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EZB - moderate QE-Maßnahmen: EUR steigt
Von Miriam Kraus | 08. Mai 2009 | Artikelbewertungen
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Liebe Leser,

ja ,die Zentralbanken und ihre QE-Maßnahmen. Nun hat sich schließlich auch die EZB zu derlei durchgerungen. Lange hat sie diesem Trend widerstanden - was wohl hauptsächlich den konservativen Deutschen zu verdanken ist.

EZB senkt Leitzins und führt QE-Maßnahmen ein


Gestern senkte die EZB den Leitzins um weitere 25 Basispunkte auf 1 %.

Aber das war noch nicht alles. Nachdem der Markt schon lange darauf spekuliert hatte, ob und vor allem wie sehr die EZB wohl doch noch wie ihre Pendants in den USA und UK zu QE-Maßnahmen greifen würde, gab die EZB gestern nun bekannt zudem auch Covered Bonds kaufen zu wollen.

QE-Maßnahmen und Leitzinssenkungen? Eigentlich sollte dies die europäische Einheitswährung unter Druck bringen. Doch, weit gefehlt! Euro legte dagegen zu.

Auch dafür kann es einen Grund geben: der Markt betrachtet die QE-Maßnahmen offenbar als äußerst moderat.

Moderate QE-Maßnahmen

Tatsächlich, im Vergleich klingen die Ankündigungen der EZB vorsichtig und moderat an. Rund 60 Milliarden Euro (oder 80,5 Milliarden USD) will die EZB zum Kauf von Covered Bonds locker machen.

Das entspricht rund 0,6 % des BIP. Auch vom Deficit Spending, dass die US- und UK-Pendants so gerne voran treiben ist nichts zu sehen.

Derlei umsichtiges Verhalten scheint der Markt, zumindest in Bezug auf die Einheitswährung offenbar zu belohnen.

EUR/USD stieg von 1,3250 gestern bis auf 1,3470. Aktuell notiert EUR/USD bei 1,3381. Bei 1,3250 ergibt sich eine deutliche Unterstützung. Ein nachhaltiges Überschreiten der 1,3450 könnte EUR/USD in Richtung der 1,3680 bringen.

Quelle: CFX-Broker

GBP abgestraft

Besonders im Vergleich wird die Reaktion der Märkte auf die Stärke der QE-Maßnahmen deutlich. Während EUR aufgrund der äußerst moderaten Beschlüsse der EZB Unterstützung findet, wird GBP aufgrund der aggressiven QE-Maßnahmen der BoE abgestraft.

Zwar hat die BoE ihren Leitzinssatz bei 0,5% unverändert belassen, doch aggressive Maßnahmen wie weitere 3,5% des BIP zum Kauf von Assets zu nutzen wurden deutlich GBP negativ gewertet.

Kein Wunder, die QE-Maßnahmen kosten BoE, aber auch die FED, bereits jetzt schon mehr als 10% des BIP. Wer soll das bezahlen, wenn nicht über Ausweitung des Defizits oder durch inflationäre Tendenzen?!

Cable verlor fast 250 Pips (oder 38,2 % der vohergehenden Rallye) auf 1,4942. GBP/USD notiert aktuell bei 1,5028. Unterstützung bietet die 1,49. Ein Überschreiten der 1,5150 könnte Cable wieder in Richtung der 1,5350 bringen. Erst ein Bruch der 1,4935 nach unten könnte zu einem Test der 1,4771 und 1,4696 führen.

Quelle: CFX-Broker

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