinander. Damit können Sie als Anleger Ihre Chancen und Risiken bei einem Fonds im Vergleich zu ähnlichen Fonds besser abschätzen.
Oft finden Sie das Rating von Morningstar. Die Ratingagentur vergibt 1 bis 5 Sterne. Die Noten werden für Fonds, die mindestens schon 3 Jahre am Markt sind, jeden Monat neu berechnet.
5 Sterne, die beste Note, bekommen die besten 10 % der Fonds in der jeweiligen Kategorie. Einen Stern bekommen die schlechtesten 10 % der Fonds. Da Fonds mit einer langfristig stabilen Wertentwicklung vergleichsweise besser abschneiden, gibt Ihnen die Zahl der Sterne auch Aufschluss über die Kursschwankungen im Fonds und somit über Ihr Risiko. Allerdings sollten Sie nicht blind auf ein gutes Rating setzen. Denn wie gut das Rating eines Fonds ist, hängt stark von der Vergleichsgruppe ab.
Sehen Sie sich vor dem Kauf aber nicht nur das Rating des Fonds an, sondern auch die Einzelpositionen im jeweiligen Portfolio. Diese finden Sie beispielsweise auf den Internetseiten von comdirect oder onvista.
Vergangene Woche habe ich Ihnen im Nebenwerte Daily einige Möglichkeiten aufgezeigt – etwa den Kauf an der Börse – wie Sie Fonds ohne Ausgabeaufschlag oder mit deutlich geringeren Kosten kaufen können.
Aber bei Fonds ist es wie mit Einzelaktien: Nur Day-Trader kaufen und steigen schnell wieder aus. Otto-Normalanleger brauchen sich in aller Regel bei vernünftigen und soliden Aktien nämlich nicht um das Tagesgeschäft kümmern. Bei Fonds übernimmt das sowieso der Fondsmanager.
Ihr
Georg Pröbstl