Devisen-Trading: Spot-Handel, Futures, Optionsscheine, Hebelprodukte

Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Devisen & Devisenhandel

Diese beliebten Finanzinstrumente haben für den Privat-Anleger sowohl Vorteile als auch Nachteile.

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Viele Einsteiger am Devisenmarkt stehen vor dem Problem, wie sie von den Wechselkursschwankungen profitieren können. Hierzu gibt es eine große Bandbreite an Möglichkeiten, die alle eine Reihe von Vor- und Nachteilen haben. Die populärsten und wichtigsten Finanzinstrumente sind der Spot-Handel sowie der Handel mit Optionsscheinen, Futures und Hebelprodukten.

 

Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl an weiteren Möglichkeiten, von Wechselkursschwankungen zu profitieren. Dazu gehören beispielsweise sogenannte Contracts for Difference (CFDs), die sich vor allem in England einer großen Beliebtheit erfreuen, sich am deutschen Markt bisher aber nicht durchsetzen konnten.

 

Um den Entscheidungsprozess weiter zu erleichtern, für welches Finanzinstrument man sich entscheiden soll, um von den Fluktuationen am Devisenmarkt zu profitieren, wird im Folgenden noch einmal auf die Vor- und Nachteile der einzelnen Produkte eingegangen. Eine generell beste Lösung gibt es aber nicht, da die Wahl des Handelsinstruments unter anderem von der Risikobereitschaft, dem bereitstehenden Kapital und dem Handelsstil wesentlich beeinflusst werden sollte.

 


Spot-Handel

 

Der Spot-Handel über einen Fx-Broker stellt vermutlich die einfachste Art und Weise da, von Wechselkursschwankungen zu profitieren. Der größte Vorteil des Kassa-Handels ist die transparente Preisentwicklung, da man hier nicht ein derivatives Finanzprodukt handelt, sondern das Underlying selber. Einflussfaktoren wie beispielsweise die Volatilität haben auf den Wechselkurs keinen Einfluss und führen daher nicht zu einem »verzerrten« Preis.

 

Allerdings hat der Handel über einen Fx-Broker auch eine Reihe von Nachteilen. Zum einen benötigt man ein weiteres Konto, zum anderen ist man stets »Market-User«. Der Broker agiert dagegen stets als Market-Maker, das heißt der Spread (die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs) fällt bei jeder Transaktion an. Darüber hinaus kennt der Broker die eigene Position, könnte theoretisch also einen ungünstigen Kurs stellen.

 


Vorteile des Spot-Handels:

transparente Preisentwicklung

konstanter Spread (je nach Broker)

Handel rund um die Uhr

niedrige Sicherheitsleistung (Margin) notwendig

garantierte Liquidität, da der Broker als Market-Maker agiert

in der Regel keine Transaktionskosten

 


Nachteile des Spot-Handels:

weiteres Konto notwendig

Broker verwaltet Kapital und ist Handelspartner

stets Market-User

teilweise fehlende Regulierung der Broker

nur Währungspaare, die vom Broker angeboten werden

 

Der Spot-Handel mit Devisen eignet sich für alle Trader. Der größte Nachteil ist die Eröffnung eines weiteren Kontos, die weiteren Punkte stellen bei Wahl eines renommierten Brokers nur eine geringe Gefahr da.

 


Futures

 

Für den Handel mit Futures spricht eine Reihe von Gründen, weswegen sie sich unter professionellen Privatanlegern auch einer hohen Beliebtheit erfreuen.

 

Vorteilhaft sind vor allem die Spreads, die teilweise deutlich enger sind als im privaten Handel über einen Fx-Broker. Des Weiteren kann man im Fx-Futures-Markt auch als Market-Maker agieren, muss also nicht jedes Mal den Spread bezahlen. Allerdings fallen dafür im Gegensatz zum Spot-Handel Transaktionskosten an.

 

Gerade für Einsteiger, die lediglich einen Eindruck vom Devisenmarkt gewinnen möchten, stellt sich die Kontraktgröße allerdings als zu groß heraus. Auch gibt es nur eine geringe Auswahl an liquiden Kontrakten. Durch den Einfluss des Zinses weicht der Futures-Kurs meist auch geringfügig vom Spot-Kurs ab, was zu einer leicht intransparenten Preisentwicklung führt.

 


Vorteile des Future-Handels:

geringe Spreads

 


Nachteile des Future-Handels:

Einfluss des Zinses

geringe Auswahl an liquiden Währungspaaren

leicht eingeschränkte Handelszeiten

Kontrakte müssen manuell gerollt werden, wenn man langfristige Positionen handelt

 

Futures eignen sich für Trader mit Erfahrung und einem hohen Risikokapital, die lediglich in den Majors handeln möchten. Da man auch Kurse stellen kann und ein liquider Handel nicht rund um die Uhr stattfindet, bieten sich Futures vor allem für kurzfristige Trader an.

 


Optionsscheine

 

Besitzt man bereits ein Konto bei einem Broker in Deutschland, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man darüber auch Optionsscheine handeln kann. Es gibt eine große Bandbreite an Underlyings (das heißt handelbare Wechselkurse), auf die Optionsscheine mit einer Vielzahl an Laufzeiten angeboten werden. Da ein Rollen bei Optionsscheinen nicht erforderlich ist, lassen sich auch langfristige Prognosen ohne großen Aufwand umsetzen.

 

Ein großer Nachteil beim Handel mit Optionsscheinen ist jedoch die Preisfindung. Der Preis eines Optionsscheins hängt nicht nur von der Entwicklung des Underlyings ab, sondern auch von weiteren Einflussfaktoren wie beispielsweise der Volatilität. Um erfolgreich zu handeln, sind somit neben der korrekten Prognose auch detaillierte Produktkenntnisse erforderlich.

 


Vorteile des Handels mit Optionsscheinen:

Verluste begrenzt auf Einsatz

große Auswahl an Underlyings

 


Nachteile des Handels mit Optionsscheinen: 

intransparente Preisentwicklung aufgrund mehrerer Einflussfaktoren

teilweise hohe Spreads

eingeschränkte Handelszeiten

 

Optionsscheine sind ein interessantes Produkt für Investoren, die eine langfristige Position in einer Währung eingehen möchten und sich mit den Eigenheiten von Optionen auskennen.

 


Hebelprodukte

 

Auch Hebelprodukte lassen sich in der Regel mit einem gewöhnlichen Depot handeln. Im Gegensatz zu Optionsscheinen sind die angebotenen Laufzeiten strukturbedingt in der Regel deutlich kürzer – dafür ist die Preisentwicklung von Hebelprodukten aber weitaus transparenter. Der Einfluss anderer Faktoren ist hier vernachlässigbar gering.

 

Das Angebot an Hebelprodukten ist aufgrund des starken Wettbewerbs unter den Emittenten mittlerweile beinahe unüberschaubar, sodass auch hier eine große Bandbreite an handelbaren Währungspaaren zur Auswahl steht.

 


Vorteile des Handels mit Hebelprodukten:

Verluste begrenzt auf Einsatz

große Auswahl an Underlyings

 


Nachteile des Handels mit Hebelprodukten:

teilweise hohe Spreads

eingeschränkte Handelszeiten

keine langen Laufzeiten

 

Hebelprodukte eignen sich gut für kurz- bis mittelfristig agierende Trader, die kein weiteres Konto eröffnen möchten.

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