Deutsche Wirtschaftszahlen besser als erwartet
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 09. April 2003 18:00 Uhr
ENL5454
Nach Angaben des Statistischen Bundesamt sanken die Importe der deutschen Wirtschaft im Vergleich zum Januar um 1,6 %. Im Vergleich zu Februar 2002 legten sie jedoch um 4,1 % zu.
Die Handelsbilanz wies im Februar einen Überschuss von 10,6 Mrd. Euro aus. In der Leistungsbilanz ist ein Überschuss von 4,5 Mrd. Euro zu verzeichnen. Analysten hatten mit einem Handelsbilanzüberschuss von nur 9,4 Mrd. Euro und mit einem Überschuss in der Leistungsbilanz von 2,7 Mrd. Euro gerechnet.
Im Vergleich zum Februar 2002 sind die Exporte um 4,4 % gestiegen. Aber auch hier sind die Exporte im Vergleich zum Januar saisonbereinigt um 2,5 % gesunken. Hier ist der Rückgang eher im Zusammenhang mit dem vorherigen Anstieg zu sehen. Ein Tendenz kann daraus noch nicht geschlossen werden.
Die Inflation ist im März zum Februar leicht gesunken. Sie sank von 1,3 % auf 1,2 %. Insbesondere Kraftstoffe und Heizöl wirken sich auf die Preissteigerungsrate aus. Leichtes Heizöl verteuerte sich zum Vorjahr um 27,3 %. Kraftstoffe um 10.7 %. Rechnet man diese Steigerungen heraus, so hätte die Inflation im März lediglich bei 0,7 % gelegen. Kein Wunder, dass die Volkswirte im Moment nicht von einer Inflationsgefahr ausgehen. Hier ist schon eher die Gefahr einer Deflation gegeben.