Die Anlage in physisches Rhodium ist fast unmöglich
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 18. März 2008 20:45 Uhr
ENL5462
Liebe Leser,
zum Abschluss der dreiteiligen Daily-Reihe zum Thema Rhodium, möchte ich mich heute noch den Anlagemöglichkeiten in diesem Markt widmen.
Physisches Rhodium
Im Gegensatz zu anderen Edelmetallen, ist der Besitz von physischem Rhodium für Privatanleger fast unmöglich.
Geht es um Gold, Silber oder Platin rufen Sie einfach eine Scheideanstalt, einen Händler oder ihre Bank an und lassen sich einen Barren liefern. (Oder Sie ersteigern einfach einen über ein Internetauktionshaus).
Für das teuerste aller Edelmetalle ist dies fast unmöglich. Ich zumindest kenne niemanden, der tatsächlich einen Rhodium- Barren besäße.
Das liegt daran, dass das Metall erstens so selten ist und zweitens zum großen Teil nur in Pulverform von der Industrie genutzt wird. Ich würde Ihnen allerdings davon abraten, sich Rhodium-Pulver in den Safe zu legen, denn das Metall ist in dieser Form hochentzündlich.
Darüber hinaus gibt es noch die Möglichkeit Rhodium in Form von Folie oder Draht zu besitzen. In einem bekannten Internetauktionshaus, fand ich überdies Rhodium in Form von Pellets im Milligramm-Bereich oder als Schmelzperle mit einem Gewicht von etwa 1g in physischer Form zu erwerben. Vielleicht ein netter Jux zum Geburtstag, mehr aber auch nicht und im Gramm-Bereich übersteigt der Preis dann auch den Handelspreis gleich um das Dreifache.
Alles in allem: tun Sie es nicht! Denn der Besitz von Rhodium-Drähten oder Pulver ist keine Anlagestrategie, da ihnen das Zeug hinterher mit Sicherheit keine Bank abnehmen wird.
Das Rhodium-Konto
Die fast pure Unmöglichkeit einen solchen Barren zu besitzen schmerzt, vor allem im Hinblick auf die vorangegangene massive Preissteigerung.
Es gibt aber andere Möglichkeiten an der Rhodiumpreis-Entwicklung zu partizipieren.
Zum Beispiel mittels eines Rhodium-Kontos. Nicht viele Banken bieten diese Möglichkeit. Ich weiß von einigen Schweizer Banken die ein solches Konto anbieten. Wer nicht in die Schweiz will, kann einen Rhodium-Pool-Account bei Kitco eröffnen.
Im Grunde funktioniert ein Rhodium-Konto, genauso wie auch ein Goldkonto. Sie zahlen einen bestimmten Betrag ein und erhalten dann das Anrecht auf die danach definierte Menge an Metall. Das Konto wird dann in der „Währung“ des jeweiligen Metalls, meist in US-Dollar geführt, wobei folglich ein Währungsrisiko besteht. Verzinst sind diese Konten nicht.
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