Deutschland. Ein Wintermärchen.
Michael Vaupel in Traders Daily
vom 06. März 2006 12:00 Uhr
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*** Na, das freut einen doch! Trader's Daily-Leserin Karola M. schreibt mir:
"Mir gefallen besonders die Zitate des Tages, die Sie im Trader's Daily bringen. Angesichts des Ausverkaufs (6,5 Mill. Shares) von LCA Vision, der durch das Herummäkeln der Analysten an den überaus guten Vorjahresergebnissen (+34 %) in Gang gesetzt wurde, sagte ein Börsianer:"
"Wertpapieranalysten und Theaterkritiker haben viel gemeinsam. Sie beschreiben und beurteilen mit erstaunlichem Selbstbewußtsein und mit erheblichen Folgen Dinge, die sie selbst in keiner Weise beherrschen."
*** A propos Leserbriefe. Dass ich in Emails oder im Trader's Daily keine konkreten Empfehlungen bringen darf, wissen Sie ja (es handelt sich schließlich um einen kostenlosen Newsletter, konkrete Empfehlungen nur in meinen beiden kostenpflichtigen Diensten). Ich wiederhole es für Neulinge dennoch einmal, da ich immer wieder solche Anfragen erhalte.
Dann erhalte ich auch immer wieder Emails, in denen Leser schreiben, dass Sie gerne genau wie ich lieber "Märkte statt Einzeltitel" kaufen würden, mittels Zertifikaten. Sie würden aber dadurch abgehalten, dass die Umsätze bei den beobachteten Zertifikaten oft sehr gering seien, da sei doch ein jederzeitiger Verkauf mindestens schwierig, weshalb sie die Finger davon lassen würden.
Meine Stamm-Leser(innen) wissen natürlich, dass diese Bedenken unbegründet sind. Aber auch für diejenigen, die den Trader's Daily nicht regelmäßig lesen – von mir "Ungläubige" genannt – hier klar und deutlich der Hinweis:
Bei den von mir empfohlenen Optionsscheinen und Zertifikaten sind Sie NICHT von tatsächlichen Umsätzen abhängig, denn der Emittent (="Herausgeber") dieser Scheine übernimmt die Funktion eines sogenannten "Market Makers". Das bedeutet, dass er an Handelstagen fortlaufend verbindliche An- und Verkaufskurse stellt. Diese werden laufend aktualisiert, manchmal alle paar Sekunden. (Falls dies in absoluten Ausnahmefällen nicht so ist, weise ich darauf hin.)
Das bedeutet: Wenn Sie einen Kaufauftrag für ein bestimmtes Zertifikat in den Markt (am besten: Börse Stuttgart) legen und gerade kein anderer Investor diesen Schein verkaufen möchte, dann springt sofort der Emittent ein und verkauft Ihnen die gewünschten Stücke. Das ist eine Frage von Sekunden, maximal Minuten. Genauso verhält es sich bei Verkäufen: Wenn Sie eine Verkaufsorder für ein bestimmtes Zertifikat in den Markt legen und kein anderer Investor kaufen möchte, dann springt der Emittent ein und kauft alle Ihre Stücke zum gerade aktuellen Ankaufskurs auf.
Sie erkennen die gewaltigen Vorteile gegenüber dem Handel mit Aktien, besonders Nebenwerten: Es kommt beim Zertifikate-Handel mit dem Emittenten zu KEINEN TEILAUSFÜHRUNGEN, bei Stoppkursen wird in der Regel auch tatsächlich zur Höhe des Stoppkurses oder nur unwesentlich davon entfernt verkauft (leider habe ich da mit einigen Emittenten aber auch schon schlechte Erfahrungen gemacht!) und Sie sind eben NICHT davon abhängig, dass es zu tatsächlichen Umsätzen an der Börse gekommen ist.
Um es nochmals klar zu sagen: Auch, wenn ein Schein wochenlang keine Umsätze generiert hat, können Sie problemlos kaufen und verkaufen, da der Emittent jederzeit einspringt!
*** Mein Kollege Andreas Schnappberger (Autor von "Daily Forex News", siehe unten) schreibt mir gerade "aus dem Schneeloch, wir können drei Kreuze machen, dass wir wieder da sind ... (ohne Unfall) ..."
Ich war am Wochenende auch unterwegs – zum Glück allerdings per Bahn. Und vom Bahnfenster aus ließ sich wirklich sagen: "Deutschland. Ein Wintermärchen!"
Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Woche.
Ihr
Michael Vaupel