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Entwicklung der Währungen

Fangen wir sozusagen bei Adam und Eva an und klären erst einmal, was Geld ist und wie es entstand. Die für uns heute gebräuchlichen Währungen haben eine im Ablauf der Menschheitsentwicklung gesehen relativ kurze Geschichte. Das Geld entwickelte sich erst in den vergangenen Jahrhunderten zum heute standardisierten Zahlungsmittel.

Währungen beruhen auf Geld

Eine Währung besteht immer aus dem ihr zugehörigen Geld, das sich bei der Bevölkerung in Umlauf befindet. Der Begriff „Geld“ stammt aus dem mittelhochdeutschen Wort „Gelt“ und hat die Bedeutungen Lohn, Vergeltung, Zahlung, Opfer und Zins ( Quelle: Deutsches Wörterbuch der Gebrüder Grimm).

Entwicklung der Währungen: Am Anfang war der Tauschhandel

In der Geschichte gab es über Jahrtausende nur den Tauschhandel. Jagdbeute wurde gegen Kleidung getauscht, Speerspitzen gegen Salz, Getreide gegen Fisch. Dieser Naturaltausch ist aber so umständlich, dass sich bald erste Waren herauskristallisierten, die gegen mehrere Dinge eingetauscht werden konnten.

In verschiedenen Kulturkreisen sind das die unterschiedlichsten Güter: In Europa war es lange das Salz, bei vielen Inselstaaten bestimmte Muscheln, in Ozeanien das Steingeld. Die seltenen und schwer zu findenden Metalle Gold, Silber und Kupfer wurden aber auch schon früh zu Naturalgeld in Form von Ringen, Schmuck oder Barren. (Eine späte und kurze Episode war in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg der Tausch von Waren mit Zigaretten als Geldeinheit…).

Frühform: Das Hack- oder Wägegeld

Aus diesem Naturalgeld entwickelte sich das Hack- oder Wägegeld. Salz konnte problemlos in kleine Einheiten zerlegt werden, Metalle wurden ursprünglich zu Barren, Ringen oder Stäben geschmolzen, von denen dann nach Bedarf ein Stück abgehackt und gewogen wurde. Der Nachteil: Bei jedem Tauschhandel musste eine Waage vorhanden sein, um den Wert der gehandelten Einheit bestimmen zu können.

Wichtiger Schritt bei der Entwicklung der Währungen: Erste Münzen als Geld

Münzen (aus dem lateinischen Wort „moneta“) wurden im 7. Jahrhundert v. Chr. im Königreich Lydien (auf dem Gebiet der heutigen Türkei) erfunden. Diese erste Standardisierung verwendete abgewogene Stücke von Gold und Silber und versah sie mit einer Prägung.

Da die Menschen sehr schnell den praktischen Nutzen dieser Standardisierung erkannten, verbreitete sich diese Idee rasant rund um das Mittelmeer. Bereits um 550 v.. Chr. gab es in allen wichtigen Handelszentren Münzzentren, wo das Metall entsprechend bearbeitet wurde. Damit entstanden die ersten Währungen, die aber nur in relativ kleinen Gebieten gültig waren.

Papiergeld aus China: Die erste Währung ohne (Gold-)Münzen

Das erste Papiergeld wurde vermutlich im 9. Jahrhundert in China entwickelt. Zahlungsverpflichtungen wurden schriftlich bestätigt und konnten gehandelt werden. Ab dem 17. Jahrhundert verbreitete sich das Papiergeld auch in Japan in Form von getauschten Quittungen. In Europa war Italien der Vorreiter. Hier wurde mit der Einführung des Bankwesens eine Art von Papiergeld ausgegeben, das auf Krediten beruhte.


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Mit der Erfindung des Papiergelds wurde der Inflationierung der Währungen die Tür geöffnet, denn Geld-„Scheine“ entsprachen nicht mehr unbedingt dem Wert der hinterlegten Ware.

Entwicklung früher Währungen

Für die Entstehung einer Währung ist die Standardisierung des Geldes durch eine obrigkeitliche Regierung nötig. Dafür wird eine so genannte „Münzanstalt“ eingerichtet, die das Wägen des Metalls (den standardisierten Metallgehalt) überwacht und die Prägung mit bestimmten Siegeln durchführt. Damit kann sich jeder auf den Wert einer Münze verlassen, der die Einheiten dieses Währungssystems kennt.

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Über den AutorDaniela Knauer

Daniela Knauer, Jahrgang 1962 aus Stuttgart, studierte Medienberatung und Wissenschaftsjournalismus in Berlin. Ab Mitte der 1990er Jahre ist sie freie Traderin.

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