Devisen

Deutschland an 4. Stelle weltweit

Daniel Fehring in Devisen-Monitor zum Thema Devisen
vom


von Daniel Fehring

Ohne zu wissen worum es geht, klingt dies für unser kleines Land gut. In diesem Fall geht es aber um die Rüstungsexporte Deutschlands des vergangenen Jahres. Spätestens jetzt fängt man das Nachdenken an und ist sich etwas uneins, ob das gut ist oder nicht. Zumindest ging es mir so.


Tatsächlich wurden 2005 1,64 Mrd. EUR Rüstungsgüter in das Ausland verkauft. Dies erscheint auf den ersten Blick nicht sehr viel, ist aber eine Steigerung von 45% zum Vorjahr. Das wiederum erscheint mir beträchtlich.

Massgeblich zu dieser Steigerung haben die 2 U-Boote beigetragen, die an Israel ausgeliefert wurden.

Ursprünglich hat sich Deutschland verpflichtet keine Waffen in Krisengebiete auszuliefern. Da Israel kein Krisengebiet ist und wir unsere Truppen anscheinend nur zur Übung dorthin schicken, konnte die damalige Rot-Grüne Regierung mit gutem Gewissen sämtliche Hühneraugen zudrücken. Auch Indien ist kein Krisengebiet. Zwar brodelt es an der Grenze zu Pakistan, aber nicht so schlimm, dass man dieses Land nicht beliefern dürfte.

Es hat aber auch seine guten Seiten mit den Waffenlieferungen. Es schafft Arbeitsplätze und auch Verbündete. Ausserdem machen unsere Waffenlieferungen nur 3% des Weltumsatzes aus. Wenn ich diese Zahl betrachte, muss ich sagen, sollte der Umsatz noch ausgebaut werden.

Diese Überlegung hat auch die jetzige Regierung. Schliesslich will man ja wachsen (siehe letzter Artikel).

Es ist auch egal, ob man die Rüstungsgüter direkt liefert oder es, wie in der Vergangenheit, über England und Frankreich gemacht hat. Im übrigem, wer sagt denn, dass Deutschland die Waffen liefert, die der deutsch-französische Konzern EADS produziert hat. In kritischen Fällen war es natürlich Frankreich. Im Falle Israels ist die Sachlage ohnehin klar. Wir haben noch eine alte Schuld und deshalb sind wir zur Hilfe verpflichtet.

Mein Vorschlag: sehen wir es aus betriebswirtschaftlicher Sicht. Steigern wir den Umsatz und den Export. Dabei sollten die Regelungen nur aufgeweicht werden. Sonst werden zu viele Stimmen in der Presse laut. Geniessen wir lieber die Schaffung von mehr Arbeitsplätzen. Für dieses Vorhaben würde ich aber einen Personalwechsel bevorzugen. Nicht dass ich meinen bayrischen Mitbürger Glos dies nicht zutraue, aber in ca. 2 Jahren steht für diese Aufgabe Donald Rumsfeld zur Verfügung. Wir sollten Ihn abwerben, da er der Experte in der weltweiten Waffenschieberei ist.

Renminbi oder Yuan?

Hand auf Herz, wer von Ihnen weiss wie die Währung in China offiziell genannt wird? Ist es Renminbi oder Yuan?

Die offizielle Bezeichnung der PRC ist Renminbi. Es bedeutet in etwa die Währung des Volkes.

An den Finanzmärkten und in den Newsagenturen ist die Abkürzung CNY, was so viel wie Chinese Yuan bedeutet, bekannt. Nachrichtensprecher und Politiker benutzen lieber das Wort Renminbi. Devisenhändler hingegen sprechen vom Yuan. Sie sehen, in diesem Fall können wir nichts falsch machen.

Erfolgreichen Start in die neue Woche.

Herzlichst

Daniel Fehring



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