Deutsche Wirtschaft erhält einen Dämpfer
Sven Weisenhaus in Wave Daily
vom 9. Februar 2011, 13:00 Uhr
ENL5454
Zum Jahresausklang musste die deutsche Wirtschaft einen Dämpfer verkraften:
Nachdem die deutsche Industrieproduktion bereits im November 2010 um 0,6 % gegenüber dem Vormonat zurück ging, musste auch im Dezember ein Monatsminus von 1,5% hingenommen werden. Dabei ging der Rückgang fast ausschließlich auf einen Einbruch in der Bauproduktion zurück. Diese erlitt mit -24% den kräftigsten Einbruch seit der Wiedervereinigung. Der Anteil der Bauproduktion an der gesamten Industrieproduktion beträgt knapp 6 % und verursachte damit allein einen Rückgang der Industrieproduktion von 1,3%.
Auch die Auftragseingänge sind im Dezember überraschend kräftig um 3,4 % im Monatsvergleich gefallen, nach +5,2% im November.
Passend dazu war der preisbereinigte Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Dezember 2010 saison- und arbeitstäglich bereinigt um 0,7% niedriger als im November 2010 (nach + 0,7% im November 2010 gegenüber Oktober 2010).
Im Vorjahres-Vergleich zum Dezember 2009 war der bereinigte Umsatz im Dezember 2010 um 12,6% höher.
Ein neuer Trend hat damit natürlich noch nicht eingesetzt. Im Juli und September gab es auch negative Werte bei den Auftragseingängen, so dass diese Zahlen keinen Beinbruch darstellen.
Ich wünsche Ihnen gute Gewinne
Sven Weisenhaus