Dezentral aufladbare Elektroautos werden kommen
Profit Radar
vom 16. Juli 2009, 19:00 Uhr
ENL5454
Konkrete Projekte laufen bereits. So will Agassi in seinem Heimatland Israel bis 2010 rund 10.000, ein Jahr später dann sogar 500.000 Ladestationen aufbauen, um Elektroautos auftanken zu können. Dänemark hat nach Aussagen Agassis ebenfalls Interesse an einem flächendeckenden Versorgungsnetz angemeldet, während Renault-Nissan die erforderlichen Elektrofahrzeuge beistellen will.
Wir werden erleben, wo die Reise hingeht. Denn letztlich bedeutet der Umstieg von benzinbetriebenen auf elektrisch angetriebene Fahrzeuge eine Neudefinition der Mobilität, die in den Köpfen der Verbraucher erst einmal verankert werden muss.
Keine einfache Situation also für Agassi. Aber zumindest eine Sorge dürfte er los sein: dass die Automobilkonzerne nicht mitziehen. Im Gegenteil, sie überbieten sich geradezu in ihrer Euphorie für die Entwicklung und baldige Markteinführung von Hybrid- und Elektrofahrzeugen.
Das sah vor Monaten noch ganz anders aus. Da wurden Hybridmodelle wie der Toyota Prius von den übrigen Herstellern noch belächelt und höchstens als Nischenprodukt definiert. Und jetzt der Sinneswandel, hervorgerufen durch eine völlig verfehlte Modellpolitik mit katastrophalen Absatzeinbußen und Unternehmenspleiten. Innovation ist angesagt und alle Großen der Autobranche wollen dabei sein.
Jetzt schlägt die Stunde der Batteriehersteller, auf deren Entwicklungen die Autokonzerne mangels eigenem Know-how auf Gedeih und Verderb angewiesen sind. Ein US-Unternehmen, das schlagartig ins Rampenlicht rücken wird, stellen wir morgen in einer neuen Themenschwerpunkt-Ausgabe von Taipan vor.
Für weitere Infos dazu klicken Sie auf Taipan.
Gute Kurse wünscht Ihnen
Volkmar Michler