Deutsche Soldaten bald im Krieg gegen Teheran?
Alexander Hahn in Investoren Wissen
vom 28. April 2010, 16:00 Uhr
ENL5454
bevor ich zum eigentlichen Thema der heutigen Ausgabe komme, möchte ich kurz an meinen Artikel "Verbinden wir die Punkte..." vom 31.03.2010 anknüpfen.
Wie ich Ihnen damals schrieb, ging es um das Thema "bevorstehender Irankrieg" und die amerikanisch-israelischen Kriegsvorbereitungen im Hintergrund, während man der Welt noch die üblichen Diplomatiemärchen vorheuchelt.
Auch schrieb ich damals, und daran halte ich natürlich nach wie vor fest, dass ich letztlich nicht weiß, wie gefährlich der Iran wirklich ist, und dass ich derartige Beurteilungen anderen überlasse. Damit lasse ich mich auch weder auf die seit Monaten bei uns in der BRD laufende massenmediale Propaganda und Hetze contra Iran, noch auf irgendwelche rosaroten Verklärungen des Regimes dort ein.
Viel mehr interessiert mich als Investor, ob es zu einem derartigen Angriff auf den Iran kommen wird, wie er ggf. aussehen wird oder nicht und was die Konsequenzen für die Märkte sind.
Nach diesem kleinen "Vorspann", also zu meinem eigentlichen Punkt:
Wie Sie sicherlich noch wissen, lehnte der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder eine aktive Beteiligung am amerikanischen Überfall auf den Irak zumindest öffentlich ab (was "hintenrum" lief, ist natürlich eine andere Geschichte). Anders hingegen seine damalige politische Herausforderin und heutige Kanzlerin Angela Merkel, welche den amerikanischen Angriffskrieg mit voller Härte und bester Vasallentreue laut befürwortete. Dafür brach sie damals sogar ein ziemliches politisches Tabu und kritisierte die deutsche Regierung heftig in den amerikanischen Medien.
Dieser Hintergrund von Frau Merkel als den USA ergebene, treue Kriegsbegeisterte und bereitwillige Truppenstellerin ist wichtig, wenn Sie den folgenden, m.E. sehr wichtigen Artikel, dessen Lektüre ich Ihnen dringend ans Herz legen möchte, lesen:
Wie die Bundeswehr den Krieg gegen den Iran plant
Kurz und knapp: Ich halte die Augen weiter offen für Sie, aber mich beschleicht immer mehr das böse Gefühl, dass hier tatsächlich noch etwas ansteht. Spätestens dann, wenn die "glücklichen Zufälle" wieder beginnen und man einfach "zurückschießen" muss, sollte klar sein, was kommen wird, besonders vor dem Hintergrund der immer weiter zunehmenden Probleme im Bereich der Staatsfinanzen, der Eurozone und damit letztlich auch wieder der Wirtschaft.
Beste Grüße