Devisenhandel: Dollar-Krise
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Wie Sie sich vor dem Verfall der Weltwährung schützen
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Die Größenordnung der US-Aktien- und Anleihemärkte ermöglichen Großinvestoren bei ihren Finanzen relativ problemlos ein- und wieder auszusteigen. Das wäre in kleineren Ländern nicht sicher zu stellen. Zum anderen liegen die US-Zinsen gegenüber den anderen großen Währungsräumen Euro und Yen höher und favorisieren so ein Investment in US-Anleihen – trotz der Risiken von Währungsverlusten. Aber:
Sollten sich diese Parameter in den kommenden Jahren ändern, kann die befürchtete Dollarkrise, sprich ein markanter, weiterer Kursverfall des US-Dollar, durchaus noch kommen. D.h. Dollar-Investoren müssen sich dann warm anziehen, wenn das Zinsniveau in den USA deutlicher sinkt (was ja dieser Tage als Allheilmittel der Liquiditätskrise gehandelt wird, ohne diese Nebenwirkung zu berücksichtigen) und andere Wirtschaftsräume eine ausreichende Größenordnung erreichen, um den USA als Anlageziel Konkurrenz zu machen.
Letzteres würde insbesondere dann möglich, wenn neben Euro und Yen auch Währungen der Schwellenländer wie der Rubel und der Yuan eine hinreichende Stabilität erreichen, um Kapital in größerem Umfang anzuziehen.
Die zwei Welten des Dollar-Handels und die Möglichkeit einer Dollar-Krise
Ganz kurzfristig jedoch sind solche Bewertungen natürlich für die Kursentwicklung wenig entscheidend. Ob der US-Dollar nun zu Yen und Euro an einem Tag zulegt und am nächsten wieder fällt, ist natürlich vor allem eine Frage des Tradings. Immer noch sind weit über 80% aller Transaktionen an den Devisenmärkten reine Spekulation ohne den Hintergrund von echten Devisen-Wechselgeschäften. Eine meiner Meinung nach seriöse und sinnvolle Empfehlung:
Anleger, die sich in diesen ganz kurzfristigen Bereich hineinwagen – und mit ihren Tradings Geld verdienen wollen - sollten daher diese fundamental durchaus vorhandenen Argumente für eine Dollarkrise unbedingt aus dem Denken und Handeln verbannen. Denn auf Tagessicht zählen drei Stellen hinter dem Komma schon als lukrativer Gewinn, den man mitnehmen kann. Und selbst wichtige Konjunkturdaten bleiben nicht selten ohne Widerhall, weil die Trader einfach ihre eigene Linie verfolgen.
Mittelfristig jedoch wird die Politik der US-Notenbank eine wichtige Rolle spielen. Wenn die USA ihren Zinsvorsprung gegenüber dem Euroraum verlieren, dürfte die Wahrscheinlichkeit, dass es wirklich zu einer Dollarkrise kommt, durchaus steigen – und dann natürlich auch mit entsprechend negativen Folgen für US-Anleihen und –Aktien.
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