Devisenmarktes Geschichte

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Vom Goldstandard hin zu flexiblen Wechselkursen im Devisenhandel

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»Währungsschlange« und Europäisches Währungssystem

Nach einer Übergangsphase wurde schließlich der Europäische Wechselkursverbund gegründet. Das auch als »Währungsschlange« bezeichnete System zeichnete sich durch enge Paritäten (+/– 2,5 Prozent) zwischen den einzelnen Währungen innerhalb der europäischen Wirtschaftsgemeinschaft aus. Wechselkurse gegenüber dem US-Dollar waren dagegen bereits flexibel.

 

Das System hatte nur bis 1979 Bestand und wurde schließlich durch das Europäische Währungssystem abgelöst. Hierbei bestanden keine festen Wechselkurse zwischen den europäischen Währungen mehr, sondern fixe Relationen der einzelnen Währungen gegenüber dem fiktiven Währungskorb ECU. Der Wert eines ECU errechnete sich aus dem gewichteten Durchschnitt eines festgelegten Korbes von Währungen aus den teilnehmenden Ländern.

 

Der Euro bringt flexible Wechselkurse

Im Vertrag von Maastricht wurde 1991 schließlich die Grundlage für die europäische Gemeinschaftswährung Euro gelegt, welche die nationalen Währungen der teilnehmenden Länder ablöste. Der Euro wurde schließlich 1999 eingeführt und löste den ECU ab. Unter den wichtigsten Währungen herrschen seitdem flexible Wechselkurse.

 

Im Zuge der Globalisierung hat sich das gehandelte Volumen in den vergangenen Jahren stark erhöht. Das durchschnittliche tägliche Volumen am Devisenmarkt betrug 1989 noch rund 590 Milliarden US-Dollar. Dies stieg bis auf geschätzte 1.880 Milliarden US-Dollar pro Handelstag in 2004 an. Für den starken Anstieg seit 2001 werden von vielen Marktbeobachtern unter anderem Hedge-Fonds verantwortlich gemacht. Aber auch die zunehmende Wahrnehmung von Devisen als Asset-Klasse hat den starken Volumenzuwachs unterstützt.

 

Devisenhandel

Durchschnittliches tägliches Volumen am Interbankenmarkt in Milliarden US-Dollar (Quelle: BIS, 2004)

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