Orderarten im Devisenhandel

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Die unterschiedlichen Ordermöglichkeiten im Devisenhandel erlauben es dem Trader, komplexere Strategien zu handeln, ohne permanent den Devisenmarkt beobachten zu müssen.

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Weitere Orderarten im Devisenhandel

Neben Stop- und Limit-Aufträgen bieten mehrere Broker auch noch die Orderart »One-Cancels-Other« (»eine storniert die andere«) an. Der häufig auch als OCO-bezeichnete Auftrag ist eine Kombination aus meist zwei zugrunde liegenden Aufträgen, die miteinander verknüpft sind. Wird einer der beiden Aufträge ausgeführt, wird automatisch die andere Order storniert.

 

OCO-Aufträge bieten sich somit beispielsweise dafür an, eine Position sowohl mit einem Sicherungs-Stop (»Stop Loss«) als auch mit einer Order zur Gewinnmitnahme zu versehen. Fällt der Kurs unter eine bestimmte Marke, wird der Stop ausgelöst, und die Position wird glattgestellt. Steigt der Kurs über eine bestimmte Marke, wird dagegen die Limit-Order aktiviert, und die Position wird mit einem Gewinn verkauft. In beiden Fällen wird nach Ausführung der ersten Order die zweite Order storniert.

 

Einige Broker bieten auch die Möglichkeit einer »If then«-Order an. Hierbei handelt es sich ebenfalls um einen kombinierten Auftrag. Die zweite Order wird hierbei jedoch erst dann aktiviert, wenn der erste Auftrag ausgeführt wurde. Diese Option wird häufig genutzt, um eine Position mit einem limitierten Auftrag einzugehen und anschließend sofort automatisch mit einem Sicherungs-Stop zu versehen.

 

Order-Ausführungen im Devisenhandel

Bei der Ausführung von Limit- und Stop-Ordern kommt es immer wieder zu Verwirrungen. Diese rühren hauptsächlich daher, wann genau die Limit- beziehungsweise Stop-Order ausgeführt wird und zu welchem Preis. In der Regel wird der Stop-Auftrag zu einem unlimitierten Market-Auftrag, sobald die angegebene Marke unter- beziehungsweise überschritten wird. Bei schnellen Bewegungen erfolgt die Ausführung dann häufig erst einige Pips vom angegebenen Stop-Preis entfernt. Diese Differenz wird auch als Slippage bezeichnet.

 

Einige Fx- Broker bieten eine Preisgarantie an, das heißt, die angegebene Stop-Order entspricht dem Ausführungskurs. Allerdings sollte man beachten, dass man bei einem Fx- Broker in der Regel immer Market-User ist (also stets zum Ask-Kurs kauft und zum Bid-Kurs verkauft). Ein Market-Making (das heißt das Stellen von Kursen) ist normalerweise nicht möglich.

 

Viele Trader schrecken vor Stop-Aufträgen zurück, da der Markt häufig nur einige Pips unter Unterstützungsmarken (die häufig zum Platzieren von Stops genutzt werden) fällt, bevor er kurz darauf wieder über die Unterstützung zurückkehrt. Dies wird häufig auf Market-Maker zurückgeführt, welche die »Stops abfischen«. Ob der Wechselkurs tatsächlich nur kurz unterhalb der Marke notiert oder dauerhaft abrutscht, lässt sich leider erst im Nachhinein feststellen – in letzterem Fall dann aber schon mit großen Verlusten. Das beschriebene Verhalten birgt daher erhebliche Risiken.


Gültigkeit von einer Order im Devisenhandel

In der Regel lassen sich Handelsaufträge mit einem Datum versehen, bis wann sie gültig sind. Wurde die Order bis zu dem spezifizierten Gültigkeitsdatum nicht ausgeführt, wird sie vom Broker storniert.

 

Wenn kein Gültigkeitsdatum spezifiziert wurde, wird häufig angenommen, dass die Order »Good Till Cancel« ist. Die in den Handelsplattformen häufig auch als »GTC« abgekürzte Option bedeutet, dass die Order so lange gültig ist, bis sie durch den Trader wieder gelöscht wird.

 

Day-Trader nutzen häufig die Option »Day«, da alle noch verbleibenden offenen Orders zum Handelsende des aktuellen Tages wieder storniert werden. Einige Broker bieten auch die Option »Good Till Day« an, bei der die Order nur bis zum dem angegebenen Datum gültig ist.

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