Die amerikanische Automobilindustrie

in Kapitalschutz Akte zum Thema Weitere Börsenthemen
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GM gab vergangene Woche bekannt, dass das Geld vermutlich im März ausgehen wird. Was die Rettung anbelangt, beziehen wir uns auf einen Brief, der in der vergangenen Woche im Manufacturing and Technology Journal erschienen ist. Er stammt von einem Mann, der Schmieröl unter seinen Nägeln und ein Hirn unter seinem Hut zu haben scheint. Greg Knox, Präsident von Knox Machinery in Franklin, Ohio, erklärt, warum er die Rettung von Detroit nicht gutheißt.


Die Politiker und die Verwaltung der Großen Drei sind alle mit der gleichen Anspruchsmentalität infiziert, die sich in den vergangenen ungezählten Jahrzehnten wie ein Krebsgeschwür über die Hallen der Amerikanischen Autogewerkschaft ausgebreitet hat, und deren Plage jetzt diese Land befällt. Nun wartet es auf den neuen Messias, den eben gewählten Präsidenten Obama, dass er seinen Zauberstab schwingt und alle Probleme verschwinden lässt, während er gleichzeitig zulässt, dass dieses einst große Land weiterhin seinen Traum leben kann...

Glaubt mir, Leute, der Traum ist vorbei."

Dieser Traum, bei dem wir die Verbraucher über Jahre außer Acht lassen können, während das Management sich kurzsichtig auf die eigenen Belohnungen konzentriert, während die Fabriken mit den teuersten, arrogantesten, dümmsten und faulsten, auf ihre Ansprüche bedachten gefüllt werden, ohne dass man den Preis für diese Greuel bezahlt... Dieser Traum bedeutet den Glauben, dass sich die Massen bis in alle Ewigkeit anstellen werden, um die eigenen Produkte zu kaufen."

Kommen Sie jetzt nicht auf die Idee, mir sagen zu wollen, ich läge falsch. Beschuldigen Sie mich nicht, dass ich nicht wüsste, wovon ich spreche. Ich habe in den vergangenen 30 Jahren Ford, GM, Chrysler, TRW, Delphi, Kelsey Hayes, American Axle und unzählige andere Hersteller von Originalerzeugnissen für die Autoindustrie im gesamten Mittleren Westen angerufen und was ich in diesen Jahren in den Gewerkschaften gesehen habe, kann nur als ekelerregend beschrieben werden.

Troy Clarke, der Präsident von General Motors North America, stellt fest: Es gibt eine weit verbreitete Haltung in diesem ganzen Land, und unsere Regierung behauptet - überwiegend über die Nachrichten - dass diese Krise vollständig die Folge einer schlechten Verwaltung ist aber das ist sicher nicht der Fall."

Sie haben Recht, Mr. Clarke, es ist nicht NUR das Management... wie sieht es mit den Elektrikern aus, die in den Fabriken herumlaufen wie die Herren im Feudalismus und die die Leute unzählige Stunden auf sich warten lassen, während sie faul auf dem Hintern sitzen ...so dass sie am Wochenende kommen und Doppel- und Dreifachschichten machen,... für einen Job, der ganz leicht innerhalb einer normalen 40-Stunden Woche hätte erledigt werden können.

Wie sieht es mit den Arbeitern aus, die die Neulinge mit Angsttaktiken aller Art verschrecken... wenn sie zu viele Teile in einer Schicht bauen... oder weil sie zu produktiv sind. (Wir müssen diese faulen Typen sicher nicht beim Namen nennen, die seit Jahren schon zu hoch bezahlt werden für ihre schreckliche Unterproduktion, oder?)

Wisst ihr denn wirklich nichts davon?!? Wie sieht es mit der großen Gefühl, dass sich von Mr. Clarkes traurigem Apell ableiten lässt: in den vergangenen Jahren... haben sich die Qualitäts- und Effizienzlücken zu den Wettbewerbern geschlossen. Was hat Detroit denn in den vergangenen vierzig Jahren gemacht?!? Sind uns diese Lücken bei Qualität und Effizienz zwischen uns und den anderen wirklich EBEN erst aufgefallen? Das K-Car gegenüber dem Accord? Der Pinto im Vergleich zum Civic?!? Muss ich weiter machen? Das ist doch ein Witz!

"Wir erleben heute die unvermeidlichen Folgen der Handlungsweise der amerikanischen Automobilindustrie in den vergangenen Jahrzehnten. Es ist an der Zeit, dass Detroit für seine Sünden bezahlt."

Ich habe in der vorvergangenen Woche einen Wirtschaftgipfel besucht, bei dem der brillante Ökonom, Alan Beaulieu, vom Institut für Trendforschung die Massen überraschte, als er sagte, dass er den Banken nicht einen Penny für eine Rettung gegeben hätte.

, sagte er, das würde kurzfristige Schwierigkeiten hervorrufen. Doch ganz gleichgültig, was den Leuten gefällt: Die Politiker und Unternehmensmagnaten würden uns glauben machen, dass die Sonne am nächsten Tag wieder aufgeht... und die nächste sehr wichtige Sache würde passieren... wo es einst gierige und achtlose Banken gab, würden jetzt effiziente Banken aus dem Boden sprießen... so funktioniert das System des freien Marktes ... und es würde funktionieren... wenn wir es nur funktionieren ließen..."

Doch aus irgendeinem unbekanntem Grund stellen wir nun fest, dass der Rest der Welt Recht hat und dass der Kapitalismus nicht funktioniert - dass die Regierung einschreiten muss und uns retten muss"... uns unseren Allerwertesten retten muss.

Zur Hölle, wir verstaatlichen...und dummerweise haben zu viele der einst feinen Bürger unseres Landes überhaupt keine Vorstellung davon, was momentan wirklich passiert... Sie könnten Ihnen aber sicherlich die Statistiken ihres Lieblingssportvereins nennen... yeah... das ist wirklich wichtig, nicht wahr...?"

Kommt es je irgendwem in den Sinn, dass der über Jahrzehnte in diesem Land extrem profitabel Fahrzeuge produziert hat... Wie ist das möglich??? Wir wollen es uns einmal ansehen... sie waren treibstoffeffizient... sie hörten auf die Kunden... sie investierten langfristig in geeignete Ausstattung und in die Automatisierung.

Wären sie doch nur nicht zu gleichgültig oder arrogant gewesen, und hätten sie vor vier Jahren auf Dr. W. Edwards Deming gehört, als er lehrte, dass durch die Anwendung der geeigneten Prinzipien des Managements, die Organisationqualität erhöht wird und gleichzeitig die Kosten gesenkt werden können. Stetig steigende Produktivität durch Qualität und intelligente Planung... die Behandlung von Verkäufern wie strategische Partner und nicht wie den Feind"... Effiziente Front und Back Offices, in einem Umfeld ohne Gewerkschaften."

Auch hier könnte ich immer so weiter machen, aber ich würde niemandem etwas erzählen, dass er nicht schon tief im Herzen wusste. Ich habe sechs Kinder, also ist mir das Konzept, dass man jemanden aus dem Schlamassel retten will, in den er sich selbst gebracht hat, nicht fremd - meine Kinder tun das wöchentlich, wenn nicht täglich, genauso wie ich, als ich in ihrem Alter war.

Ich tue für sie das, was meine Eltern für mich getan haben (eine ihrer größten Fähigkeiten, ganz nebenbei) - ich lassen sie auf den eigenen Füßen stehen und akzeptiere die Folgen ihrer Handlungen und arbeite sie ab. Radikales Konzept, nicht wahr?... Gebe ich ihnen eine Chance? Natürlich - aber nur bis die Zeit, die sie brauchen, bis sie als Erwachsene ganz auf sich gestellt sind.

Ich will diese komplexe Situation nicht allzu sehr vereinfachen, aber es gibt zweifellos eindeutige Parallelen zwischen der angemessenen Rolle von Eltern und Regierungen. Detroit und die Vereinigten Staaten müssen für ihre Sünden bezahlen. Das ist die schlechte Nachricht - denn es wird kommen, egal, ob es uns gefällt oder nicht. Der eben gewählte Messias hat keinen Zaubertab, der groß genug wäre, um alles wieder verschwinden zu lassen. Ich habe gelacht, als ich Obama hörte, wie er es fast unmittelbar nachdem die letzte Stimme ausgezählt worden war, zurücknahm...

Es wird uns vielleicht nicht in einem Jahr gelingen... oder in vier Jahren... Wo zur Hölle waren solche Reden in der Zeit, in der er sich um das Amt beworben hat?"

Hört auf, das Unvermeidliche vor euch herzuschieben... dieses Haus in Florida ist nicht wirklich 750.000 Dollar wert... Leute, die über die Grenze springen, haben nicht wirklich eine kostenlose Gesundheitsversorgung verdient... der Job, einen Gabelstapler für einen der drei großen Autohersteller zu bedienen, ist nicht wirklich 85.000 Dollar im Jahr wert... wir sollten wirklich nicht zulassen, dass Wal Mart seine Regale mit Produkten auffüllt, die aus einem Land stammen, das auf ungerechte Weise die Währung manipuliert und das sich die widerlichsten Menschenrechtsverletzungen auf dem Angesicht der Erde zuschulden kommen lässt."

Das Ehepaar, das gemeinsam ein Einkommen von weniger als 50.000 Dollar hat, sollte nicht in einem Haus wohnen, das 485.000 Dollar wert ist... Lasst den Markt sich selbst korrigieren - und er wird es tun. Ja, es wird schmerzlich sein, aber es wird sowieso schmerzlich werden, und die gute Seite an diesem Vorschlag ist, dass auf der anderen Seite des Ganzen ein Land steht, das schätzt, was es hat...

und das nicht mehr über seine Verhältnisse lebt... und das sich wieder auf die Grundlagen verlässt... und das wieder eine patriotische Arbeitsethik entwickelt, die es zum großartigsten Land in der Geschichte der Welt gemacht hat... und das sich dann vermutlich auch wieder an Gott wenden wird."

Sorry - schneiden sie mir jetzt bitte nicht den Kopf ab. Ich bin nur der Bote, der Ihnen die schlechten Nachrichten überbringen muss. Ich hoffe, dass Sie sich die Nachricht zu Herzen nehmen."

Gregroy J. Knox, Präsident, Knox Machinery, Inc. Franklin, Ohio"

von
Bill Bonner
Bill Bonner

Bill Bonner ist einer der anerkanntesten Finanzexperten der USA und Bestseller-Autor. Bei uns schreibt er regelmäßig im Börsen-Newsletter Kapitalschutz Akte.


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