Die aktuelle Chartbesprechnung

Jürgen Nowacki in Investor Gurus
vom


Gehen Sie bitte im Chart auf das Jahr 2002 zurück (1. brauner Pfeil). Der Dollarindex ist stark, sehr stark sogar bei 120 Punkten (grüner Pfeil), abzulesen an der rechten Seite des Charts. Der CRB-Rohstoffindex liegt am Boden (Skala linke Seite) bei 180 Punkten. Die nachfolgende Entwicklung des Dollars - der Dollarindex beginnt ab 2003 zu fallen (grüne Kurve) - lässt den CRB-Rohstoffindex innerhalb von 5 Jahren auf 450 Punkte, also um mehr als 150 Prozent ansteigen.       


Wie aber geht es weiter?

Offensichtlich bildet der Dollar-Index einen Boden aus, von dem die weitere Entwicklung eher nach oben verlaufen dürfte, richtig? Das würde allerdings den CRB-Rohstoffindex und die Aktienmärkte negativ beeinflussen. Abschlussfrage: Was passiert, wenn die Rohstoffe billiger werden? Richtig: Es droht uns ein weltweiter konjunktureller Schrumpfungsprozess (Rezession). Die Nationen mit dem bislang größten Appetit auf Rohstoffe halten sich an den Weltmärkten mit Käufen zurück, was sich auch negativ auf Luxusgüter (PKWs) auswirken dürfte, die beispielsweise Deutschland mit großem Erfolg vor allem nach China exportiert hat. Dabei ist es nicht ausschlagebend, wie die absoluten Konjunkturdaten aussehen, also ob China nun 8 oder 8,2 Prozent Wachstum aufweisen kann, sondern es kommt darauf an, wie sich die Fondsmanager der internationalen Aktienfonds auf Anzeichen der Schwäche einstellen. Entsprechend fällt das gehandelte Aktienvolumen zurück und die Anfälligkeit für Gerüchte und schlechte Konjunkturnachrichten in DAX und Dow Jones beginnt zu steigen.

Behalten Sie, liebe Leser, das Bild im Kopf und beobachten Sie, wie sich die Nachrichten in den nächsten Wochen und Monaten verändern. Rechnen Sie damit, dass zunächst alles auf Griechenland und seine Schulden abgeschoben wird. Aber die Gründe für eine mögliche Aktienbaisse liegen, wie Sie jetzt erfahren haben, sehr viel tiefer.  

Viel Erfolg am Markt wünscht Ihnen

Jürgen Nowacki,

Chefredakteur Target Trader

 

 

Zum ersten Teil von: Intermarketanalyse (2.Teil) Dollar und Rohstoffe

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