Deutsche Post: Gute Zahlen trotz sinkendem Konzerngewinn
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 04. März 2003 18:00 Uhr
ENL5454
Die Deutsche Post (WKN 555200) muss beim Konzerngewinn eine Verringerung um 58 % auf 0,66 Mrd. Euro hinnehmen. Als Grund für diesen Einbruch wurden die erwarteten Rückzahlungen von Subventionen in Höhe von 907 Mio Euro genannt. Die Post hatte deswegen im vorigem Jahr Rückstellungen in Höhe von 850 Euro gebildet.
Ansonsten hätten alle Bereiche der Post ihre geplanten Ergebnisziele erreicht oder sogar übertroffen. Auch der Umsatz konnte sich um 17,6 % auf 39,3 Mrd. Euro erhöhen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) hat im Geschäftsjahr 2002 2,4 Mrd. Euro betragen, 5 % weniger als im Vorjahr.
Die Post bekräftigte auch ihr Ziel, bis 2005 das Ebita auf 3,1 Mrd. Euro steigern zu wollen. Aufgrund der guten Zahlen werde die Dividende von 37 Cent auf nun 40 Cent erhöht.
Die Aktie der Deutsche Post kann um 0,32 % auf 9,35 Euro steigen.
Die Post gehört sicher zu den Aktien, die längerfristig interessant sind. Aber im Moment noch kein Kauf. Am 13.01.03 hatte ich auf die SKS (Schulter-Kopf-Schulter Formation) im Chart der Deutschen-Post hingewiesen. Dafür hätte die Post allerdings die 11,60 Euro überwinden müssen. Schauen Sie in den Chart, Sie werden erkennen, dass die Post genau an der 11,60 Euro Marke abgeprallt ist. Ein Hinweis für die Charttechnik-Interessierten: Scheitert ein Chart an der Nackenlinie einer SKS, ist es zumeist ein sehr gutes Zeichen dafür, dass die Tiefs noch einmal erreicht werden. Es gibt in der neueren Charttechnik mittlerweile viele Trader, die eher auf ein Scheitern traden würden als auf einen Bruch der Nackenlinie. Klar, wir sind schließlich in einer Baisse.