Japanischer Yen

Interventionen der Bank of Japan verpuffen (bislang) an den Märkten

in Wave Daily zum Thema Japanischer Yen
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Die jüngsten Interventionen der japanischen Notenbank Bank of Japan (BoJ), über die ich am 30. März berichtete, scheinen zwar der Wirtschaft kurzfristig geholfen zu haben, an den Märkten verpuffen diese Aktionen aber offensichtlich (siehe Chart) recht schnell.


Dies dürfte wohl auch daran liegen, dass die von der Bank of Japan zum Ziel ihrer Geldpolitik gemachte Inflationsrate von kurzfristig 1 und langfristig 2 % noch nicht erreicht wurde. Am 30. März beschrieb ich, dass dies jedoch eine Voraussetzung dafür sein könnte, dass die Anleger endlich aus dem Yen flüchten.

Voraussetzung für einen schwächeren Yen

"Bisher genießt Japan (noch) einen positiven Realzins. Das bedeutet, dass die Zinsen 10jähriger japanischer Staatsanleihen mit einer aktuellen Rendite von 0,95 % über der Inflationsrate von im Dezember Minus 0,2 % liegen.

Wenn nun jedoch, wie gestern beschrieben, die Bank of Japan eine Inflationsrate von kurzfristig 1 und langfristig 2 % zum Ziel ihrer Geldpolitik macht, dürfte dies den Realzins langfristig negativ werden lassen (falls die Renditen auf dem aktuellen Niveau verbleiben). Dies könnte Anleger aus japanischen Staatsanleihen heraus treiben und eine Flucht aus dem Yen auslösen", schrieb ich Ende März.

Interventionen zeigen aber Wirkung

Werfen wir einen Blick auf die japanischen Inflationsraten der vergangenen Monate:

  • Januar: + 0,1%

  • Februar: + 0,3%

  • März: + 0,5%

  • April: + 0,4%

Es zeigt sich also, dass die aktuellen Inflationsraten zwar einen Aufwärtstrend aufweisen, dieser jedoch noch nicht zu negativen Realzinsen geführt hat. Dennoch zeigen die Interventionen im Hinblick auf die Inflationsraten schon eine Wirkung. Wird diese Strategie weiter fortgesetzt, könnte sie auch noch zum Erfolg führen - also zu einem schwächeren Yen.

Trendwende verschoben?

Leider hat die Trendwende in den Währungspaaren (EUR/JPY und USD/JPY), die sich auch charttechnisch schon angedeutet hat, nun doch nicht wie erwartet stattgefunden. Was die Charts darüber zu berichten haben, schauen wir uns morgen an.


Bis dahin wünsche ich gute Gewinne
Sven Weisenhaus


von
Sven Weisenhaus
Sven Weisenhaus

Sven Weisenhaus handelt seit mehr als 10 Jahren Aktien, Zertifikate und inzwischen hauptsächlich CFDs. Im Wave Daily dreht es sich meist um Elliot Wellen.

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