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Droht Deutschland ein Handelskrieg mit den USA?

Eines der wichtigsten Themen auf der To-Do-Liste von US-Präsident Trump ist der Außenhandel. Die USA haben bereits seit Jahren ein massives Leistungsbilanzsaldo und Trump gibt den „schlechten Deals“  seiner Vorgänger daran die Schuld – und daran, dass die USA zunehmend deindustrialisiert werden.

Und tatsächlich: Die Vereinigten Staaten haben bereits seit Jahrzehnten eine negative Leistungsbilanz im Wert von hunderten Milliarden US-Dollar. Das heißt auf gut Deutsch, dass die USA jedes Jahr mehr verbrauchen als sie produzieren.

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Enorme Militärausgaben als Kostentreiber

Doch das Bilanzsaldo liegt nicht nur an schlechten Deals der Vorgänger. Die USA machen bereits seit den 1960er Jahren Druck auf die Zentralbanken von Überschussländern wie Japan und Deutschland, anstatt möglichst viele US-Goldverschreibungen zu kaufen.

Mit diesen Schuldverschreibungen wollten die Amerikaner ihr Haushaltsdefizit im Griff behalten, das vor allem durch die massive weltweite Militärpräsenz entsteht.


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An dieser Politik hat sich seitdem nichts geändert. Die Vereinigten Staaten sind die größte Militärmacht weltweit und unterhalten nach eigenen Angaben 761 Militärbasen auf der ganzen Welt – das sind rund 14 % der globalen Stützpunkte.

Die Zahl dürfte jedoch weit höher liegen, denn in der Statistik sind zahlreiche Basen nicht enthalten, bei denen die USA nur Nutzungsrechte vereinbart haben.

Trump will Haushaltsdefizit mit Zöllen in den Griff kriegen

Mit dem Haushaltsdefizit greift Trump ein wichtiges Problem auf, das bereits seit Jahrzehnten in den USA gärt. Als Lösung möchte Trump Handelsbeschränkungen und Zölle einführen.

Darunter würde Deutschland leiden, denn Deutschland ist nicht nur extrem vom Export abhängig – die USA sind auch noch der wichtigste Handelspartner.

Im Gegensatz zu den USA widmet sich übrigens keiner der deutschen Politiker dem massiven Haushaltsüberschuss.

Stattdessen sind die Politiker noch stolz darauf, obwohl allein die europäischen Handelspartner über 750 MILLIARDEN Euro Kredite an Deutschland offen haben – der Großteil der Schulden liegt bei Pleitestaaten wie Griechenland, Italien und Spanien.


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Ein guter Vergleich ist ein Gastwirt, der seine Kunden immer länger anschreiben lässt… und dann auch noch stolz darauf ist, den größten „Deckel“ im ganzen Ort zu haben – obwohl die Gäste längst pleite sind und die Schulden nicht mal zurück zahlen könnten, wenn sie wollten.

Handelskrieg: das Todesurteil für die Weltwirtschaft

Trump polarisiert – doch er gilt inzwischen als Mann, der seine Pläne in die Tat umsetzt. Wenn er Handelsbeschränkungen und Zölle einführt, ist das ein brandgefährliches Spiel. Denn andere Länder – wie z.B. China – können darauf mit eigenen Zöllen reagieren.

Das „Wettrüsten“ mit Zöllen läuft dann aus dem Ruder und es entsteht ein Handelskrieg, der die Weltwirtschaft lahm legen kann.

Zuletzt geschehen ist das in den 1930er Jahren, als Handelsbeschränkungen unter dem damaligen US-Präsidenten Herbert Hoover aus dem Ruder liefen. In Folge brach der Welthandel um 50 % ein und es brach die schlimmste Wirtschaftskrise des 20. Jahrhunderts aus.

Denken Sie daran: Niemand hat den Wahlsieg von Trump für möglich gehalten, doch jetzt ist er an der Macht. Das ist nicht die letzte Überraschung, die der US-Präsident uns einbringen wird!

Trump plant Handelsbeschränkungen und Zölle, um das Defizit der USA in den Griff zu kriegen. Schon einmal führte uns ein US-Präsident in den 1930er Jahren in einen Handelskrieg… und in die schlimmste Wirtschaftskrise des 20. Jahrhunderts.

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Über den Autor Dimitri Speck

Dimitri Speck gilt als gewiefter und erfahrener Marktanalytiker. Außerdem ist er Chef-Entwickler für die Handelsstrategien des Asset Managers Staedel Hanseatic. Er ist also kein gewöhnlicher Analyst, der am grünen Tisch irgendwelche Spekulationen aufgreift. Er beobachtet die Märkte und schließt daraus Ungeheuerliches.

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